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Pressemitteilung vom 30.03.2026    

Kommunen in Rheinland-Pfalz im Kampf gegen den Eichenprozessionsspinner

In Rheinland-Pfalz breitet sich der Eichenprozessionsspinner zunehmend aus und stellt durch seine Brennhaare eine Gefahr für die Bevölkerung dar. Die Städte setzen verschiedene Maßnahmen zur Bekämpfung des Schädlings ein.

Kampf gegen den Eichenprozessionsspinner. (Foto: Patrick Pleul/ZB/dpa)

Mainz. In den letzten Jahren hat der Eichenprozessionsspinner auch in Rheinland-Pfalz Fuß gefasst. Besonders betroffen sind das Neuwieder Becken, der Hunsrück, Teile des Pfälzer Waldes und die Rheinebene, wie das rheinland-pfälzische Umweltministerium mitteilt. Die feinen Brennhaare der Raupen können starke allergische Reaktionen hervorrufen, da sie das Nesselgift Thaumetopoein enthalten. Diese Haare bilden sich ab dem dritten Larvenstadium und brechen leicht ab.

Kontrollieren und Absaugen
In Mainz werden Nester des Eichenprozessionsspinners von einer Fachfirma abgesaugt und entsorgt, besonders in Gebieten, "in denen eine Gefährdung für Personen entstehen kann", so eine Sprecherin der Stadt. Bei starkem Befall in bestimmten Bereichen warnt die Stadt mit Schildern. Koblenz verzeichnete im vergangenen Jahr einen Befall an 185 von 1.614 Eichen. Vor dem dritten Häutungsstadium überprüfen Baumkontrolleure die Bäume und saugen gefundene Nester ab. Kaiserslautern setzt auf den biologischen Wirkstoff Bacillus thuringiensis, um rund 1.800 Eichen zwischen April und Mai zu besprühen. Auch hier entfernt Fachpersonal die Nester.



Natürliche Feinde anlocken
Trier beginnt Ende April bis Mai mit dem Monitoring des Eichenprozessionsspinners und verzichtet aus Rücksicht auf andere Insekten auf chemische Mittel. Stattdessen wurden über 3.000 Nisthilfen aufgehängt, um natürliche Feinde zu fördern. Zudem pflanzt Trier bevorzugt Eichenarten aus Südwesteuropa und Amerika, die weniger anfällig sind.

Fallenstellen
In Worms ist der Schädling vor allem im Stadtpark und angrenzenden Wald verbreitet. Ab Anfang Mai werden die Eichen mit Bacillus thuringiensis behandelt. Zusätzlich setzt die Stadt auf Fallen, bei denen Raupen in einem Behälter gefangen werden. Der Landesbetrieb Mobilität Rheinland-Pfalz (LBM) geht gezielt gegen den Schädling vor, wo eine unmittelbare Gefährdung besteht, etwa auf Geh- und Radwegen. Hierbei kommt ein biologisches Verfahren mit Nematoden zum Einsatz. (dpa/bearbeitet durch Red)


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