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Pressemitteilung vom 04.03.2026    

Rhenser Mineralbrunnen meldet Insolvenz an

Der Rhenser Mineralbrunnen steht vor einer doppelten Herausforderung: Das Unternehmen hat Insolvenz angemeldet, während es gleichzeitig den Verlust seines Geschäftsführers Christian Berentzen betrauert. Wie geht es nun weiter für die Traditionsfirma?

Symbolbild (Foto: Pixabay)

Rhens. Der Rhenser Mineralbrunnen hat Insolvenz angemeldet. Dennoch sind die Löhne und Gehälter der 140 Beschäftigten für die nächsten drei Monate, bis Mai, gesichert. Außerdem laufen, laut dem vorläufigen Insolvenzverwalter gegenüber dem SWR, der Betrieb und die Abfüllanlagen vorerst uneingeschränkt weiter. Die Gründe für die finanzielle Schieflage liegen in gestiegenen Transportkosten und einer zurückhaltenden Konsumentenstimmung. Ziel der Insolvenz ist es, das Unternehmen zu stabilisieren und langfristig zu erhalten.

Das Traditionsunternehmen füllt seit 1862 Mineralwasser ab und hat sein Sortiment mittlerweile um Apfelschorle und andere Erfrischungsgetränke erweitert. Die Auslieferung an Kunden sei weiterhin sichergestellt, heißt es.

Verlust des Geschäftsführers Christian Berentzen
Mitte Februar verstarb Geschäftsführer Christian Berentzen unerwartet im Alter von 60 Jahren. Gemeinsam mit seinem Bruder Friedrich hatte er das Unternehmen 2017 aus der Insolvenz geführt und strategisch neu ausgerichtet. Nach dem Tod seines Bruders übernahm Christian Berentzen die alleinige Geschäftsführung und führte den eingeschlagenen Kurs fort. Unter seiner Leitung wurde die Marke "Koblenzer" 2024 erfolgreich integriert.



Die Gesellschafterfamilien Berentzen und Königs stehen in engem Austausch mit der operativen Führung des Unternehmens. Prokuristen Sabrina Wilking und Christian Kolb leiten die Bereiche Vertrieb und kaufmännische Angelegenheiten. Achim Königs informierte die Belegschaft auf einer Betriebsversammlung über die nächsten Schritte und kündigte die Bestellung eines Interim-Geschäftsführers an, um die Kontinuität zu sichern.

Sabrina Wilking würdigte das Wirken des Verstorbenen als herausragende Führungspersönlichkeit. Die Unternehmensführung legt nun den Fokus auf die Sicherstellung des laufenden Geschäftsbetriebs. (SWR/PM/Red)


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