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Pressemitteilung vom 19.03.2026    

Hausärzte in Rheinland-Pfalz kritisieren Grippeimpfstoff-Bestellfrist

Der Hausärzteverband Rheinland-Pfalz äußert scharfe Kritik an der Bestellfrist für Grippeimpfstoffe, die vom Paul-Ehrlich-Institut vorgegeben wird. Die Forderung sorgt bei den Hausärzten für Unmut und wirft Fragen zur praktischen Umsetzbarkeit auf.

(Foto: Stephan Jansen/dpa)

Rheinland-Pfalz. Der Hausärztinnen- und Hausärzteverband Rheinland-Pfalz lehnt die Forderung des Paul-Ehrlich-Instituts (PEI) ab, wonach Hausärzte bis Ende des Monats Grippeimpfstoffe bestellen sollen. Der Verband erklärt, dass es für keine Praxis möglich sei, seriös zu kalkulieren, wie viele Patienten in der nächsten Saison zur Grippeimpfung kommen werden. Das PEI, eine Bundesbehörde zuständig für Impfstoffe, betont jedoch, dass die Bestellungen der Ärztinnen und Apotheken bis Ende März notwendig seien, um eine bedarfsgerechte Planung sicherzustellen, da die Herstellung der Impfstoffe mehrere Monate dauere.

Barbara Römer, Vorsitzende des Hausärzteverbands, widerspricht dieser organisatorischen Begründung und verweist auf die Realität des Praxisalltags in Deutschland. Sie hebt hervor, dass das breite Angebot an Impfstellen - neben Hausärzten auch Apotheken und Betriebsärzte - es den Praxen unmöglich mache, den Bedarf genau zu kalkulieren. Römer schlägt vor, bundesweite Datenbanken mit Informationen über Risikogruppen zur Ermittlung des Bedarfs zu nutzen. Zudem könnten die bei den Kassenärztlichen Vereinigungen vorhandenen Impfzahlen der gesetzlich Versicherten aus vergangenen Quartalen hilfreich sein.



Römer macht deutlich, dass die Sicherstellung einer ausreichenden Verfügbarkeit von Impfstoffen nicht in den Aufgabenbereich der Hausärzte fällt. "Wir Ärztinnen und Ärzte sind dafür verantwortlich, dass auf Freiwilligkeit beruhend möglichst viele Impfstoffe in möglichst vielen Oberarmen landen", betont sie. (dpa/bearbeitet durch Red)


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