Pressemitteilung vom 27.04.2026 
Architektenwettbewerb für Mons-Tabor-Bad vorerst gestoppt
Die Stadt Montabaur und die Verbandsgemeinde (VG) haben den Architektenwettbewerb für das neue Mons-Tabor-Bad vorerst auf Eis gelegt. Der Grund ist ein unerwarteter Rückgang der Steuereinnahmen, der eine Neuausrichtung der Finanzplanung notwendig macht. Doch das Projekt soll nicht aufgegeben werden.
Montabaur. Die finanzielle Situation der Stadt Montabaur hat sich im Jahr 2025 verändert. Ein Ausfall bei der Gewerbesteuer in Höhe von 10 Millionen Euro führte dazu, dass die Einnahmeerwartung für 2026 auf 32,5 Millionen Euro reduziert werden musste. Zusätzlich wurde bekannt, dass die Stadt im laufenden Jahr einen weiteren zweistelligen Millionenbetrag einsparen muss. Diese Entwicklungen waren zu Beginn des Jahres nicht vorhersehbar und zwingen die Stadt dazu, ihre Haushaltsplanung grundlegend zu überarbeiten. Auch die VG ist betroffen, da sie stark von den Umlagezahlungen ihrer Mitgliedsgemeinden abhängt, deren Anteil zuletzt bei über 50 Prozent lag.
Stadtbürgermeisterin Melanie erklärte im Stadtrat: "Erst nach diesem Kassensturz wissen wir, was wir uns künftig noch leisten können." VG-Bürgermeister Ulrich Richter-Hopprich ergänzte: "In dieser Situation müssen wir für das Großprojekt 'Neues Mons-Tabor-Bad' erstmal die Pausetaste drücken und uns neu sortieren."
Rücknahme des Architektenwettbewerbs
Das bestehende Mons-Tabor-Bad weist zahlreiche technische und bauliche Mängel auf. Eine Sanierung wäre unwirtschaftlich und würde zudem mehrere Jahre dauern, während denen das Bad geschlossen bleiben müsste. Daher hatten Stadt und VG beschlossen, ein neues Schwimmbad zu errichten. Ein Raum- und Beckenprogramm wurde verabschiedet und die Finanzierung geplant.
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Im März hatte die VG als Bauherrin einen Architektenwettbewerb ausgeschrieben, um Entwürfe für das neue Bad zu erhalten. Im September sollte ein Preisgericht den besten Entwurf prämieren. Richter-Hopprich erläuterte: "Warum sollen wir uns ein Bad planen lassen, von dem wir heute schon wissen, dass wir es uns nicht leisten können?" Die Bewerbungsfrist für den Wettbewerb endete am 24. April, und 27 Planungsbüros hatten sich beworben. Noch sind keine nennenswerten Kosten entstanden, und Richter-Hopprich bedankte sich bei allen Bewerbern für ihr Interesse und bat um Verständnis.
Sommersaison startet Mitte Mai
Das alte Mons-Tabor-Bad bleibt weiterhin in Betrieb, obwohl die Technik zunehmend anfällig wird. Ersatzteile sind schwer zu beschaffen, und ein Defekt könnte zur Schließung führen. Bürgermeister Richter-Hopprich hofft, dass das Bad noch einige Jahre durchhält, bis eine Lösung gefunden ist. Die Röhrenrutsche muss jedoch geschlossen bleiben, aber das Freibad öffnet Mitte Mai für die Sommersaison. (PM/Red)
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