Pressemitteilung vom 06.03.2026 
Erinnerungen an das schwere Busunglück bei Höchstenbach
In Höchstenbach bleibt das tragische Busunglück von 1955 unvergessen. Zeitzeugen berichten bei einer Veranstaltung der Reihe "Schmerzpunkte" von ihren Erlebnissen und Eindrücken des Unglückstages.
Höchstenbach. Das Busunglück, das sich am 1. Juni 1955 auf der B8 ereignete, ist auch nach mehr als 70 Jahren noch tief im Gedächtnis vieler Höchstenbacher verankert. Bei der Veranstaltung "Schmerzpunkte" am alten Schullandheim berichteten Zeitzeugen von den erschütternden Ereignissen jenes Tages. Eine Teilnehmerin schilderte, wie ihre Nachbarin mit blutverschmierter Kleidung von der Unfallstelle zurückkehrte, nachdem sie Erste Hilfe geleistet hatte. Eine andere erinnerte sich daran, wie die 18 Särge der Opfer durch das Dorf gefahren wurden, gefolgt von trauernden Angehörigen.
Der laute Knall, als der Bus mit 40 Ausflüglerinnen gegen einen Baum prallte, hallt noch immer in den Erinnerungen der Anwesenden wider. Das alte Schullandheim, das infolge des Unglücks errichtet wurde, bot den Rahmen für eine halbstündige Rückschau auf die Geschehnisse. Pfarrerin Elisabeth Huhn lud anschließend zu einer Andacht ein, in der sie Fragen nach Schuld, Vergebung und Hoffnung aufwarf.
Weitere Termine
Im Rahmen der Passionszeitreihe "Schmerzpunkte", organisiert von der evangelischen Erwachsenenbildung des Dekanats und der Pfarrei Liebfrauen Westerburg, sind jeweils donnerstags weitere Termine geplant. Am 12. März wird auf dem jüdischen Friedhof in Gemünden um 17 Uhr an die Schändung der Grabstätten 1932 erinnert. Am 19. März informiert Reiner Kuhmann um 19 Uhr am Parkplatz Hofwiese in Westerburg über Drogenproblematiken im Westerwald, während am 26. März Dorothee Bausch vor der Christkönigkirche Westerburg um 19 Uhr die Umnutzung kirchlicher Gebäude thematisiert.
Die Veranstaltungen sind kostenfrei und ohne Anmeldung zugänglich. (PM/Red)
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