"Florianstag" der Feuerwehr Ransbach-Baumbach legte teilweise den Verkehr lahm
Von Wolfgang Rabsch
Acht Tage vor dem offiziellen "Florianstag" feierte die Feuerwehr Ransbach-Baumbach diesen bereits am Sonntag (26. April). Bei strahlendem Sonnenschein konnten sich die zahlreichen Besucher nicht nur informieren, sondern auch selbst hinter das Steuer eines Feuerwehrautos setzen oder hinter einen Löschschlauch stellen.
Ransbach-Baumbach. Man hätte meinen können, in Ransbach-Baumbach würden der Töpfermarkt und ein ausverkauftes Konzert in der Stadthalle gleichzeitig stattfinden. Im Gebiet zwischen der Stadthalle, dem Marktplatz und den dazwischen befindlichen Seitenstraßen, war es beinahe unmöglich, einen Parkplatz zu finden. Selbst der große Parkplatz an der Stadthalle war restlos mit PKW belegt. Auf den Bürgersteigen in diesem Gebiet waren unentwegt Menschengruppen unterwegs, die alle nur ein Ziel kannten: Das Gerätehaus der Feuerwehr Ransbach-Baumbach in der Straße "Im Gebück". Alle Besucher aus nah und fern steuerten das Feuerwehrgelände an, weil dort die Feuerwehr den "Florianstag" feierte.
Was bedeutet der "Florianstag"?
Der "Florianstag" am 4. Mai ist der Gedenktag des heiligen Florian. Er wird insbesondere von den Feuerwehren in Österreich und Deutschland gefeiert. Da der 4. Mai einerseits kein gesetzlicher Feiertag ist, andererseits aber nicht immer auf einen Sonntag fällt, wird er jeweils am Sonntag vor, oder nach dem 4. Mai begangen.
Zu diesem Feiertag hatte also die Feuerwehr in Ransbach-Baumbach eingeladen und viele Mitbürger nutzten die Gelegenheit, sich über die Arbeit "ihrer" Feuerwehr zu informieren, aber ihnen auch Danke zu sagen, für das, was sie ehrenamtlich und mit großem Engagement für die Gesellschaft leisten. Auf dem Feuerwehrgelände draußen und in der Halle herrschte ein munteres Kommen und Gehen. Die Besucher zeigten sich interessiert, sich über die Verwendbarkeit der ausgestellten Tanklöschfahrzeuge zu informieren, auch sich mal hinter das Lenkrad eines solchen Gefährts zu setzen und über die Technik zu staunen. Es fiel auf, dass besonders viele Kinder und Jugendliche sich auf dem Feuerwehrgelände tummelten. Sie waren in Begleitung ihrer Eltern und Großeltern und hatten viele Möglichkeiten, sich im Jugend- und Kinderparcours zu betätigen und zu spielen. Eine Hüpfburg stand zur Verfügung, ebenso konnten sie mit echten Löschschläuchen versuchen, an einer Spielwand Feuer zu löschen. Kinder und Jugendliche rechtzeitig auf den Aufgabenbereich von Feuerwehren hinzuweisen und zu interessieren, ist wichtig, denn sie sind diejenigen, die in einigen Jahren möglicherweise in der aktiven Feuerwehr einsatzbereit sind.
Das Sanitätsregiment 2 "Westerwald" aus Rennerod war auch dabei
Das Sanitätsregiment "Westerwald" aus Rennerod war mit einer Abordnung auch vor Ort und konnte viele Bürger vom Dienst bei der Bundeswehr beraten und informieren. Gerade bei jungen Leuten ist das bekanntermaßen zurzeit ein brandaktuelles Thema: Dienst an der Waffe, Ja oder Nein. Blickfang des Sanitätsregiments war der Schwerlast-LKW 15T GL G (Multi), der dauernd von Interessierten umlagert war. Die Stadt Ransbach-Baumbach ist mit dem Sanitätsregiment 2 "Westerwald" durch eine Patenschaft eng verbunden.
Auch der "Wünschewagen" des Arbeiter-Samariter-Bunds (ASB) war vor Ort und fand ebenfalls sehr viele Interessierte Menschen, die sich für ihre wichtige Arbeit interessierten. Es ist wichtig, Kranken, die sich auf der letzten Etappe ihres Lebens befinden und nur noch wenige Zeit zu leben haben, einen letzten Wunsch zu erfüllen. Sei es ein Besuch am Strand der Nordsee, oder ein Fußballspiel des Herzensvereins FC Köln, BVB oder Bayern München, der "Wünschewagen" versucht, diese Wünsche zu erfüllen. Es kann letztendlich jeden treffen, darum kann die Arbeit des ASB nicht hoch genug wertgeschätzt werden. Auch die Betreuer, die sich in Begleitung der Todkranken befinden, werden diese Fahrten bestimmt nicht als Routine betrachten.
"Grill den Christoph" hieß es am Grill der Feuerwehr
Neben vielen Informationen über die Aufgaben der Freiwilligen Feuerwehr in den Bereichen Retten, Löschen, Bergen und Schützen, stand auch das gesellige Miteinander im Mittelpunkt des Tages. Bei strahlendem Sonnenschein war das Außengelände überfüllt, auf dem Speisen und Getränke angeboten wurden. Christoph Fohr erwies sich als der geborene Grillmeister, dem es gelang, trotz langer Warteschlangen, leckeres Grillgut zu erzeugen und die hungrigen Gäste zufriedenzustellen. Aber nicht nur Fohr gebührt Lob und Anerkennung, auch das gesamte Team hinter der Theke, konnte mit Charme, Humor und harter Arbeit, die Wünsche der Gäste erfüllen.
Wehreinheit aus Bergisch-Gladbach kam vorbei
Der Kurier nutzte die kurze Gelegenheit, mit Oliver Knopf, dem Vorsitzenden des Fördervereins der Feuerwehr Ransbach-Baumbach zu sprechen. Dieser war äußerst zufrieden und glücklich über den Erfolg des "Floriantags": "Abordnungen von Feuerwehreinheiten aus dem gesamten Westerwald sind heute bei uns zu Gast. Die weiteste Anreise hatte die Feuerwehr aus Bergisch-Gladbach. Unsere Feuerwehr ist nicht nur in der Verbandsgemeinde Ransbach-Baumbach im Einsatz, auch darüber hinaus und überregional helfen wir, wenn es erforderlich ist. So waren wir auch längere Zeit an der Ahr während und nach der Flutkatastrophe tätig. Die heutige Besucherzahl kann nur ungefähr geschätzt werden, aber es könnte die Rekordzahlen von weit über 1.000 Besuchern erreicht werden. Wer den Förderverein mit einer Spende unterstützen möchte, kann dies gerne tun. Auf Wunsch stellen wir auch gerne eine Spendenquittung aus", so ein glücklicher Oliver Knopf.
Verein zur Förderung der Feuerwehr der Stadt Ransbach-Baumbach Im Gebück 8, 56235 Ransbach-Baumbach Westerwaldbank - IBAN: DE52 5739 1800 0000 1583 05
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