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Pressemitteilung vom 11.03.2026    

Hunderte Besucher erleben die "Wahltour" in Westerburg

Am 22. März 2026 steht die Landtagswahl in Rheinland-Pfalz bevor. Um die Bürger zur Teilnahme zu motivieren, machte die "Wahltour" der Landeszentrale für politische Bildung unter anderem Halt auf dem Marktplatz in Westerburg. Hunderte Menschen nutzten die Gelegenheit, sich über politische Themen auszutauschen.

Viele Jugendliche informierten sich. (Foto: Peter Bongard)

Westerburg. Am 22. März wird in Rheinland-Pfalz ein neuer Landtag gewählt. Die "Wahltour", eine Aktion der Landeszentrale für politische Bildung und des Landtags, möchte Lust aufs Wählen machen. Auf dem Westerburger Marktplatz erlebten mehrere Hundert Besucher, wie viel Spaß Demokratie machen kann.

Die Regionale Diakonie Westerwald Rhein-Lahn hat die Aktion in Westerburg koordiniert. Die organisatorischen Fäden liefen bei den Mitarbeitern Karin Klein und Kai Zander zusammen. "Der Tag soll Menschen miteinander ins Gespräch bringen - auch wenn sie unterschiedliche Ansichten haben", sagt Karin Klein. Kai Zander freut sich zudem, dass viele Jugendliche vor Ort waren. "Die Wahltour soll gerade ihnen zeigen, dass ihre Belange gehört werden und Demokratie von Beteiligung lebt."

Auch wenn keine Parteistände vor Ort waren, gab es viele Möglichkeiten zu anregenden Gesprächen auf dem Westerburger Marktplatz. Ein knappes Dutzend Stände lud die Gäste zum Mitdiskutieren, Mitdenken und Mitmachen ein. Den klanglichen Rahmen gestalteten die Musiker Anatoll und Dieter Meurer.

Herzstücke des Aktionstags

Die Herzstücke des Aktionstags waren der Demokratiestand des rheinland-pfälzischen Landtags und der "Wahl-O-Mat zum Aufkleben" zur Landtagswahl 2026. An ihm konnten die Besucher mit Klebestickern zeigen, wie sie zu Fragen wie dem Handyverbot an Schulen, dem Erhalt von Dorfkneipen, der Förderung der freien Kulturszene, dem Wahlrecht ab 16 oder der militärischen Forschung stehen. Am Ende hatten sie die Möglichkeit, die eigenen Positionen mit denen der jeweiligen Parteien zu vergleichen. "Manche Fragen sind aus unserer Perspektive zwar schwer zu verstehen, aber der Wahl-O-Mat bietet trotzdem eine gute Orientierung." Nina Dürr von der Landeszentrale für politische Bildung beobachtet, dass der Wahl-O-Mat zum Aufkleben gerade bei jungen Menschen beliebt ist. "Er wird hervorragend angenommen und sorgt für lebhafte Diskussionen. Die Jugendlichen fragen sich untereinander, wie sie zu bestimmten Themen stehen - und natürlich auch, was der oder die andere wählen würde." Der Wahl-O-Mat steht auch online zur Verfügung (wir berichteten).



Ralph Schrader, Mitarbeiter des Landtags, freut sich ebenfalls über die große Resonanz der "Wahltour" - besonders in einer kleineren Stadt wie Westerburg. "Rheinland-Pfalz ist zum Großteil vom ländlichen Raum geprägt. Deshalb ist uns die Kooperation mit Schulen, Einrichtungen und bürgerschaftlichen Initiativen gerade in solchen Regionen wichtig. Wir wollen zeigen, dass wir ansprechbar sind. Ob in der Stadt oder auf dem Land."

Religionsfreiheit
Eine Offenheit, die an allen Ständen zu spüren ist - auch an dem der Ahmadiyya Muslim Jamaat Gemeinde: "Uns sind Integration, Transparenz und das friedliche Miteinander wichtig", sagt deren Sprecher Rashid Mahmood und glaubt, dass Demokratie auch dafür steht. "Integration kann nur funktionieren, wenn Menschen mehr voneinander wissen und Verständnis füreinander haben."

Die kirchlichen Einrichtungen sind an diesem Tag ebenfalls in Westerburg vertreten. "Der Mensch ist würdevoll von Gott geschaffen", sagt Pastoralreferentin Dorothee Bausch von der Katholischen Pfarrei Liebfrauen Westerburg. "Das ist ein Wesen der Demokratie: die Menschenwürde anzuerkennen." Der evangelische Pfarrer Maic Zimmermann stimmt ihr zu: "Die Demokratie ist das beste politische System, das wir haben. Sie ermöglicht es uns, dass Menschen in aller Freiheit ihre Religion ausüben können."

Dass demokratische Entscheidungen auch Spaß machen können, zeigt das Wahl-Gym mitten auf dem Marktplatz: An ihm treffen die Gäste blitzschnelle Entscheidungen, während sie Gewichte stemmen. Menschen treffen tagtäglich Hunderte Entscheidungen, sagt Ellie Rohleder, die den Stand betreut. "Wir wollen den Leuten zeigen, dass sie am 22. März tatsächlich die Wahl haben und sie mit ihrer Stimme etwas verändern können, und es sich lohnt, diese Möglichkeit zu nutzen." (PM/Red)


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