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Pressemitteilung vom 25.02.2026    

Von Maschinenbau bis Chemie: KI-Implementierung in Rheinland-Pfalz boomt

Die Unternehmen in Rheinland-Pfalz setzen verstärkt auf Künstliche Intelligenz, um ihre Wettbewerbsfähigkeit zu steigern. Die jüngste Digitalisierungsumfrage der IHK-Arbeitsgemeinschaft zeigt deutliche Fortschritte, aber auch Herausforderungen auf.

Foto: Pixabay

Koblenz/Ludwigshafen/Mainz/Trier. Am Dienstag (24. Februar) stellte die IHK-Arbeitsgemeinschaft Rheinland-Pfalz ihre aktuelle Digitalisierungsumfrage vor. Diese zeigt, dass 35 Prozent der Unternehmen in der Region bereits produktiv Künstliche Intelligenz (KI) einsetzen. Im Vergleich zum Vorjahr, als es noch 28 Prozent waren, ist dies ein signifikanter Anstieg. Weitere 36 Prozent der Firmen planen den Einsatz von KI-Anwendungen, was ebenfalls einen deutlichen Zuwachs im Vergleich zu den 15 Prozent des Vorjahres darstellt.

Thomas Stiren, Präsident der IHK Trier, betont die positiven Effekte: "Die KI steigert spürbar die Wettbewerbsfähigkeit unserer Betriebe." Laut Umfrage berichten 38 Prozent der befragten Unternehmen von hohen Produktivitätsgewinnen, während 50 Prozent moderate Effizienzgewinne durch den Einsatz von KI verzeichnen. Besonders in den Bereichen Qualitätssicherung, Prozessüberwachung, Kundenansprache und Support sowie Produktentwicklung wird KI verstärkt genutzt.

Die USA sind führend in der Entwicklung der sogenannten Large-Language-Models, doch Deutschland kann seine Stärken bei der Implementierung von KI in den Leitbranchen Maschinenbau, Elektrotechnik, Chemie und Pharma ausspielen, so Stiren weiter.

Digitale Herausforderungen und Chancen für regionale Unternehmen
Gleichzeitig gibt es Herausforderungen, die angegangen werden müssen. Rechtliche Unsicherheiten, technische Hürden, mangelnde Datenqualität und hohe Kosten stellen weiterhin Hemmnisse dar. Arne Rössel, Hauptgeschäftsführer der IHK-Arbeitsgemeinschaft, hebt positiv hervor, dass 78 Prozent der Betriebe inzwischen über schnelle Internetverbindungen verfügen, dank der Landesförderung zum Glasfaserausbau. Dennoch kritisieren die Unternehmen die unzureichende Digitalisierung der öffentlichen Verwaltung scharf. Hier sei dringender Handlungsbedarf gegeben, um den Wirtschaftsstandort nicht auszubremsen.



Auch die Bedrohung durch Cyberattacken bleibt ein Thema: Acht Prozent der Unternehmen waren im vergangenen Jahr betroffen. Der Rückgang gegenüber dem Vorjahr wird auf verbesserte Krisenvorsorge und Investitionen in IT-Sicherheit zurückgeführt. Eine weitere Sorge ist die Abhängigkeit von Soft- und Hardware aus Nicht-EU-Ländern. Mehr als die Hälfte der Unternehmen ist auf solche Produkte angewiesen, besonders bei Betriebssystemen und Kommunikationssoftware. Die IHKs fordern hier politische Maßnahmen zur Förderung digitaler Souveränität.

An der Umfrage nahmen 189 Unternehmen aller Größen und Branchen teil. (PM/Red)


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