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Pressemitteilung vom 22.04.2026    

Neues Dach für historisches Gebäude in Selters

Die Evangelische Kirche in Selters und ihre städtischen Seitenflügel erstrahlen in neuem Glanz. Eine umfassende Dachsanierung mit Naturschiefer aus Spanien sichert die Zukunft des denkmalgeschützten Bauwerks. Doch die Arbeiten sind noch nicht abgeschlossen.

V.l.: Bauleiter Johannes Müller, Stadtbürgermeister Rolf Jung und Beigeordneter Volker Hummerich. (Foto: Eckhard Schneider)

Selters. Auf einer Fläche von rund 700 Quadratmetern wurde die alte Dacheindeckung der Evangelischen Kirche in Selters und ihrer kommunalen Seitenflügel durch hochwertigen Naturschiefer ersetzt. Die vorherige Eindeckung aus Kunstschiefer musste entfernt werden, da von ihr Gesundheitsgefahren ausgingen. Aufgrund des Denkmalschutzes kam nur Naturschiefer infrage, der von der Firma Theo Fetz aus Welschneudorf in der "altdeutschen Deckart" verlegt wurde. Diese Technik verleiht dem Dach ein lebendiges und traditionelles Erscheinungsbild.

Schäden machten Sanierung notwendig
Die Sanierung war erforderlich, weil Regenwasser Schäden an der Holzkonstruktion verursacht hatte. Frühere Reparaturen reichten nicht mehr aus, um das Gebäude zu schützen. Der Kirchturm blieb unberührt, da er erst vor zwölf Jahren nach einem Blitzeinschlag saniert worden war. Das Gebäude ist einzigartig in seiner Form: Es vereint Kirche und städtische Räume unter einem Dach. Die enge Abstimmung zwischen Kirchengemeinde und Stadtverwaltung bei Baumaßnahmen hat Tradition.

Behutsame Arbeiten am Denkmal
Vor Beginn der Arbeiten wurden Statik und Holzsubstanz geprüft. Zimmerleute der Firma Gößel aus Aarbergen mussten beschädigte Teile des Dachstuhls individuell anpassen. Einige Schäden wurden erst während der Arbeiten sichtbar. Architekt Johannes Müller betonte, dass so viel originale Substanz wie möglich erhalten werden sollte. Beigeordneter Volker Hummerich lobte die Zusammenarbeit aller Beteiligten und die Kompetenz der Bauleitung als entscheidend für den Erfolg des Projekts.



Kosten und Bauzeit im Plan
Die Gesamtkosten von etwa 820.000 Euro wurden eingehalten, ebenso die Bauzeit von rund acht Monaten. Stadt und Kirchengemeinde tragen die Kosten entsprechend ihrer Anteile am Dach. Der etwas größere städtische Anteil wird teilweise vom Bund und Land Rheinland-Pfalz finanziert. Pfarrerin Swenja Müller dankte für die zahlreichen Spenden, die zur Finanzierung beitragen.

Innenrenovierung als nächster Schritt
Für die Kirchengemeinde geht die Arbeit weiter: Nach rund 60 Jahren steht eine umfassende Innenrenovierung bevor. (PM/Red)


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