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Pressemitteilung vom 12.04.2026    

Gedenken in Hachenburg: Erinnerung an Ruth Marianne Schönfeld

In Hachenburg wurde an eine junge Frau erinnert, deren Leben früh gewaltsam endete. Die GeschichtsWerkstatt Hachenburg e.V. setzte am 1. April 2026 ein Zeichen gegen das Vergessen. Im Mittelpunkt stand das Schicksal eines jüdischen Mädchens aus der Stadt.

(Fotoquelle: GWH GeschichtsWerkstatt Hachenburg e.V.)

Hachenburg. Am Mittwoch (1. April 2026) erinnerte die GeschichtsWerkstatt Hachenburg e.V. an den 100. Geburtstag von Ruth Marianne Schönfeld. Sie wurde 1926 geboren und verbrachte ihre ersten Lebensjahre in Hachenburg. In der Stadt lebte sie mit ihren Eltern Adolf und Berta Schönfeld, die ein Warenhaus am Alten Markt an der Ecke Perlengasse betrieben.

Gedenken am Stolperstein
Regina Klinkhammer, 2. Vorsitzende der GeschichtsWerkstatt, legte eine weiße Rose an dem Stolperstein in der Perlengasse nieder. Mit dieser Geste wurde an das kurze Leben von Ruth Marianne Schönfeld erinnert. Der Stolperstein markiert den früheren Wohnort und steht als Zeichen des Gedenkens an die Opfer der nationalsozialistischen Verfolgung.




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Flucht, Verfolgung und Deportation
Die Familie Schönfeld war bereits 1933 nach Frankreich geflüchtet. Dennoch blieb Ruth Marianne Schönfeld nicht vor Verfolgung verschont. Im Jahr 1942 wurde sie von der französischen Polizei festgenommen und in das Lager Pithiviers gebracht. Dort erfolgte die Übergabe an die SS.

Von Pithiviers aus wurde sie gemeinsam mit über 900 weiteren jüdischen Gefangenen nach Auschwitz deportiert. Noch im selben Jahr wurde sie dort ermordet. Das Gedenken in Hachenburg erinnert an ihr Schicksal und steht stellvertretend für viele ähnliche Lebensgeschichten. (PM/bearbeitet durch Red)


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