Benefiz-Kunstaktion: 1000 Euro für eine Flasche Wein
150 Besucher nahmen an der Premiere im Stöffelpark teil und ersteigerten Werke deutscher Künstler. Für den guten Zweck konnte so eine hohe vierstellige Summe gesammelt werden.
Enspel. Die Benefiz-Kunstauktion „LionsArt“ im Stöffel-Park in Enspel war ein großer Erfolg. Organisiert wurde die Veranstaltung von den beiden Lions-Clubs Bad Marienberg und Altenkirchen sowie dem Rotary Club Westerwald, die sich über rund 150 Besucher freuen konnten. Die eingenommene Spendensumme im hohen vierstelligen Bereich kommt dem Ambulanten Kinder- und Jugendhospizdienst Westerwald zugute. In der Mittagszeit gab es Tomaten- und Linsensuppe.
Für die Kunstauktion wurden 70 Werke von 29 deutschen Künstlern gesammelt. Unter den Kunstwerken waren Fotografien, Bleistiftzeichnungen, Öl- und Aquarell-Gemälde. Die Vorbereitungen hätten ein ganzes Jahr gedauert, erzählte Dr. Ulrike Fuchs, Kunsthistorikerin und Gründungsmitglied des Lions Club Bad Marienberg. Sie hatte das Projekt initiiert und federführend geleitet. In der einjährigen Vorbereitungsphase seien die Bilder gesammelt, sondiert und die Auktion organisiert worden. Zusammen mit Helmut Lang vom Antiquariat Lang in Rennerod führte sie die Auktion durch.
„Es wurden Dreiviertel der Bilder verkauft“, sagte Fuchs im Nachgang auf Anfrage. Manche Bilder hätten sogar ein regelrechtes Bietergefecht ausgelöst. Einige Bilder seien für einen hohen Preis verkauft worden, wie das Bild einer Weinflasche, die fast 1000 Euro eingebracht hätte. Andere Werke hätten weniger eingebracht, zum Beispiel 50 Euro. Das sei auch das niedrigste Gebot an diesem Sonntagnachmittag gewesen, so Fuchs. Sie räumte auch ein, dass für manche Bilder gar kein Gebot abgegeben wurde. Da die Versteigerung für einen guten Zweck war, hätten die Künstler ihre Werke auch unter dem Schätzwert verkauft.
Die Stimmung bei der Versteigerung sei sehr gut und locker gewesen. Das mag wohl an der humorvollen Art der beiden Auktionatoren gelegen haben, die bei der Beschreibung der Bilder für viel Gelächter, Schmunzeln und gute Laune gesorgt hatten. Auch wenn nicht alle Bilder verkauft worden – „das war nicht unser Ziel“ – sei man mit dem Ergebnis und dem Verlauf der Versteigerung sehr zufrieden, so Fuchs. Sie stellte eine weitere Versteigerung in Aussicht, aber nicht im nächsten Jahr, denn die Arbeit und der Aufwand seien zu groß gewesen. Anschließend möchte sich der Lions Club treffen und ein Resümee der Veranstaltung ziehen. „Wir werden darüber sprechen was gut gelaufen ist und was man besser machen könnte. Es war eine Premiere und wir lernen dazu“, führte die Kunsthistorikerin aus.
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Im Vorfeld der Versteigerung haben die Kuriere mit Besuchern und Künstlerinnen gesprochen. Auf großen Andrang und regem Bieterinteresse hoffte die bekannte Künstlerin Brigitte Struif aus Hachenburg. Sie hatte fünf ihrer Werke der Auktion zur Verfügung gestellt. Auf eine hohe Spendensumme hoffte auch die Künstlerin Doris Kohlhas, die zwei Fotografien in schwarz-weiß zur Verfügung gestellt hatte. Bereits zwei Bilder hatte sich Malies Schilling aus Rennerod ausgesucht. Sie freute sich über die Auktion und die Möglichkeit Werke regionaler Künstler zu bewundern und zu erwerben. „Ich hoffe, dass ich den Zuschlag bekomme“, sagte sie im Vorfeld der Auktion.
Roswita Flender aus Westerburg bot zwar nicht mit, freute sich aber über die hervorragende Aktion und die vielseitige Kunst, die sie an diesem Sonntagvormittag bewunderte. „Ich finde es schön, dass sich die Künstler dazu bereit erklärt haben, ihre Kunstwerke für einen guten Zweck zur Verfügung zu stellen“, sagte sie dieser Zeitung. Sie hoffte ebenfalls auf viel Umsatz für die gute Sache. Die Hoffnung teilte auch eine Besucherin, die ihren Namen nicht nennen wollte. Sie lobte die Aktion und die Zusammenarbeit der Clubs sowie die breite Palette an Kunstwerken. „Ich freue mich besonders auf Frau Struif“, sagte sie. „Ich bin gespannt, wieviel zusammenkommt.“
Keine Erwartungen hatte dagegen die Künstlerin Margi Goeltzer aus Bad Marienberg, die zwei Bilder für die Auktion gestellt hatte. „Ich lasse mich überraschen“, sagte sie. Sie habe ihre Bilder nach dem Kriterium ausgesucht, was den Menschen gefallen könnte.
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