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Nachricht vom 16.03.2026    

"Brass Band Hessen" gab ein mitreißendes Konzert in Westerburg

Von Wolfgang Rabsch

Johannes Schmidt vom Kulturbüro der Verbandsgemeinde Westerburg hatte das richtige Näschen, als es ihm gelang, die “Brass Band Hessen“ für ein Konzert in Westerburg zu gewinnen.

Fotos: Wolfgang Rabsch

Westerburg. Die “Brass Band Hessen“ genießt im angrenzenden Bundesland einen hervorragenden Ruf, so wurde es endlich Zeit, die Formation im Westerwald vorzustellen. Im Westerwald existieren viele Musikvereine, die in erster Linie Blasmusik traditioneller Art im Programm haben und damit ihre Fans begeistern.
Nach der Begrüßung der Besucher in der Stadthalle durch Johannes Schmidt, der zudem das Publikum auf ein besonderes Konzert einschwor, startete das Programm. Die Brass Band wurde mit freundlichem, langanhaltendem Beifall begrüßt, als die Musiker die Bühne betraten. Der überaus freundliche Empfang spiegelte auch die Vorfreude auf das Konzert wider, konnte auch als Vorschusslorbeeren betrachtet werden.

Das musikalische Programm des Konzerts
An dieser Stelle wird zunächst das komplette Programm vorgestellt:
Arsenal -> Jan van der Roost
Firebirds -> Randall Standridge, arr. Hans-Reiner Schmidt
Heroes of my Life -> Hans-Reiner Schmidt
Frankfurter Skizzen -> Hans-Reiner Schmidt
The Ludlows -> James Horner, arr. Hans-Reiner Schmidt
Hope ahead -> Brian Balmages, arr. Hans-Reiner Schmidt
Von guten Mächten -> Siegfried Fietz, arr. Hans-Reiner Schmidt
With Joy into the Spring -> James Swearingen, arr. Hans-Reiner Schmidt
Zugabe: Amparito Roca, Jaime Texidor

Nach dem ersten Stück betrat Simon Dillmann die Bühne, um die Moderation zu übernehmen und durch das Programm zu führen. Er ist der Manager der Brass Band und als Moderator dazu prädestiniert, aus dem Nähkästchen zu plaudern. Dabei war er sehr eloquent und unterhaltsam, so dass man ihm gerne zuhörte. Dillmann dankte Johannes Schmidt für die große Unterstützung, die der Brass Band in Westerburg entgegengebracht wurde. Wörtlich sagte er: “Johannes, wir kommen ja viel rum, aber diese Gastfreundschaft und Unterstützung, die wir hier in Westerburg erleben durften, war schon außerordentlich. Dafür nochmals herzlichen Dank“.

Simon Dillmann erklärte zu Beginn seiner Moderation, was Brass bedeutet und wie es entstanden ist. “Brass Band“ stammt aus dem Englischen und bedeutet In der Übersetzung Blechkapelle, ist also eine Blasmusik-Formation, in der ausschließlich Blechinstrumente gespielt werden. Die ersten Brassbands entstanden ab 1830 in den englischen Kohlebergwerken und konnte sich danach auch in Westeuropa etablieren.



Zum besseren Verständnis wird an dieser Stelle die Besetzung der Brass Band erwähnt und welche Blechinstrumente zum Einsatz kamen: 27 Blechbläser, 4 Schlagzeuger, 1 Sopran Kornett, 9 B-Kornette, 1 Flügelhorn, 4 Althörner,2 Baritonhörner, 2 Euphonien, 4 Posaunen, 4 Tuben.

Hans-Reiner Schmidt – ein Leben für die Musik
Bevor zum eigentlichen Konzert übergegangen wird, ist es zwingend erforderlich, denjenigen zu nennen und zu würdigen, der als künstlerischer Leiter die von ihm gegründete Brass Band Hessen prägt: Hans-Reiner Schmidt. Durch seine maßgeschneiderten Arrangements und Kompositionen verleiht er der Brass Band ein unverwechselbares Gesicht. Schmidt ist vielfacher Preisträger bedeutender Musikpreise und war Mitglied in der Blaskapelle von “Ernst Mosch und seinen Original Egerländer Musikanten“, zudem begleitete er auch Udo Jürgens bei dessen Tourneen. In seiner Vita wird Schmidt als “musikalischer Wolperdinger“ bezeichnet – das bedeutet, dass er Klassik oder Volksmusik, Jazz oder Pop zum Besten geben kann, je nach Bedarf.

Die Musiker der Brass Band wussten, wer vor ihnen stand, und folgten bedingungslos seinem Dirigat. Ihm entging nichts, er achtete auf exakte Einsätze der betreffenden Instrumente, ließ dabei die anderen Musiker nicht aus dem Auge. So entstand ein positives Spannungsfeld zwischen der Band und ihren Chef, das während des gesamten Konzerts anhielt.

Frankfurt bei Tag und bei Nacht musikalisch beschrieben
Es können nicht alle aufgeführten Stücke beschrieben werden, aber “Frankfurter Skizzen“, ein etwas 15-minütiges Stück, machte fast atemlos. In der Vorankündigung durch Simon Dillmann beschrieb dieser, wie der Tagesablauf in der Großstadt Frankfurt musikalisch dargestellt wird. Das Tempo und die Energie der Brass Band passten sich gut erkennbar der jeweiligen Tageszeit an. Vom langsamen Erwachen der Großstadt bis zum Beginn der Rush Hour, der hektischen Betriebsamkeit während des Tages, der wieder folgenden Rush Hour zum Feierabendverkehr, das einsetzende Nachtleben bis hin wieder zur Ruhe, wurde der Bogen dargestellt, dem das Publikum fasziniert folgte.

Das Konzert hielt, was Johannes Schmidt und Simon Dillmann eingangs versprachen. So war es selbstverständlich, dass die Brass Band Hessen nicht ohne eine Zugabe von der Bühne gelassen wurde und des Weiteren mit Standing Ovations und großen Beifall belohnt wurden.


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