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Pressemitteilung vom 13.03.2026    

Leichte Zunahme der Straftaten im Westerwald und Rhein-Lahn-Kreis

Die Polizeidirektion Montabaur hat ihre Kriminalstatistik für das Jahr 2025 veröffentlicht. Die Daten geben Aufschluss über die Entwicklung der Kriminalität in der Region. Ein Blick auf die Zahlen zeigt, welche Delikte besonders ins Auge fallen.

Symbolfoto

Montabaur. Die Polizeidirektion Montabaur hat im Jahr 2025 insgesamt 13.386 Straftaten in ihrem Zuständigkeitsbereich registriert, was einem Anstieg um 60 Fälle im Vergleich zum Vorjahr entspricht. Entgegen ersten Meldungen erhöhte sich die Aufklärungsquote nicht, sondern blieb im Mittel der vergangenen fünf Jahre nahezu unverändert bei 67,4 Prozent.

Die Zahl der Rohheitsdelikte blieb nahezu unverändert, wobei die Aufklärungsquote bei beachtlichen 91,5 Prozent liegt. Körperverletzungen machen mit 59,3 Prozent den größten Anteil dieser Delikte aus. Bei den Sexualstraftaten wurde ein Anstieg um 76 auf 468 Fälle verzeichnet. Die Aufklärungsquote blieb mit 86,5 Prozent hoch.

Im Jahr 2025 kam es zu mehreren Kupferdiebstählen in Solarparks in Langenhahn und Nomborn. Auch Diebstähle auf Friedhöfen nahmen stark zu, besonders im Bereich der Polizeiinspektionen Montabaur, Westerburg und Hachenburg. Um diese Delikte zu bekämpfen, wurden verstärkte Streifen- und Kontrollmaßnahmen eingeführt.

Die Zahl der Wohnungseinbruchsdiebstähle stieg auf 227 Fälle an. Im Westerwaldkreis wurden 150 Fälle gemeldet, im Rhein-Lahn-Kreis 77. Durch die Arbeit einer seit Dezember 2024 eingerichteten Ermittlungsgruppe konnten zwei Tätergruppierungen ermittelt werden. Die Aufklärungsquote stieg auf 22,9 Prozent. Präventionsarbeit bleibt ein wichtiger Bestandteil zur Bekämpfung dieser Delikte. Informationen sowie Präventionstipps zum Schutz vor Wohnungseinbruch finden Interessierte auf der Webseite der Polizei RLP.

Die Fallzahlen der Rauschgiftdelikte gingen um 261 Fälle auf 725 zurück, wobei die Legalisierung von Cannabis im Jahr 2024 als ausschlaggebend gilt. Die Aufklärungsquote stieg auf 94,6 Prozent. Bei betrügerischen Schockanrufen blieben die Fallzahlen konstant hoch, jedoch konnten zwei Täter festgenommen werden.



Die Polizei gibt wichtige Präventionstipps, um Bürger vor solchen Betrugsmaschen zu schützen:

- Legen Sie sofort auf! Das ist nicht unhöflich, sondern ermöglicht Ihnen, durchzuatmen und sich gedanklich neu zu "sortieren".
- Kontaktieren Sie eine Person Ihres Vertrauens unter einer nur Ihnen bekannten Telefonnummer.
- Geben Sie niemals Informationen über Ihre persönlichen und finanziellen Verhältnisse preis.
- Übergeben oder überweisen Sie niemals Geld bzw. Wertgegenstände an Unbekannte.
- Informieren Sie sofort die Polizei über die 110, wenn Ihnen ein Anruf verdächtig vorkommt.
- Wenden Sie sich auf jeden Fall an die Polizei, wenn Sie Opfer geworden sind.
- Vereinbaren Sie innerhalb der Familie oder mit weiteren Angehörigen und Freunden ein Kennwort zur Identifizierung am Telefon

Zusammenfassend ergibt sich für 2025 die nachfolgende Deliktsverteilung: Den größten Anteil bilden sonstige Straftatbestände (StGB) mit 25 Prozent, gefolgt von Rohheitsdelikten und Straftaten gegen die persönliche Freiheit mit 22 Prozent. Vermögens- und Fälschungsdelikte machen 16 Prozent des Aufkommens aus, während auf den Diebstahl ohne erschwerende Umstände (§§ 242, 247, 248a-c StGB) 14 Prozent entfallen. Der Diebstahl unter erschwerenden Umständen gemäß §§ 243-244a-c StGB schlägt mit sieben Prozent zu Buche. Ergänzt wird die Statistik durch strafrechtliche Nebengesetze mit acht Prozent, Rauschgiftdelikte (soweit nicht bereits mit einer anderen Schlüsselzahl erfasst) mit fünf Prozent sowie Straftaten gegen die sexuelle Selbstbestimmung insgesamt mit einem Anteil von drei Prozent.

Ergänzend wird auf die Veröffentlichung der Polizeilichen Kriminalstatistik des Polizeipräsidiums Koblenz vom 10. März (Die Kuriere berichteten) sowie auf die Veröffentlichung des Ministeriums des Innern und für Sport vom 09. März verwiesen. (PM/Red)


Mehr dazu:   Blaulicht  
Lokales: Montabaur & Umgebung
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