Pressemitteilung vom 11.03.2026 
Rheinland-Pfalz: Bauern- und Winzerverband fordert radikale Verwaltungsreform
Nach dem TV-Duell der Ministerpräsidentenkandidaten in Rheinland-Pfalz äußert sich Marco Weber, Präsident des Bauern- und Winzerverbandes Rheinland-Nassau, enttäuscht über den fehlenden Reformwillen. Er fordert drastische Maßnahmen zur Verschlankung der Verwaltung.
Koblenz. Marco Weber, Präsident des Bauern- und Winzerverbandes Rheinland-Nassau, fordert eine umfassende Verwaltungsreform in Rheinland-Pfalz. Nach dem TV-Duell zwischen Alexander Schweitzer (SPD) und Gordon Schnieder (CDU) (wir berichteten) zeigt er sich enttäuscht über den mangelnden Reformwillen der Kandidaten.
"Das war ein Duell ohne Feuer und ohne Reformideen", kritisiert Weber. Weder Schnieder noch Schweitzer hätten Bereitschaft gezeigt, mutige Schritte in Richtung eines schlanken, effizienten Staates zu unternehmen.
Leere Versprechen gab es bereits genug
Weber fordert eine grundlegende Neuordnung der öffentlichen Verwaltung, insbesondere der Agrarverwaltung, die von vielen landwirtschaftlichen Betrieben als bürokratisches Hindernis empfunden wird. "Wir brauchen weniger Papier, weniger Paragraphen und mehr Pragmatismus", so Weber. Sollte die Politik nicht in der Lage sein, Bürokratie abzubauen, schlägt er einen klaren Mechanismus vor: Jährlich zehn Prozent weniger Gesetze, Verordnungen und Verwaltungspersonal. Eine Rasenmäher-Methode sei ehrlicher als das ständige Gerede von "Entbürokratisierung", das letztlich niemand mit Herzblut angehe.
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Appell für weniger Vorschriften
Weber appelliert an die zukünftige Landesregierung, parteiübergreifend einen Reformkurs einzuschlagen. "Wir benötigen keine neuen Versprechen, sondern weniger Vorschriften. Das wäre die beste Unterstützung für alle, die in diesem Land hart arbeiten", betont er. Eine staatliche Selbstverpflichtung zum deutlichen Bürokratieabbau oder die Abschaffung von Gesetzen und Auflagen nach strengen Vorgaben würde seiner Meinung nach ein starkes Zeichen setzen. (PM/Red)
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