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Nachricht vom 24.03.2026    

Krimikomödie "Halbpension mit Leiche" begeistert Publikum in Rothenbach

Von Mariam Nasiripour

Fünf ehemalige Mörder, die zusammen eine Pension eröffnen. Ob das gut geht, zeigt das Petermännchen-Theater Westerburg in seinem neuen Stück "Halbpension mit Leiche". Die Premiere am vergangenen Samstag (21. März 2026) im kleinen Haus in Rothenbach war restlos ausverkauft. Regie führten Alex Groth und Saskia Wolf.

Impressionen. (Alle Fotos: Mariam Nasiripour)

Rothenbach. Die Krimikomödie "Halbpension mit Leiche" handelt von fünf mordlustigen Personen, die gemeinsam eine Gruppentherapie machen, um ihre Mordlust unter Kontrolle zu halten. Da ist Tantchen Schröder, die es nicht ertragen kann, Menschen traurig zu sehen. Also vergiftete sie diese und schickte sie prompt an einen "besseren Ort". Die Bardame Molly Biedermann dagegen reagiert allergisch auf betrunkene Menschen. Wer ihr mit einer Alkoholfahne zu nahekommt, kassiert schon mal einen heftigen Schlag mit der Flasche. Ähnlich geht es Horst Klotz, der bei der Farbe Rot wirklich rot sieht. Und wehe, wenn jemand Schmutz und Keime verbreitet, dann kennt Ingolf Kamp-Bornhofen keine Gnade. Keine Gnade lässt auch Jayashree Lohse bei Tierquälern und Tierhassern walten. Denen geht es dann an den Kragen.

So beschließen die fünf, ein neues Leben zu beginnen, und eröffnen zusammen eine Pension mit dem Namen "Fünf im Glück". Obwohl sie alle ein gemeinsames Ziel haben, könnten ihre Charaktere kaum unterschiedlicher sein. Sie alle haben ihre Ticks und Macken. Doch ihre schrullige Art macht sie auch sympathisch.

Überraschende Gäste
Die ersten Gäste der Pension sind zur Überraschung der Betreiber, ihre Therapeutin Dr. Silke Hufenreuther mit Ehemann Hajo Zeisig. Obwohl sich die Fünf alle erdenkliche Mühe geben, es den Gästen so schön und komfortabel wie möglich zu machen, läuft doch so einiges schief. Hinzu kommt das verdächtige Verhalten der Therapeutin, die mehrmals heimlich mit einer unbekannten Person telefoniert. Im Laufe des Stücks wird dem Zuschauer klar, dass sie etwas im Schilde führt und ihr Besuch in der Pension von langer Hand geplant hat. Zudem ist sie sehr angespannt und schluckt irgendwelche Tabletten.

Ausgerechnet jetzt meldet sich auch noch die Hotelprüferin zur Inspektion an. Als dann plötzlich die Therapeutin tot in der Lobby des Hotels liegt, ist das Chaos perfekt. Entdeckt wird sie von Ingolf, der mit der Situation komplett überfordert ist. Er macht sich viel mehr Sorgen um die Keime, die von der Leiche ausgehen, als um die Leiche selbst. Nach und nach wird die Leiche auch von den anderen Pensionsbetreibern entdeckt. So versuchen die Fünf, die Leiche loszuwerden, bevor diese von der Hotelprüferin bemerkt wird.



Wer hat die Therapeutin ermordet?
Doch wer hat Frau Dr. Silke Hufenreuther getötet? Die ehemaligen Mörder beginnen, sich gegenseitig zu verdächtigen. War es Tantchen? Oder vielleicht doch Ingolf? Doch keiner will es gewesen sein.

Ein Blick in die Zuschauerreihen zeigt, wie viel Spaß sie haben. Denn bei diesem Stück jagt ein Gag den nächsten. Kaum hat man sich die Lachtränen von den Augen gewischt, bricht der nächste Lachanfall wieder los. Das liegt nicht nur am hervorragend geschriebenen Stück, sondern auch an den Schauspielern des Petermännchen-Theaters Westerburg. Sie beherrschen ihr Handwerk perfekt, sind textsicher und verkörpern die Charaktere mit so einer Authentizität, dass der Zuschauer glaubt, sie seien die Charaktere, die sie spielen. Die Emotionen auf der Bühne springen auch auf den Zuschauer über.

Nach dem zweiten Akt gab es eine 20-minütige Pause, welche die Zuschauer für Snacks und Erfrischungen nutzen. Außerdem stand im Flur eine Tafel mit Fragen zum Mörder. Auf dieser Tafel konnten die Zuschauer ihren Tipp abgeben. Der dritte Akt und damit auch das Stück enden, wie es angefangen hat, mit der Gruppentherapie, aber diesmal haben die fünf Zuwachs bekommen. Doch mehr soll an dieser Stelle nicht verraten werden.

Weitere Termine
Das Stück wird an den kommenden drei Wochenenden aufgeführt: Samstag, 28. März, 11. und 18. April, sowie Sonntag, 29. März, 12. und 19. April, jeweils um 18 Uhr. Einlass ist eine Stunde vor Vorstellungsbeginn. (MN)


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