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Nachricht vom 21.03.2026    

Blick nach vorn: Warum die treue Bella ihr Herz noch einmal verschenken will

Das Rascheln im Unterholz lässt Bella für einen Moment innehalten. Die Ohren sind gespitzt, die Nase wandert prüfend in den Wind. Wer die hellwache Hündin heute durch das Siebengebirge streifen sieht, ahnt kaum, dass ihr Leben vor über zwei Jahren in einer einzigen Nacht in Trümmern lag. Ein Hausbrand nahm ihr damals nicht nur das gewohnte Dach über dem Kopf, sondern auch ihren wichtigsten Menschen.

Fotos: Tierschutz Siebengebirge, Antje Firmenich

Bad Honnef. Zwar retteten Einsatzkräfte Bella und ihr Frauchen aus den Flammen, doch das Schicksal wog schwer: Ihr Frauchen verstarb kurz nach der Rettung. Für die Hündin blieb eine Lücke zurück, die sich bis heute nicht geschlossen hat.

Seit jenem Tag wartet die 13-jährige Seniorin in einer Pflegestelle des Tierschutz Siebengebirge. Sie ist eine von vielen - in den Tierheimen warten tausende Tiere sehnlichst auf eine zweite Chance. Oft haben sie ihr Zuhause ganz unverschuldet verloren und verstehen die Welt nicht mehr, wenn sie plötzlich allein sind.

Bereits in einem früheren Artikel haben wir über Bellas Schicksal und den schweren Verlust durch den Hausbrand berichtet - doch die Suche nach ihrem großen Glück geht weiter.

Adoptieren statt Kaufen: Eine Entscheidung des Herzens
Ein Tier zu adoptieren, ist weit mehr als nur eine "Anschaffung"; es ist eine bewusste Entscheidung, das Leben eines Schützlings zum Guten zu wenden. "Tiere sind für uns keine Ware, die man nach Trends oder dem perfekten Aussehen aussucht", erklärt eine Tierpflegerin. "Sie bringen ihre ganz eigene Geschichte mit. Wer sich für die Adoption entscheidet, übernimmt Verantwortung für ein Lebewesen, das oft ein "Lebens-Köfferchen" voller Erfahrungen trägt - und als Antwort auf diese Chance eine besonders tiefe Dankbarkeit zeigt."

Fernab von Idealen oder Perfektion geht es hier vielmehr darum, einem Hund bis zuletzt ein verlässlicher Partner zu sein und seinen ganz eigenen Charakter schätzen zu lernen.

Die Sehnsucht nach der Hand am Kopf
Bella nimmt das Wort Zugehörigkeit sehr wörtlich. In ihrem früheren Leben gehörte das Alleinsein nie zu ihrem Alltag; ihr Frauchen war ihr ständiger Fixpunkt. Diese tiefe Prägung bestimmt ihr Wesen bis heute. Sie sucht den direkten Anschluss an ihre Menschen und genießt jede Form der Zuwendung.



Ein Haushalt, in dem vielleicht mehrere Generationen unter einem Dach leben und fast immer jemand Zeit für eine Krauleinheit hat, wäre ideal für Bella.

Trotz ihrer 13 Jahre zeigt Bella eine beachtliche Lebensfreude. Sie genießt ihre Spaziergänge und freut sich über "sportliche Füße", die mit ihr gemeinsam die Natur erkunden. Dabei offenbart sie eine aufmerksame Seite: Kreuzt eine Katze den Weg, reagiert Bella sofort mit einer Dynamik, die man einer Seniorin kaum zutrauen würde.

In ihrem neuen Revier möchte sie dennoch die einzige Vierbeinerin sein; auf Mitbewohner wie Katzen oder kleine Hunde verzichtet sie lieber.

Endlich heimkommen
Die Hündin wartet geduldig, doch die Sehnsucht nach einem festen Platz ist in jedem ihrer Blicke spürbar. Interessierte können Bella persönlich kennenlernen und sich direkt an das Team des Tierschutz Siebengebirge wenden. Ein erstes Beschnuppern ist nach Absprache möglich, um in Ruhe herauszufinden, ob die Chemie zwischen Mensch und Hund stimmt.

Kontaktmöglichkeiten:

E-Mail: hunde@tierschutz-siebengebirge.de
Telefon: 02224-9803216

Weitere Informationen sind auf der Website des Tierschutzvereins zu finden.

Es sind die kleinen, unbezahlbaren Momente - das erste vorsichtige Wedeln oder das tiefe Seufzen beim Einschlafen in Sicherheit -, die den Alltag mit Bella so wertvoll machen. Sie hofft darauf, dass ihr Name bald wieder in einem festen Zuhause gerufen wird.

Ein Herz für alle "Felle"
Während Bella im Siebengebirge auf ihre Menschen wartet, suchen zeitgleich unzählige andere Tiere nach einem festen Platz. Die Palette der Schützlinge im Tierschutz ist groß: Sie reicht vom Wellensittich bis zum Senior-Hund. Oft stehen diese Tiere vor der Herausforderung, dass ihr bisheriger Lebensweg abrupt endete und sie sich nun an neue Abläufe gewöhnen müssen.

Das Ziel der Tierschutzvereine ist es, diese Phase der Ungewissheit so kurz wie möglich zu halten und für jedes Tier - egal ob befiedert oder vierpfotig - wieder eine stabile Umgebung zu finden. (Red)


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