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Pressemitteilung vom 03.03.2026    

Dreijähriges Bestehen von Particura: Ein Leuchtturmprojekt im Westerwald

In Simmern wurde kürzlich das dreijährige Bestehen des Projekts Particura gefeiert. Diese Initiative bietet Menschen mit erworbener Hirnschädigung ein einzigartiges Betreuungsangebot. Bei einem Empfang kamen zahlreiche Unterstützer und Beteiligte zusammen, um die bisherigen Erfolge zu würdigen.

Das Particura-Team mit den Vorständen der Stiftung Scheuern Nassau und der Stiftung Diakoniewerk Friedenwarte Bad Ems. (Foto: Carlo Rosenkranz)

Simmern. Am 3. März feierte das Projekt Particura sein dreijähriges Bestehen im Haus Sonnenblick in Simmern (Westerwald). Seit 2023 bietet Particura dort ein integriertes Angebot für Erwachsene, die aufgrund eines hirnschädigenden Ereignisses wie Schlaganfällen, Schädel-Hirn-Traumata oder neurodegenerativen Erkrankungen unter körperlichen, kognitiven und psychischen Einschränkungen leiden. Die Initiative wird von der Stiftung Scheuern Nassau und der Stiftung Diakoniewerk Friedenwarte Bad Ems getragen.

Der Empfang zog Vertreter aus Politik, Kommune, Medizin, Therapie und Rehabilitation an, ebenso wie Klienten und ihre Angehörigen. Oliver Eggert vom Vorstand der Friedenswarte fasste die Bedeutung von Particura zusammen: "Menschen brauchen Fürsorge, Pflege und Teilhabe am sozialen Leben." Die Projektleiterinnen Karin Quirmbach und Isabel Hoffmann dankten den Klienten und ihren Familien für ihr Vertrauen seit der Pilotphase.

Bernd Feix, pädagogischer Vorstand der Stiftung Scheuern, betonte die Notwendigkeit einer spezialisierten Versorgung, die über die Grenzen der bestehenden Systeme hinausgeht. "Particura ist eine notwendige Spezialisierung und das Beste aus zwei Sozialgesetzbüchern von Pflege und Eingliederungshilfe, die in Zeiten von Inklusion gebraucht wird", sagte er. Der Mangel an einem zuverlässigen gesetzlichen Rahmen erschwere jedoch die langfristige finanzielle Sicherheit für Betroffene und Leistungserbringer. Krankenkassen fühlten sich häufig nach der ersten Reha nicht mehr zuständig. Dennoch sei der Einsatz von fachlichem Wissen aus Pflege und Eingliederungshilfe der richtige Weg, so Feix weiter.



Im Mittelpunkt des Empfangs standen die Menschen, für die Particura geschaffen wurde. Die Projektleitungen berichteten, wie wichtig ein stabiles und spezialisiertes Umfeld für die persönliche Weiterentwicklung der Klienten ist. Fachkräfte aus verschiedenen Bereichen betonten die Bedeutung der interdisziplinären Zusammenarbeit. Herausforderungen wie Verhaltensänderungen oder psychische Belastungen nach einer Hirnschädigung könnten nur gemeinsam bewältigt werden.

Particura eröffnet Menschen mit erworbener Hirnschädigung die Chance auf einen Neuanfang, der möglichst frühzeitig nach dem schädigenden Ereignis einsetzen sollte. Motivation und Mut zur Veränderung sind entscheidend auf dem Weg zurück in ein selbstständiges Leben. PM/Red


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