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Pressemitteilung vom 27.03.2026    

Lebensretter im Fokus: Limburger Klinik erhält erneut Top-Auszeichnung der DGU

Das Limburger Krankenhaus hat erneut eine bedeutende Auszeichnung erhalten. Es wurde von der Deutschen Gesellschaft für Unfallchirurgie (DGU) als Regionales Traumazentrum rezertifiziert. Diese Anerkennung bestätigt die hohe Qualität der Versorgung Schwerverletzter in der Region.

Es freuen sich über die erneute Bestätigung der Zertifizierungsstelle (v.r.n.l.): Dr. Alexander Bode (Chefarzt Traumatologie), Dr. Christian Barnikel (Zentrumskoordinator) und Dr. Sven Antweiler (Chefarzt Zentrale Notaufnahme). (Foto: Lea Hirt)

Limburg. Schwere Unfälle passieren täglich: im Straßenverkehr, bei der Arbeit, beim Sport oder im Haushalt. Wenn es dazu kommt, entscheidet oft jede Minute. Umso wichtiger sind Kliniken, die auf die Versorgung Schwerverletzter spezialisiert sind und rund um die Uhr verlässliche Strukturen vorhalten. Das Limburger Krankenhaus wurde jetzt erneut als Regionales Traumazentrum der Deutschen Gesellschaft für Unfallchirurgie (DGU) rezertifiziert. Die Auszeichnung bestätigt die hohe Qualität der Schwerverletztenversorgung am größten Notfallstandort der Region.

"Bei einem Trauma, also einer schweren Verletzung, oder einem Polytrauma, bei dem mehrere lebensbedrohliche Verletzungen gleichzeitig vorliegen, müssen Diagnostik und Behandlung innerhalb weniger Minuten beginnen. Genau dafür sind Traumazentren spezialisiert", erklärt Dr. Alexander Bode, Chefarzt der Traumatologie (Unfallchirurgie) im Limburger Krankenhaus.

Strenge Anforderungen und ein hoher Erfüllungsgrad
Die DGU-Zertifizierung umfasst strenge Anforderungen an Struktur-, Prozess- und Ergebnisqualität. Dazu gehören unter anderem die dauerhafte Verfügbarkeit aller relevanten Fachdisziplinen, standardisierte Schockraumabläufe, die Teilnahme am "TraumaRegister DGU" sowie regelmäßige Fort- und Weiterbildungen. Die DGU prüft darüber hinaus die jederzeitige Einsatzbereitschaft zentraler Strukturen: Dazu gehören unter anderem ein OP-Team in ständiger Bereitschaft, eine Intensivstation mit Beatmungsmöglichkeit sowie ein Notfalllabor und eine Blutbank, die 24 Stunden am Tag arbeiten. Erst wenn all diese Voraussetzungen erfüllt sind und im Alltag funktionieren, wird eine Zertifizierung von der Fachgesellschaft empfohlen.

"Die erneute Zertifizierung zeigt, dass wir die hohen Anforderungen der DGU im Alltag konsequent umsetzen", freut sich Dr. Christian Barnikel, Zentrumskoordinator und Oberarzt im Zentrum für Orthopädie und Traumatologie. "Eine hochwertige Traumaversorgung ist immer Teamarbeit, und genau das zeichnet unser Haus aus", ergänzt Dr. Bode. "Auch der erfolgreiche Rezertifizierungsprozess ist Ausdruck des gelungenen Zusammenspiels zwischen den Teams in Notaufnahme, OP, Intensivmedizin und Radiologie bis hin zum Qualitätsmanagement."

Weiterbildungsangebote als besonderes Qualitätsmerkmal
Die Auditoren hoben in ihrem Bericht mehrere Aspekte besonders hervor, darunter die gute Schockraumdokumentation und die bauliche Strukturierung der Zentralen Notaufnahme. Der dort integrierte Schockraum liegt unmittelbar und nur durch eine Schiebetür getrennt neben dem Computertomografen (CT) - ein entscheidender Vorteil, wenn Diagnostik in kurzer Zeit erfolgen muss. Auch ein eigenes Röntgengerät im Schockraum sowie die direkt darunterliegende Rettungswagengarage tragen dazu bei, dass Wege kurz bleiben und wertvolle Zeit gewonnen wird.



Positiv bewertet wurden zudem der innerklinische Qualitätszirkel, der hohe Erfüllungsgrad der S3-Leitlinie zur Versorgung Schwerverletzter sowie die offene, konstruktive Kommunikationskultur. Ein weiterer Schwerpunkt der Zertifizierung liegt auf der Qualifikation des Personals. Im St. Vincenz Gesundheits-Verbund werden Fort- und Weiterbildungen interdisziplinär gelebt: Dazu gehören regelmäßige Schockraumsimulationen gemeinsam mit dem Rettungsdienst sowie "ACLS-, PALS- und HeartCode-BLS-Kurse" für Medizin und Pflege. Als zertifizierte Schulungsstätte der "American Heart Association" bietet die hauseigene Akademie für Gesundheitsfachberufe diese international anerkannten Trainings vor Ort an.

Sie vermitteln lebensrettende Maßnahmen bei Herz-Kreislauf-Stillständen, Kindernotfällen und komplexen Reanimationssituationen und sorgen dafür, dass im Ernstfall jeder Handgriff sitzt. "Gerade im Schockraum zeigt sich, wie wichtig interdisziplinäre Zusammenarbeit ist", erklärt Dr. Sven Antweiler, Chefarzt der Zentralen Notaufnahme. "Hier arbeiten Unfallchirurgie, Anästhesie, Radiologie, Pflege und Rettungsdienst unter hohem Zeitdruck zusammen. Jeder Schritt ist standardisiert, jeder Ablauf trainiert. Nur so können wir Schwerverletzte innerhalb von Minuten diagnostizieren, stabilisieren und die richtigen Entscheidungen treffen."

Im vergangenen Jahr wurde das Limburger Schockraumteam 450-mal alarmiert, eine Zahl, die sonst vor allem in Maximalversorgern größerer Städte erreicht wird.

Starkes Netzwerk für die Versorgung Schwerstverletzter
"Die Re-Zertifizierung ist eine Teamleistung", betont auch Geschäftsführer Guido Wernert. "Sie wäre ohne das Engagement aller beteiligten Berufsgruppen nicht möglich: von den Teams der Zentralen Notaufnahme, Unfallchirurgie, Anästhesie, Radiologie und Intensivmedizin bis hin zum Rettungsdienst, der eng mit uns zusammenarbeitet."

Als Gründungsmitglied des "TraumaNetzwerks DGU" ist das Limburger Krankenhaus seit vielen Jahren ein zentraler Partner in der überregionalen Versorgung. Das Traumanetzwerk Hessen/Region Südhessen stellt sicher, dass Schwerverletzte unabhängig vom Unfallort immer im richtigen Zentrum landen. Eine strukturierte telemedizinische Bildübermittlung besteht sowohl mit den Kliniken des Netzwerks als auch mit den neurochirurgischen Kooperationspartnern in Koblenz. Das ermöglicht schnelle Entscheidungen, wenn Spezialdisziplinen hinzugezogen werden müssen. (PM/Red)


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