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Pressemitteilung vom 11.03.2026    

Nentershausen: Jahrzehntealte Debatte um Ortsumgehung geht weiter

In Nentershausen fand ein wichtiges Gespräch zur seit Langem diskutierten Ortsumgehung statt. Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder, Bürgermeister Ulrich Richter-Hopprich und der Ortsgemeinderat trafen sich auf Initiative der Landtagsabgeordneten Jenny Groß. Die Anwesenden erörterten die Herausforderungen und den aktuellen Stand der Planungen.

Sitzung in Nentershausen. (Foto: Marcel Willig)

Nentershausen. Die Verkehrssituation in der Ortsdurchfahrt von Nentershausen stellt für viele Bürger eine erhebliche Belastung dar. Besonders bei Störungen oder Baustellen auf der Autobahn wird der Ort stark vom Durchgangsverkehr belastet. Eine Umgehungsstraße gilt daher seit Langem als wichtiger Schritt zur Entlastung des Ortskerns und zur Verbesserung der Verkehrssicherheit.

Seit mehr als 65 Jahren warten die Einwohner auf eine Lösung entlang der Landesstraße 318. Trotz der Dringlichkeit wurde das Projekt bislang nicht umgesetzt. Bereits im Jahr 2024 hatte Jenny Groß die rheinland-pfälzische Verkehrsministerin Daniela Schmitt nach Nentershausen eingeladen, um ihr die Situation vor Ort zu verdeutlichen und den Handlungsdruck zu unterstreichen.

Jenny Groß hat sich auch über parlamentarische Wege für Fortschritte eingesetzt. In zahlreichen Kleinen Anfragen an die Landesregierung wurde der aktuelle Stand der Planungen abgefragt. Dennoch entstand bei vielen Beteiligten vor Ort der Eindruck, dass das Projekt eher verzögert als aktiv vorangetrieben wird.

Keine schnelle Lösung in Sicht
Im Gespräch mit dem Bundesverkehrsminister wurde deutlich, dass sich das Projekt weiterhin in einer frühen Planungsphase befindet. Verschiedene Varianten für eine mögliche Trassenführung werden derzeit geprüft. Dabei spielen Fragen der Verkehrsführung, der Anbindung an bestehende Straßen sowie mögliche Auswirkungen auf die Umgebung eine Rolle. Auch naturschutzrechtliche Anforderungen und die Finanzierung müssten berücksichtigt werden.



Ein weiterer Punkt des Austauschs war der aktuelle Stand der Vorplanungen. Frühere Ansätze gelten inzwischen als überholt und entsprechen nicht mehr den heutigen Anforderungen an Verkehrsplanung und Umweltprüfung. Daher werden neue Varianten untersucht, um eine tragfähige Lösung für die Region zu entwickeln.

Jenny Groß sagte ihre Unterstützung zu
Ortsbürgermeister Tobias Reusch dankte für den direkten Austausch vor Ort und betonte, dass die Gemeinde künftig regelmäßige Informationen über den Fortschritt der Planungen wünscht. Jenny Groß sagte ihre Unterstützung für den weiteren Prozess zu und hob die Bedeutung eines engen Austauschs zwischen Kommune, Land und Bund hervor, um bei diesem wichtigen Infrastrukturprojekt voranzukommen. (PM/Red)


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