Pressemitteilung vom 23.04.2026 
Diskussion um Windräder: Gemeinderat Vielbach und Bürgerinitiative im Gespräch
In Vielbach steht die Diskussion um den Bau von Windenergieanlagen im Fokus. Der Gemeinderat und die Bürgerinitiative "Rettet unsere Natur und Wälder" trafen sich zu einem Meinungsaustausch, um Argumente und Bedenken auszutauschen.
Vielbach. In Vielbach fand ein Treffen zwischen dem Gemeinderat und der Bürgerinitiative (BI) "Rettet unsere Natur und Wälder" statt. Ziel war es, über die geplanten Windenergieanlagen zu sprechen. Drei der fünf Vorstandsmitglieder der BI waren anwesend, während der Gemeinderat durch elf seiner zwölf Mitglieder sowie Bürgermeister Uli Schneider vertreten war.
Ein zentrales Thema des Meinungsaustauschs war die finanzielle Bedeutung der Windenergieanlagen für die Gemeinde. Der Gemeinderat betonte, dass die Einnahmen aus den Anlagen dazu beitragen könnten, den Haushalt schuldenfrei zu halten, ohne die Steuern erheblich anzuheben. Zukünftige finanzielle Herausforderungen, wie die teilweise Übernahme des Kindergartens in Mogendorf und Investitionen in die Infrastruktur, wurden ebenfalls angesprochen.
Einfluss der Windkrafträder auf Immobilienpreise
Die BI äußerte Bedenken hinsichtlich der möglichen Beeinträchtigung des Dorfbildes durch die Windräder, was der Gemeinderat zwar nachvollziehen konnte, jedoch als weniger gewichtig im Vergleich zu den Vorteilen der Windenergie ansah. Die BI stellte klar, dass sie nicht grundsätzlich gegen Windenergie ist, sondern deren Platzierung im Wald ablehnt.
Der Gemeinderat hat die von der BI geäußerten Bedenken ernst genommen und sich intensiv mit den möglichen Auswirkungen von Windenergieanlagen beschäftigt. Dabei wurde festgestellt, dass die von der BI angeführten Studien zur Veränderung der Immobilienpreise Extremwerte darstellen, die nicht die allgemeine Realität widerspiegeln. Zudem werden Rückbauverpflichtungen und die Einhaltung von Grenzwerten im Genehmigungsprozess genau geprüft.
Planung bleibt bestehen
Nach der Auswertung aller Informationen sieht der Gemeinderat aktuell keinen Grund, das Projekt abzulehnen. Die erforderliche Entnahme von Bäumen sei minimal, und alle Planungen berücksichtigen gesetzliche Vorgaben und relevante Bedenken. Durch die Pacht- und Steuereinnahmen könnte eine Verdopplung der Grundsteuer-Hebesätze verhindert werden, was zur Attraktivität des Ortes beiträgt.
Um einen sachlichen Dialog fortzusetzen, plant der Gemeinderat eine Einwohnerversammlung mit Informations- und Austauschcharakter. Eine Entscheidung über die Bauleitplanung soll nach dieser Versammlung getroffen werden. (PM/Red)
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