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Nachricht vom 22.04.2026    

Verkehrsunfallbilanz 2025: Polizeiautobahnstation Montabaur zieht Bilanz

Die Polizeiautobahnstation Montabaur hat die Verkehrsunfallbilanz für das Jahr 2025 veröffentlicht. Die Auswertung zeigt interessante Entwicklungen und liefert Einblicke in die Unfallhäufigkeit auf den Autobahnen der Region. Die detaillierten Zahlen bieten eine Grundlage für zukünftige Maßnahmen zur Verkehrssicherheit.

Symbolbild. (Quelle: Pixabay)

Heiligenroth. Die Verkehrsdirektion Koblenz hat die Verkehrsunfallbilanz 2025 für die Polizeiautobahnstation Montabaur bekannt gegeben. Diese Auswertung ist Teil der umfassenden Unfallstatistik des Landes Rheinland-Pfalz.

Die Daten geben Aufschluss über die Anzahl und Art der Verkehrsunfälle, die im vergangenen Jahr auf den Autobahnen in diesem Bereich verzeichnet wurden. Der Zuständigkeitsbereich der Polizeiautobahnstation Montabaur erstreckt sich auf der A 3 von der Landesgrenze Hessen, ab der Anschlussstelle Diez, bis zur Landesgrenze nach Nordrhein-Westfalen, der Anschlussstelle Bad Honnef/Linz. Hinzu kommt auch die A 48 vom Autobahndreieck Dernbach bis zum Kreuz Koblenz.

In diesem Zuständigkeitsbereich wurden im Jahr 2025 insgesamt 1.385 Verkehrsunfälle registriert, was eine leichte Abnahme im Vergleich zu den 1.403 Unfällen im Jahr 2024 darstellt. Die meisten Unfälle ereigneten sich auf der A 3 mit 921 Fällen, gefolgt von 464 Unfällen auf der A 48. Diese Zahlen bewegen sich im Rahmen der durchschnittlichen Unfallzahlen der vergangenen Jahre.

Tödliche Unfälle und Schwerverletzte
Im Jahr 2025 kam es zu zwei tödlichen Verkehrsunfällen. Der erste Unfall ereignete sich im Juni auf der A 3 in Höhe der Anschlussstelle Bad Honnef/Linz, als ein Transporter mit hoher Geschwindigkeit auf ein Stauende auffuhr. Der Fahrer des Transporters verstarb noch an der Unfallstelle.

Im Juli fand der zweite Unfall statt, als ein Pkw-Fahrer in Höhe der Ortslage Oberhaid auf einen vorausfahrenden Wagen auffuhr. Ein junger Mann, der Fahrer des vorausfahrenden Fahrzeugs, wurde dabei getötet, während der Unfallverursacher schwer verletzt wurde. Letzterer stand zum Zeitpunkt des Unfalls unter Alkoholeinfluss.

Verkehrsunfälle mit Schwerverletzten nahmen im Jahr 2025 zu. Bei 22 Unfällen erlitten 33 Personen schwere Verletzungen, was eine Zunahme um fünf Unfälle und 13 schwer verletzte Personen im Vergleich zu 2024 bedeutet.

Unfallhäufungsstellen
Generell kam es nur zu wenigen Häufungen. Die meisten Unfälle auf der A 3 ereigneten sich in der Gemarkung Krunkel, im Bereich der Autobahnkilometer 55 und 57,3 in Fahrtrichtung Köln. Alleine im Jahr 2026 kam es hier zu 17 Unfällen. Auffällig ist hier, dass in 13 Fällen die Fahrbahn nass war. Bei den 13 Unfällen wurden 6 Personen leicht verletzt, der entstandene Sachschaden belief sich auf knapp 420.000 Euro. In diesem Streckenabschnitt wurde die Geschwindigkeit bei Nässe bereits auf 80km/h reduziert.




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Unfallbeteiligung nach Altersgruppen
Junge Fahrer waren 2025 in 276 Unfälle verwickelt, wobei sie in 184 Fällen als Verursacher galten. Dies entspricht einem Anstieg von 7,4 Prozent im Vergleich zu 2024. Die Zahl der Unfälle mit Senioren ging hingegen leicht zurück, von 199 im Jahr 2024 auf 183 im Jahr 2025. In der Gruppe der Lkw-Fahrer stieg die Zahl der Unfälle marginal um 1,2 Prozent auf 525 Fälle.

Einfluss berauschender Mittel und Unfallflucht
Die Anzahl der Unfälle unter Alkoholeinfluss sank 2025 auf 13 Fälle, ein Rückgang um acht im Vergleich zum Vorjahr. Auch die Unfälle unter Drogeneinfluss gingen zurück. Gleichzeitig stieg die Zahl der Verkehrsunfallfluchten um 17,4 Prozent auf 236 Fälle, allerdings verbesserte sich die Aufklärungsquote auf 41,9 Prozent.

Auf den Autobahnen im Zuständigkeitsbereich kam es im Übrigen zu 87 Wildunfällen. Außerdem wurden bei Kontrollen 287 mehr Ordnungswidrigkeitsanzeigen im Vergleich zu 2024 gestellt, dafür 47 Strafanzeigen weniger.

Ablenkung durch Handynutzung
Ablenkung am Steuer bleibt eine unterschätzte Gefahr. 2025 wurden 910 Ordnungswidrigkeiten aufgrund von Handyverstößen erfasst. Das Bußgeld für die Nutzung eines Handys am Steuer beträgt 100 Euro und einen Punkt in Flensburg, bei Gefährdung anderer Verkehrsteilnehmer oder einem Unfall steigen die Strafen deutlich. Um die Sicherheit zu erhöhen, wird von der Polizei empfohlen, das Handy während der Fahrt außerhalb der Griffweite zu platzieren.

Bei einer Geschwindigkeit von 130 km/h legt der Pkw-Fahrer in einer Sekunde 36 Meter zurück. Dies bedeutet, dass während der Fahrt mit Richtgeschwindigkeit bei einer Sekunde Ablenkung durch Blick auf das Handy, weil etwa das akustische Signal einer Nachricht ertönt, 36 Meter ohne Sicht auf die Straße, also im Blindflug, zurückgelegt werden. Bei fünf Sekunden Blick auf das Handy durch Lesen einer Kurznachricht, fährt der Fahrer somit 200 Meter, ohne die Straße und den übrigen Verkehr zu beachten. Aufgrund des deutlichen Gefahrenpotenzials wurde die Kontrolle von Handyverstößen als Schwerpunktthema innerhalb der Verkehrsunfallprävention benannt. (son)


Mehr dazu:   Blaulicht  
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