Pressemitteilung vom 25.04.2026 
FDP Westerwald: Neuausrichtung nach Wahlanalyse
Der FDP-Kreisverband Westerwald hat auf seinem Kreisparteitag in Westerburg die Ergebnisse der Landtagswahl reflektiert und wichtige Entscheidungen für die Zukunft getroffen. Die Partei möchte ihre Erfolge sichtbarer machen und setzt dabei auf eine neue Führungsriege sowie verstärkte Kommunikation auf kommunaler Ebene.
Westerburg. Unter dem Eindruck der Landtagswahlergebnisse führte der FDP-Kreisverband Westerwald auf seinem ordentlichen Kreisparteitag eine umfassende Bestandsaufnahme durch. Im Fokus stand die Frage, warum es der Partei nicht gelungen war, den Wählern die eigenen Erfolge in der Regierungsverantwortung ausreichend zu verdeutlichen. Trotz wichtiger Beiträge in Bereichen wie Justiz, Agrarpolitik und Digitalisierung sei dies beim Wähler nicht angekommen. Bundesweite Entwicklungen und personelle Veränderungen auf Landesebene hätten das Bild überlagert. Der Parteitag stellte fest, dass entscheidende Themen nicht klar genug kommuniziert worden seien, und beschloss, diesen Fehler künftig mit Expertise und besserer Ansprache zu korrigieren.
Die Mitglieder bestätigten Jana Gräf einstimmig als Kreisvorsitzende. Mit Kay Ortseifen und Patrick Häbel als stellvertretende Kreisvorsitzende setzte die Partei ein Signal für Erneuerung. Schatzmeister Philipp Weber erhielt erneut das volle Vertrauen. Der Kreisverband dankte den bisherigen stellvertretenden Vorsitzenden Volker Lopp und Hanna Olbrich ausdrücklich für ihr Engagement. Volker Lopp wird seine Arbeit künftig auf die Verbandsgemeindeebene fokussieren und bleibt dem Kreisverband als Beisitzer erhalten. Zudem wurden Delegierte für den Bezirks- und Landesparteitag gewählt.
Kommunikation soll verbessert werden
Jana Gräf erklärte: "Wir müssen uns ehrlich eingestehen: Wir haben es nicht geschafft, den Menschen im Land transparent zu zeigen, wo die FDP in der Regierung konkret etwas bewegt hat. Das Vertrauen der Mitglieder ist für mich Auftrag, genau das zu ändern, mit klaren Themenfeldern und einer Kommunikation, die bei den Menschen ankommt. Der Westerwald wird nicht in Mainz oder Berlin zurückgewonnen, sondern hier vor Ort."
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Zukünftig richtet sich der Blick des Kreisverbandes also konsequent auf die kommunale Ebene. Die Rückkehr zu liberalen Kernwerten soll dort sichtbar werden, wo Politik den Alltag der Menschen direkt beeinflusst: in Ortsgemeinden, Verbandsgemeinden und im Kreistag. Liberale Rats- und Fraktionsmitglieder sollen stärker unterstützt und vernetzt werden.
Kay Ortseifen betonte: "Die größten Aufgaben der kommenden Jahre liegen in den Gemeinden, Verbandsgemeinden und im Kreis. Dort müssen wir präsent sein, dort müssen wir zuhören, und dort müssen wir konkrete Antworten geben. Ich freue mich darauf, diesen Weg gemeinsam mit dem gesamten Vorstand zu gehen, mit offenem Ohr für die Menschen und mit klarer Kante in der Sache."
Ein Schwerpunkt soll auf dem direkten Austausch mit Bürgern liegen, insbesondere mit Verantwortungsträgern in Betrieben und Ehrenämtern. Patrick Häbel unterstrich: "Unser Anspruch ist klar: Wir wollen nah bei den Menschen sein, bei den Betrieben, bei den Vereinen, bei denen, die diesen Kreis jeden Tag am Laufen halten. Der Westerwald hat eine selbstbewusste, freiheitliche Stimme verdient, und genau die werden wir wieder hörbar machen." (PM/Red)
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