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Pressemitteilung vom 24.03.2026    

Antwort auf Landrat-Schreiben: Weiterhin Geduld am Bahnübergang Marzhausen gefragt

Kurz nach Veröffentlichung des Schreibens von Landrat Dr. Peter Enders an den Konzernbevollmächtigten der Bahn in Sachen Oberwesterwaldbahn im Allgemeinen und Bahnübergang Marzhausen im Speziellen ist eine Antwort im Kreishaus eingegangen.

Stau am Bahnübergang Marzhausen (Foto: Kreisverwaltung Altenkirchen)

Region. Alle Pendler, die täglich hier auf der B 414 unterwegs sind, müssen nach Auskunft der Kreisverwaltung Altenkirchen wohl noch eine gewisse Zeit Geduld aufbringen, doch immerhin zeichne sich am Horizont eine Lösung ab.

Er könne den Unmut von Landrat Enders und allen Bürgern sehr gut nachvollziehen, schreibt der Konzernbevollmächtigte der Bahn, Ismail Ertug, als Antwort auf das Schreiben des Landrats (wir berichteten): "Der reguläre Betrieb auf der Strecke verläuft leider seit längerer Zeit unbefriedigend. In der Vergangenheit kam es wiederholt zu personellen Engpässen bei der Besetzung der Stellwerke – zwischenzeitlich hat sich diese Situation hier jedoch entschärft." Auch Weichenstörungen in den Kreuzungsbahnhöfen seien inzwischen abgestellt. Derzeit hätte noch sogenannte Vorsignaltafeln Einfluss auf die "Fahrdynamik" der Oberwesterwaldbahn, betroffen seien hier fünf Bahnhöfe. "Mit der Modernisierung der Signaltechnik durch Elektronische Stellwerke (ESTW) löst sich dieses Thema aber nach und nach auf", so der Bevollmächtigte.



Zum Bahnübergang Marzhausen teilt Ertug nach Angaben der Altenkirchener Kreisverwaltung mit, dass die DB InfraGO mit der Straßenverkehrsbehörde des Westerwaldkreises und dem Planer der Herstellerfirma weiter im Austausch stehe, um zu klären, wie hier eine 1:1-Erneuerung des Bahnübergangs regelkonform umgesetzt werden kann. Dazu benötige man eine 10-Jahres-Unfallstatistik, die keine Ereignisse im direkten Zusammenhang von stehenden Linksabbiegern und Bahnverkehr aufzeige. Diese sei bei der Polizeiinspektion Hachenburg angefordert.

"Alle Beteiligten gehen derzeit davon aus, dass dieses Kriterium erfüllt werden kann, da weder der Straßenverkehrsbehörde noch uns als Bahn solch ein Unfallgeschehen bekannt ist." Wenn diese Statistik vorliege, könnten Planung und anschließende Umsetzung beauftragt werden. "Dies kann nach Aussage der Herstellerfirma innerhalb von zwölf Wochen erfolgen", so der Konzernbevollmächtigte abschließend. (PM/red)


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