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Nachricht vom 27.02.2026    

Evangelisches Klinikum Westerwald: neuer Name für zukunftsorientierte Gesundheitsversorgung

Von Helmi Tischler-Venter

Am 27. Februar wurde mit einem großen Aufgebot an Entscheidungsträgern am Krankenhaus Selters der neue Name des Verbunds der Krankenhäuser in Dierdorf, Selters und Hachenburg enthüllt. Das jahrelange Gerangel um den Bau eines zentralen Krankenhauses in Müschenbach und die Insolvenzen des Hachenburger Krankenhauses sind damit beendet.

Feierliche Enthüllung des neuen Namenszuges. Fotos: Wolfgang Tischler

Selters. Rolf-Peter Leonhardt, Vorsitzender des Verwaltungsrates, erklärte in seiner Begrüßungsrede die „leichte Verspätung“ der Namensänderung mit dem Vorrang wichtiger Aktivitäten, die der Zusammenschluss der Krankenhäuser mit sich brachte. Leonhardt dankte ausdrücklich allen Mitarbeitenden der drei Standorte für deren gelebten Zusammenhalt, der die Basis für die Bündelung medizinischer Kompetenzen bildet.

Geschäftsführer Guido Wernert betonte, der Krankenhausverbund ziele auf die Sicherung der regionalen Versorgung, das positive Feedback bewirke Motivation nach vorn.

Jedes Krankenhaus verfügt über eine Notaufnahme und eine Spezialrichtung. In Dierdorf erfolgten Ausbau und Sanierung des Operationsbereichs, in Selters stand 2024 der Ausbau des Praxiszentrums im Mittelpunkt und Hachenburg benötigt eine bauliche Entwicklung. Gemeinsam stehen nun für abgestimmte Fallbehandlung 17 medizinische Angebote an sechs Praxisstandorten bei 19 Sprechstunden mit circa 1000 Mitarbeitern und Pflegeschulen zur Verfügung. Seit 2015 sind die Häuser auch mit den St. Vincenz Krankenhäusern Limburg und Diez verzahnt, wodurch sich Synergien nutzen lassen. Rund 48.000 Patienten werden jährlich über die fünf Krankenhäuser des Klinikverbunds betreut.

Clemens Hoch, Minister für Wissenschaft und Gesundheit des Landes Rheinland-Pfalz, lobte den gemeinsamen Kraftakt aller Mitarbeitenden und das Vertrauen ineinander. Der neue Name betone die regionale Anbindung. Im ländlichen Raum müssten Krankenhäuser die regionale Versorgung übernehmen, Grundversorgung und Spezialisierung. „Sie leisten das!“



Hoch versprach, das Hachenburger Krankenhaus werde computertechnisch ausgebaut. 70 Millionen Investitionsvolumen wurden errechnet. Im Sommer werden die Leistungsgruppenentscheidungen endgültig getroffen.

Achim Schwickert, Landrat des Westerwaldkreises, freute sich, dass dem Kind heute ein Name gegeben wird, dem man zuvor auf die Welt geholfen hat, sodass es überleben konnte. Das sei die sinnvolle Reihenfolge. An Träger und Mitarbeiter richtete Schwickert seinen Dank, denn „ohne deren Engagement kann man so schwierige Verhältnisse nicht lösen.“ Die Herausforderung bestehe darin, die Menschen im Westerwald richtig zusammenzubringen, die Annahme seitens der Patienten sei erforderlich. Der neue Name stehe für viel Arbeit, die schon getan ist und für viel Arbeit, die noch ansteht.

In seinem Schlusswort stellte Hendrik Hering, Präsident des rheinland-pfälzischen Landtages, fest, die intrinsisch motivierten Mitarbeitenden der drei Krankenhäuser hätten hervorragende Arbeit geleistet, auch in Hachenburg, trotz der Insolvenzen. Man könne vom Westerwaldklinikum lernen, wie vorausschauende Analyse und Planung funktionieren. Das positive Beispiel sei Grund zum Feiern. htv


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