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Pressemitteilung vom 13.04.2026    

Verkehrsunfallstatistik 2025 Rheinland-Pfalz: Ein Jahr mit weniger Unfällen, aber mehr Verkehrstoten

Verkehrsunfälle mit schweren oder gar tödlichen Folgen haben häufig vermeidbare Ursachen. Das Landeskriminalamt Rheinland-Pfalz weist vor dem Hintergrund der aktuellen Verkehrsunfallbilanz 2025 erneut auf die vier zentralen Hauptunfallursachen hin: Ablenkung, Alkohol und Drogen, überhöhte Geschwindigkeit sowie unzureichender Sicherheitsabstand.

LKA-Symbolbild (KI generiert)

Rheinland-Pfalz. Nach der Verkehrsunfallbilanz der Polizei Rheinland-Pfalz wurden im Jahr 2025 insgesamt 139.065 Verkehrsunfälle registriert. Dies entspricht einem leichten Rückgang um 0,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Durchschnittlich ereigneten sich damit täglich rund 380 Verkehrsunfälle. Trotz dieser Entwicklung ist ein deutlicher Anstieg der Verkehrstoten zu verzeichnen: 158 Menschen verloren im Straßenverkehr ihr Leben (2024: 130; +21,5 Prozent).
Die Hauptursachen schwerer Verkehrsunfälle mit Personenschäden bleiben insbesondere nicht angepasste Geschwindigkeit sowie ein ungenügender Sicherheitsabstand. Darüber hinaus registrierte die Polizei 2.384 Verkehrsunfälle unter dem Einfluss berauschender Mittel sowie 976 Verkehrsunfälle infolge von Ablenkung.

Gerade das Thema Ablenkung stellt weiterhin eine erhebliche und häufig unterschätzte Gefahr dar. Insbesondere die Nutzung von Smartphones und anderen digitalen Medien während der Fahrt führt zu erheblichen Reaktionsverzögerungen und erhöht das Unfallrisiko deutlich. Auch Alkohol- und Drogeneinfluss bleiben ein zentrales Problem im Straßenverkehr. Bereits geringe Mengen können Wahrnehmung, Reaktionsfähigkeit und Entscheidungsverhalten negativ beeinflussen. Die Polizei verfolgt entsprechende Verstöße konsequent.

Ein weiterer wesentlicher Faktor ist die Geschwindigkeit. Wer schneller fährt als erlaubt oder die Geschwindigkeit nicht den Straßen-, Verkehrs- oder Witterungsverhältnissen anpasst, erhöht nicht nur die Wahrscheinlichkeit eines Unfalls, sondern auch die Schwere der Unfallfolgen. Nicht zuletzt spielt der Sicherheitsabstand eine entscheidende Rolle. Zu dichtes Auffahren ist eine häufige Ursache für Auffahrunfälle, die oftmals schwerwiegende Konsequenzen nach sich ziehen.



Besorgniserregend ist zudem der Anstieg der Gesamtunfallzahlen bei Kindern sowie bei Senioren. Junge Fahrer sind weiterhin überproportional häufig an Verkehrsunfällen beteiligt und verunglücken häufiger als andere Altersgruppen.

Maßnahmen um dem entgegenzuwirken
Die Polizei Rheinland-Pfalz setzt daher weiterhin auf intensive Verkehrsüberwachung, insbesondere durch Geschwindigkeitskontrollen, sowie auf die verstärkte Ahndung von Ablenkung am Steuer. Gleichzeitig bleibt die Präventionsarbeit ein zentraler Bestandteil der Verkehrssicherheitsstrategie. Programme für Kinder, junge Fahrende und Senioren sowie für Rad-, Pedelec-, E-Scooter- und Motorradfahrende werden kontinuierlich weiterentwickelt.

Das Landeskriminalamt Rheinland-Pfalz appelliert an alle Verkehrsteilnehmenden sich nicht ablenkenzulassen, insbesondere die Nutzung von Smartphones während der Fahrt kann Leben kosten. Außerdem sollte man niemals unter Alkohol- oder Drogeneinfluss fahren und die Geschwindigkeit stets den Gegebenheiten anpassen. Außerdem sollte ein ausreichender Abstand zu vorausfahrenden Fahrzeugen eingehalten werden.

Weitere Informationen zur Verkehrsunfallstatistik finden sich online. (PM)


Mehr dazu:   Blaulicht  
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