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Pressemitteilung vom 25.03.2026    

Anlagebetrug im Netz: LKA und Verbraucherzentrale warnen vor Maschen

Gefälschte Internetseiten und Anzeigen versprechen sichere Geldanlagen mit hohen Gewinnen. Landeskriminalamt und Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz berichten von professionellen Betrugsmaschen, die auch über Messenger-Gruppen laufen. Der Schaden lag im Vorjahr bei 77 Millionen Euro.

Symbolfoto: LKA RLP (KI generiert)

Rheinland-Pfalz. Das Landeskriminalamt und die Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz warnen vor Anlagebetrügern, die im Internet mit angeblich sicheren Anlagegeschäften locken. Die Täter nutzen gefälschte Internetseiten und werben mit erfundenen Aussagen von Prominenten oder bekannten Unternehmen, ohne deren Erlaubnis oder Kenntnis. Dabei versprechen sie hohe Gewinne und erwecken den Eindruck, es handele sich um lukrative Anlagetipps, die eigentlich streng geheim seien. Allein in Rheinland-Pfalz entstand im Vorjahr durch Anlagebetrug eine Schadenssumme von 77 Millionen Euro.

Seriöser Eindruck durch Werbung und Links
Betrügerische Werbeanzeigen werden häufig ungeprüft von externen Dienstleistern verlinkt. Dadurch wirken die Plattformen auf den ersten Blick seriös. Die Angebote werden auf Webseiten, in Zeitungen und in sozialen Medien beworben, was den Eindruck von Vertrauenswürdigkeit zusätzlich verstärkt.

Auch in Chatgruppen von Messenger-Diensten sind die Täter aktiv. Dort geben sie sich als Gruppenmitglieder aus und bauen gezielt Vertrauen bei potenziellen Opfern auf. Betroffene werden dringlich dazu aufgefordert, schnell Geld zu investieren, bevor das vermeintlich lukrative Angebot verfällt. Das Geld soll meist in Form von Kryptowährung überwiesen werden, entweder auf Trading-Plattformen oder auf ausländische Konten.

So läuft die Betrugsmasche typischerweise ab
Der Betrug beginnt häufig mit einem kleinen Startkapital und einer professionell wirkenden Online-Präsenz. Sobald Personen ihre Kontaktdaten auf den betrügerischen Seiten angeben, melden sich angebliche Anlageberater. Diese treten sehr professionell auf und bauen über Wochen hinweg ein Vertrauensverhältnis auf. Am Telefon locken sie mit hohen Renditen, niedrigem Risiko und dem Einstieg mit kleinen Beträgen. Die Anfangsinvestition liegt oft zwischen 200 und 250 Euro.



Nach der ersten Zahlung können die Betroffenen die angebliche Kursentwicklung in einem gefälschten Trading-Konto verfolgen. Die dargestellten Gewinne sollen Vertrauen schaffen und dazu führen, dass immer mehr Geld investiert wird. Häufig sollen Gelder zunächst auf reale Krypto-Börsen überwiesen werden. Dabei unterstützen die Betrüger den Ablauf und fordern oft Fernzugriff auf Computer oder Smartphone. Über Programme wie "AnyDesk" oder "TeamViewer" erhalten sie Zugriff und können anschließend ohne weiteres Zutun der Geschädigten handeln.

Auszahlung scheitert oft an angeblichen Gebühren
Besonders problematisch wird es, wenn Betroffene ihr Geld auszahlen lassen wollen. Dann verlangen die Täter immer neue Gebühren oder brechen den Kontakt komplett ab. In manchen Fällen wird die Masche durch gefälschte Anwaltskanzleien oder durch Kreditverträge erweitert.

Tipps zum Schutz vor Anlagebetrug
Empfohlen wird, keine sensiblen Daten wie Online-Banking-Zugangsdaten preiszugeben und niemals Zugriff auf Rechner oder Smartphone zu gewähren. Vorsicht gilt bei Anzeigen mit übertriebenen Versprechungen sowie bei Investitionen, die ausschließlich in Kryptowährungen möglich sein sollen. Wer betroffen ist, sollte Anzeige bei der Polizei erstatten. Die Verbraucherzentrale bietet einen "Fake-Check Geldanlage" zur Prüfung unseriöser Anbieter. Informationen zu Trading-Plattformen liefert außerdem die Unternehmensdatenbank der BaFin. (PM/bearbeitet durch Red)


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