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Pressemitteilung vom 14.04.2026    

Diakonie-Projekt IStA unterstützt junge Geflüchtete und Ukrainer im Westerwald

Die Regionale Diakonie Westerwald Rhein-Lahn hat ein neues Projekt ins Leben gerufen, das sich speziell an junge Geflüchtete und Menschen aus der Ukraine richtet. Das Programm "IStA" bietet umfassende psychosoziale Unterstützung und läuft bis 2028.

Team des Psychosozialen Zentrums (Foto: Martina Haßel

Region. Die Regionale Diakonie Westerwald Rhein-Lahn hat mit "IStA" ein neues Projekt gestartet, das auf die besonderen Bedürfnisse von jungen Geflüchteten und Menschen aus der Ukraine eingeht. "IStA" steht für "Identifizierung und Stabilisierung traumatisierter Asylsuchender" und wird durch den europäischen Asyl-, Migrations- und Integrationsfonds gefördert. Es ist ein Zusatzprojekt des Psychosozialen Zentrums (PSZ) für traumatisierte Geflüchtete und läuft bis 2028.

Martina Haßel, Teamleiterin des PSZ, hebt hervor, dass ukrainische Geflüchtete aufgrund des nicht notwendigen Asylverfahrens spezifische Unterstützungsbedarfe haben: "Themen wie Arbeits- und Wohnungssuche oder das Erlernen der deutschen Sprache werden schneller relevant." Dennoch sei die psychosoziale Belastung vergleichbar mit der anderer Geflüchteter. Bei unbegleiteten minderjährigen Geflüchteten spiele Traumatisierung eine große Rolle, verstärkt durch die Aussetzung des Familiennachzuges, erklärt Haßel weiter.

Um diesen Herausforderungen gerecht zu werden, bietet "IStA" spezielle Angebote zur psychosozialen und psychotherapeutischen Betreuung. Ziel ist es, die medizinische Versorgungslücke zu schließen und die soziale Integration zu erleichtern. Haßel betont die Wichtigkeit von Sprach- und Kulturmittlern: "Wir sind immer auf der Suche nach Sprach- und Kulturmittelnden, die unsere Arbeit erst möglich machen."




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Das Projekt IStA ist für die Landkreise Westerwald, Rhein-Lahn und Altenkirchen zuständig und fördert die psychische Stabilisierung und Eigenkompetenz der Betroffenen. Dies geschieht durch sozialpädagogische Begleitung, Gruppenangebote für Jugendliche und besondere Veranstaltungen. So wurden im Rahmen der internationalen Wochen gegen Rassismus 2026 ein Filmabend zum Thema Seenotrettung und eine Aktion für Vielfalt in Selters durchgeführt.

Interessierte können sich über das Psychosoziale Zentrum (PSZ) anmelden, das auch die Zuordnung übernimmt. Das Zentrum berät Betroffene und bietet pädagogische Angebote sowie Einzel- und Gruppentherapien an. Mit einem elfköpfigen Team arbeitet das PSZ unter der Trägerschaft der Regionalen Diakonie Westerwald Rhein-Lahn. Martina Haßel fasst zusammen: "Das Ziel des PSZ und des Projekts im Speziellen ist es, schutzbedürftige Menschen nachhaltig zu stabilisieren." (PM/Red)


Mehr dazu:   Gesellschaft   Ukraine  
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