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Pressemitteilung vom 01.04.2026    

Modellprojekt zur schnellen Schlaglochbeseitigung im Westerwald und Rhein-Lahn-Kreis

Im Westerwald und Rhein-Lahn-Kreis startet ein innovatives Modellprojekt, das die Be-seitigung von Straßenschäden beschleunigen soll. Eine Kooperation zwischen den Ver-kehrsbehörden und dem Radsportteam "Equipe EuroDeK" verspricht eine deutliche Verbesserung der Verkehrssicherheit.

Eines von drei Kontroll-Teams der "Equipe EuroDeK", die ab dem 1. April im Rah-men eines Modellprojektes Straßenschäden an die zuständigen Behörden melden. (Foto: Uli Schmidt)

Westerwaldkreis/Rhein-Lahn-Kreis. Durch extreme Witterung wie Frost-Tau-Wechsel oder Hitze und oft hohe Verkehrsbelastung entstehen Straßenschäden wie Schlaglöcher, Risse oder Spurrillen. Besonders nach dem Winter 2025/2026 berichten in der Region Westerwald und Rhein-Lahn viele Verkehrsteilnehmer von einer massiven Zunahme der Schäden.

Besonders betroffen sind davon Radfahrende, die jedoch auf ein neues Modellprojekt der Verkehrsbehörden in Kooperation mit dem heimischen Radsportteam "Equipe EuroDeK" hoffen dürfen. Start ist am Mittwoch, 1. April 2026.

Für den verkehrssicheren Zustand der heimischen Straßen sind die jeweiligen Straßenbaulastträger verantwortlich. Doch bis diese unter Federführung des Landesbetriebes Mobilität (LBM) über deren Straßenmeistereien als nachgeordnete Dienststellen von den Frost- und Hitzeschäden erfahren und die Gefahrenstellen dann beseitigen, vergeht für Verkehrsteilnehmer und besonders Radfahrende, oft zu viel Zeit. Deshalb hat das Ministerium für Wirtschaft, Verkehr, Landwirtschaft und Weinbau des Landes Rheinland-Pfalz in Mainz die "Equipe EuroDeK" als Modellprojekt mit der Sofort-Meldung von aktuellen Straßenschäden beauftragt.

Vertraglich wurde vereinbart, dass die gemeldeten Löcher und Risse in den Straßen innerhalb von vier Wochen nach Meldung beseitigt sein müssen. Bei Nichteinhaltung wurde geregelt, dass in einen bei der Bundesanstalt für Straßen- und Verkehrswesen (BASt) eingerichteten Fonds für jede nicht fristgerecht beseitigte Gefahrenstelle 555 Euro vom zuständigen Straßenbaulastträger eingezahlt werden. Mit den Einnahmen sollen notwendige Projekte zur Verbesserung der Radinfrastruktur in der Region in Absprache mit dem LBM-Radverkehrsteam in Diez gefördert werden.



Kommunen, IG Bau und ADFC begrüßen Pilotprojekt
Von den Kommunen im Westerwald- und Rhein-Lahn-Kreis kommt dazu nur Lob und Anerkennung: "So schnell und unkompliziert sollte bei der Sicherung von Straßen und insbesondere dem Bau von Radwegen immer gehandelt werden", äußerte sich ein Ortsbürgermeister dazu. Begrüßt wird das Modellprojekt auch von der Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt (IG Bau), nach deren Ansicht das Beheben von Schlaglöchern und weiteren wetterbedingten Gefahrenstellen nicht auf die lange Bank geschoben werden sollte. "Denn Schlaglöcher werden von Winter zu Winter noch tiefer und gefährlicher", so der Sekretär des Bezirksverbandes Koblenz-Bad Kreuznach.

Dem stimmt auch die Kreisgruppe des Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Clubs (ADFC) im Westerwald zu und bittet, die mit der "Schlaglochmeldung" beauftragten Radsportler zu unterstützen: "Die Männer sind zwar schnell und oft auf ihren Rennrädern unterwegs, können aber auch nicht alle Straßen immer im Blick haben", so ein Vorstandsmitglied. Schlaglochmeldungen können ab dem 1. April per E-Mail an schlaglochmel-der@equipeEurodek.de erfolgen.

Typische Schadensbilder, die gemeldet werden sollen

Schlaglöcher: Diese entstehen, wenn Wasser in Risse eindringt, gefriert, sich ausdehnt und den Asphalt beim Auftauen aufsprengt.
Spurrillen: Verformungen durch schwere Fahrzeuge, oft verstärkt durch Sommerhitze.
Risse und Ausbrüche: Anzeichen für Materialermüdung oder mangelhafte Bindemittel.

(PM/Red)


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