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Pressemitteilung vom 23.03.2026    

Gemeinsam gegen Rassismus: Selters setzt ein Zeichen

In Selters versammelten sich zahlreiche Kinder und Jugendliche auf dem Marktplatz, um ein starkes Signal gegen Rassismus zu senden. Der Aktionstag stand unter dem Motto "Die Würde des Menschen ist unantastbar" und bot vielfältige Mitmachaktionen sowie inspirierende Reden.

Ein voller Marktplatz am Aktionstag gegen Rassismus in Selters. Fotos: Eckhard Schneider

Selters. Der Marktplatz in Selters verwandelte sich in einen lebendigen Ort der Begegnung, als Kinder, Jugendliche, Schulklassen und Kitagruppen zusammenkamen, um an einem Aktionstag gegen Rassismus teilzunehmen. Mit den Worten "Halt mal die Klappe, wir singen jetzt unser Lied", stimmte eine Drittklässlerin entschlossen die Nationalhymne an - ein symbolträchtiger Moment für das Event.

Der Tag wurde von verschiedenen Einrichtungen wie Schulen, dem Seniorenzentrum St. Franziskus und dem Psychosozialen Zentrum aus Montabaur unterstützt, die Infostände und Mitmachaktionen anboten. Selim Özen vom Quartiersmanagement der Stadt Selters begrüßte die Besucher herzlich.

In ihren Ansprachen betonten die Redner die Bedeutung von Demokratie und Zusammenhalt. Stadtbürgermeister Rolf Jung erklärte, dass es keine bessere Staatsform als die Demokratie gebe, da sie die größten Freiheiten für den Einzelnen ermögliche. Er unterstrich die Aufgabe des Staates, die Würde jedes Menschen zu schützen.

Verbandsgemeindebürgermeister Oliver Götsch machte deutlich, dass das Motto des Tages nicht verhandelbar sei. Von rund 17.000 Einwohnern stammen mehr als 1.704 Menschen aus 77 Nationen, allein in Selters leben 682 Menschen aus 52 Ländern. "Rassismus und Ausgrenzung haben bei uns keinen Platz", betonte Götsch.



Kinder stellten den Bürgermeistern Fragen zur Bedeutung von Würde und ihrer Beteiligung an der Planung eines Bolzplatzes. Rolf Jung stellte ein Kinderparlament in Aussicht, falls sich engagierte junge Mitstreiter finden lassen.

Vertreter der Religionsgemeinschaften beteiligten sich ebenfalls. Andreas Kratz von der katholischen Pfarrei St. Anna und Imam Ayhan Karatay von der Ditib-Gemeinde hoben gemeinsame Werte hervor. Elftklässler der IGS präsentierten eine Performance über Ausgrenzung und Zusammenhalt. Zum Abschluss lud Grundschulleiterin Petra Edel dazu ein, mit Beethovens "Europahymne" ein weiteres Zeichen für Vielfalt, Einheit und Freiheit zu setzen. PM/Red


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