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Pressemitteilung vom 04.04.2026    

Frühjahrssitzung des Verbandsgemeinderates Montabaur: Feuerwehr, Flächennutzungsplan und mehr im Fokus

In der Frühjahrssitzung des Verbandsgemeinderates Montabaur wurden zentrale Themen behandelt, darunter die Verwendung des Sondervermögens und der Flächennutzungsplan. Auch personelle Veränderungen und Fortschritte bei Infrastrukturprojekten standen auf der Agenda.

Die VG Montabaur erhält rund 22 Millionen Euro aus dem Sondervermögen Bund. Das Geld soll ausschließlich in die Freiwilligen Feuerwehren investiert werden, insbesondere für neue Fahrzeuge und für Gerätehäuser. (Archivfoto: VG Montabaur/Christina Weiß)

Montabaur. Kurz vor den Osterferien kam der Verbandsgemeinderat (VGR) Montabaur zu seiner Frühjahrssitzung zusammen. Im Mittelpunkt standen die Verwendung des Sondervermögens des Bundes und das Vermögen der ehemaligen Deutsch-Texanischen Gesellschaft sowie der Flächennutzungsplan.

Ein neues Gesicht im Rat
Daniela Klaus aus Nentershausen wurde als neues Ratsmitglied begrüßt, nachdem Tobias Panne sein Mandat niedergelegt hatte. Bürgermeister Ulrich Richter-Hopprich verpflichtete sie per Handschlag.

Flächennutzungsplan angepasst
Das 25. Verfahren zur Änderung des Flächennutzungsplans ist abgeschlossen, um die Erweiterung des Rewe-Markts in der Moselstraße zu ermöglichen. Die Stadt Montabaur passt parallel den Bebauungsplan an. Der Neubau soll eine verbesserte Nahversorgung bieten. "Der Standort Moselstraße ist etabliert und der Neubau wichtig für die Gesamtentwicklung in der Stadt", betonte der Bürgermeister.

Verwendung des Sondervermögens
Im Frühjahr 2025 beschloss die Bundesregierung ein Sondervermögen von 500 Milliarden Euro, wovon 22,1 Millionen Euro in die VG Montabaur fließen sollen. Der VGR hatte nun die Aufgabe, einen Katalog von Maßnahmen festzulegen, für die das Geld verwendet werden soll. Auf Vorschlag von Bürgermeister Richter-Hopprich und dem Ersten Beigeordneten Tobias Panne besteht die Liste aus insgesamt zehn Investitionen im Bereich der Feuerwehren, unter anderem die Neubauten der Gerätehäuser in Montabaur, der Augst und in Simmern, die Sanierung und Erweiterung der Gebäude in Hübingen und Heiligenroth sowie neue Fahrzeuge für die Augst, für Ruppach-Goldhausen und für Montabaur, unter anderem eine neue Drehleiter mit Korb.

Alle Maßnahmen sind Teil des Feuerwehrbedarfsplans der VG. "Ohne das Sondervermögen könnten wir die Ziele in unserem Feuerwehrbedarfsplan nicht erfüllen oder müssten die Maßnahmen zeitlich strecken", erklärte Tobias Panne, der Dezernent für Brandschutz ist. Im Sparhaushalt 2026 der VG seien vor allem Investitionen für die Feuerwehren zurückgestellt worden. Insofern sei dieser Beschluss ein gutes Signal an die Feuerwehrleute. Bei einer Gegenstimme stimmte der VGR der Maßnahmenkatalog zu. Final wird der Kreistag über die Vorschläge aus allen zehn Verbandsgemeinden beschließen.

Vermögen der Deutsch-Texanischen Gesellschaft
Nach Auflösung der Deutsch-Texanischen Gesellschaft e.V. Ende 2024 stehen 22.000 Euro für die Kulturförderung in der VG zur Verfügung. Die Fraktionen beantragten, das Geld an Vereine mit Nachwuchsförderung im Kulturbereich zu verteilen. Susanne Görg (CDU) sagte: "Die Mittel sollen sichtbar, zweckgebunden und unmittelbar den Menschen in der VG zugutekommen."




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Fortschritte beim Mons-Tabor-Bad
Die Planungen für den Neubau des Mons-Tabor-Bades haben einen Meilenstein erreicht: Ende März wurde der Architektenwettbewerb gestartet und europaweit öffentlich ausgeschrieben. Bis Mitte August können Architekten und Planungsbüros ihre Entwürfe einreichen, wie das neue Mons-Tabor-Bad aussehen könnte. Zuvor müssen sie sich um die Teilnahme am Wettbewerb bewerben und dabei ihre Eignung nachweisen. Zwanzig Büros dürfen teilnehmen. Im September tagt dann das Preisgericht, um die Entwürfe auszuwerten und den Sieger des Wettbewerbs zu küren. Alle Entwürfe werden anschließend öffentlich vorgestellt.

Grundlage für den Wettbewerb ist das Raum- und Beckenprogramm, das VGR und Stadtrat Ende letzten Jahres verabschiedet hatten. Zur Finanzierung des Bauprojektes hat sich die VG für drei Förderprogramme beworben (zwei beim Bund, eins beim Land). "Ob wir Geld aus einem oder mehreren Töpfen erhalten, wie viel es sein wird und wann wir die Zusage erhalten, ist derzeit leider offen. Uns bleibt nur zu hoffen", erklärte der Bürgermeister dem VGR mit Bedauern.

LED-Umrüstung der Straßenbeleuchtung
Die Umrüstung auf LED-Straßenbeleuchtung schreitet voran, etwa 5.500 Masten sind bereits ausgestattet. "Die Steuerung wird Schritt für Schritt in Betrieb genommen", erläuterte der Bürgermeister.

Abschaltung alter Feuerwehrsirenen
Kreisweit wurden am 1. April 2026 alle alten Feuerwehrsirenen zur Eigenalarmierung abgestellt. Bislang wurden die Feuerwehrleute in vielen Orten noch doppelt alarmiert über die Sirene und über einen digitalen Melder, zum Beispiel auf dem Handy. Jetzt sind alle Feuerwehrleute mit persönlichen Meldern ausgestattet und die digitalen Systeme ausreichend geprüft, sodass die Feuerwehrsirenen endgültig abgeschaltet werden können. Seit 2024 wurden und werden in allen Orten Katastrophenschutzsirenen aufgestellt, die nur noch im Katastrophenfall angehen und an Warntagen zu Übungszwecken.

Bürgermeister Richter-Hopprich ist froh, dass nun die Phase der Doppelalarmierung zu Ende geht: "Solange die Feuerwehrleute mit Sirenen alarmiert werden, schadet das dem Katastrophenschutz. Die Menschen sind daran gewöhnt, dass die Sirenen immer wieder heulen und sie denken, dass es nichts mit ihnen zu tun hat, sondern die Feuerwehr alarmiert wird. In Zukunft müssen die Menschen wissen: Wenn die Sirene heult, dann betrifft es mich. Dann muss ich mich informieren, was los ist. Die Sirenen sind ein wichtiges Element im Katastrophenschutz." (PM/Red)


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