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Pressemitteilung vom 13.03.2026    

Graues Langohr in Gefahr: NABU kämpft um den Erhalt der Fledermausart

Das Graue Langohr, eine seltene Fledermausart, steht in Rheinland-Pfalz unter besonderem Schutz. Der NABU setzt sich intensiv für ihren Erhalt ein, da die Bestände in den letzten Jahren stark zurückgegangen sind.

Foto: Jürgen Paul Lorenzen

Mainz. Der Naturschutzbund (NABU) Rheinland-Pfalz engagiert sich für den Erhalt bedrohter Arten, darunter das Graue Langohr. Diese stark gefährdete Fledermausart zieht ihre Jungen bevorzugt in oder an Gebäuden auf, vor allem in Kirchen. Weder Orgelklänge noch Glockengeläut scheinen die Tiere zu stören. Katharina Schritt von der Koordinationsstelle Fledermausschutz Rheinland-Pfalz erklärt: "Der Koordinationsstelle Fledermausschutz Rheinland-Pfalz liegen 112 historische Nachweise von Wochenstuben des Grauen Langohrs, das sind die Quartiere, in denen die Weibchen ihre Jungen zur Welt bringen, vor. Bis 1999 befanden sich 83 Prozent davon in Sakralbauten."

Die Bestände des Grauen Langohrs sind vielerorts stark zurückgegangen. In einer großen Wochenstube sank die Anzahl der erwachsenen Weibchen von 180 im Jahr 1995 auf nur noch 28 im Jahr 2023. Um die aktuelle Situation zu verstehen, wurden über 800 historische Artnachweise und Quartierdaten gesammelt. Im Jahr 2025 konnten bereits 53 Gebäude ehrenamtlich überprüft werden, wobei derzeit nur noch 30 Wochenstuben sicher nachgewiesen sind. Dabei fiel auf, dass der Anteil der Quartiere in Kirchen gesunken ist, während Privathäuser zunehmend wichtiger werden. Steffen Glombitza, Umweltbeauftragter der Diözese Speyer, äußert: "Ich würde mir wünschen, dass es vor Ort mehr Menschen gibt, die sich kundig machen, denn dieser bedrohten Art ist mit einfachen Mitteln Schutz zu schenken. Das entspricht meinem christlichen Verständnis."



Das Projekt wird fortgeführt, und viele Altdaten werden weiterhin geprüft. Unterstützer sind willkommen, Vorkenntnisse sind nicht erforderlich. Die Koordinationsstelle Fledermausschutz Rheinland-Pfalz bietet Einführung und fachliche Begleitung an. (PM/Red)


Mehr dazu:   Naturschutz  
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