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Pressemitteilung vom 01.03.2026    

Riskier, was zu erleben: Aktionstag stärkt Jugendliche gegen Suchtgefahren

Ein Aktionstag in Westerburg setzt auf Prävention ohne Verbote und erhobenen Zeigefinger. Jugendliche sollen Erfahrungen machen, Grenzen testen und dabei für Suchtgefahren sensibilisiert werden. Das Angebot richtet sich auch an Erwachsene, die Jugendschutz aktiv mitgestalten möchten.

Reiner Kuhmann, Präventionsbeauftragten der Regionalen Diakonie Westerwald Rhein-Lahn (Foto: Peter Bongard)

Westerburg. Unter dem Motto "Riskier, was zu erleben" lädt der Arbeitskreis Prävention in Westerburg am Freitag, 6. März 2026, von 14 bis etwa 20.30 Uhr, in die Westerburger Stadthalle ein. Ziel des Aktionstages ist es, Jugendliche stark gegen Drogen zu machen und für unterschiedliche Formen von Sucht zu sensibilisieren. Dabei stehen Mitmachen, Erleben und Austausch im Vordergrund.

Prävention als gemeinschaftliche Aufgabe
Die inhaltliche Planung des Tages liegt bei Diplom-Sozialpädagoge Reiner Kuhmann, Präventionsbeauftragter der Regionalen Diakonie Westerwald Rhein-Lahn. Sein Ansatz basiert auf der Überzeugung, dass Jugendschutz mehr bedeutet als Verbote. Jugendliche benötigen Angebote, um Erfahrungen zu sammeln, ihre Grenzen zu testen und dadurch widerstandsfähiger gegenüber Suchtverhalten zu werden. Prävention wird dabei als gemeinschaftliche Aufgabe verstanden, an der viele Akteure beteiligt sind.

Sport, Information und Selbsterfahrung
Der Aktionstag startet ab 14 Uhr in der Stadthalle mit zahlreichen Sport- und Mitmachaktionen sowie einer Erlebnis- und Infobörse. Mehrere Sportvereine beteiligen sich aktiv am Programm. An Infoständen können sich die Teilnehmenden über die Wirkung von Drogen informieren und an praktischen Angeboten teilnehmen. Unter anderem kommen VR-Brillen, ein Rauschbrillenparcours und verschiedene Selbsttests zum Einsatz, um Wahrnehmungsveränderungen erfahrbar zu machen.



Schulangebote am Vormittag
Für Schülerinnen und Schüler der Berufsbildenden Schule, der Realschule plus und des Konrad-Adenauer-Gymnasiums beginnt der Präventionstag bereits um 8 Uhr. In den jeweiligen Schulen finden Vorträge, Workshops und Informationsveranstaltungen statt, die altersgerecht an das Thema Suchtprävention heranführen.

Vorträge und persönliche Einblicke
Um 18 Uhr folgt in der Stadthalle ein Vortrag von Alix Puhl. Unter der Überschrift "Du kannst den Unterschied machen" informiert sie über Früherkennung und Anzeichen psychischer Erkrankungen bei Kindern und Jugendlichen. Der Vortrag richtet sich insbesondere an Eltern und zeigt konkrete Hilfsangebote auf. Ab 19.15 Uhr schließt sich eine musikalische Lesung von Daniel Gebhard an. Der Autor des Buches "Straßenstaub" berichtet über seine eigene Drogenkarriere und den damit verbundenen Selbstbetrug.

Breites Netzwerk trägt den Aktionstag
Veranstaltet wird der Präventions- und Jugendschutztag vom Arbeitskreis Prävention in Westerburg. Beteiligt sind die Verbandsgemeinde Westerburg, mehrere Schulen, das Jugendzentrum, die Polizeiinspektion Westerburg sowie die Montessori-Schule. Unterstützt wird der Aktionstag durch das Landesamt für Jugend und Soziales. Ziel ist es, frühzeitig aufzuklären, Beziehungen zu stärken und gemeinsam Verantwortung für Prävention zu übernehmen. (PM/bearbeitet durch Red)


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