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Pressemitteilung vom 19.02.2026    

Lange Wartezeiten auf Facharzttermine in Rheinland-Pfalz sorgen für Frust

Der Weg zum Facharzt gestaltet sich für viele Menschen in Rheinland-Pfalz als Geduldsprobe. Eine aktuelle Umfrage zeigt, dass die Wartezeiten oft mehrere Wochen betragen. Doch es gibt Vorschläge, um diese Situation zu verbessern.

(Foto: Philip Dulian/dpa)

Rheinland-Pfalz. Mehr als einen Monat wartet jede zweite Person in Rheinland-Pfalz auf einen Facharzttermin, wie eine Forsa-Umfrage im Auftrag der Techniker Krankenkasse (TK) ergab. Nur fünf Prozent der Befragten gaben an, innerhalb weniger Tage einen Termin zu erhalten. Laut der Befragung wartet sogar ein Viertel aller Teilnehmenden mehrere Monate lang auf fachärztliche Behandlung. An der Telefon-Befragung haben 2025 bundesweit 1.410 Menschen ab 18 Jahren teilgenommen. Die Ergebnisse wurden auf die Bevölkerung von Rheinland-Pfalz hochgerechnet.

Online-Ersteinschätzung soll helfen: Für viele besteht die erste Hürde schon bei der Suche nach einer passenden Praxis: 29 Prozent der Befragten in der Region gaben an, dabei Schwierigkeiten zu haben. Jörn Simon von der TK Rheinland-Pfalz schlägt ein digitales Ersteinschätzungstool vor. "Viele Patientinnen und Patienten steuern alleine durch das Versorgungssystem, ohne zu wissen, ob sie schließlich beim richtigen Ansprechpartner landen. Das fordert viele Kapazitäten und sorgt für Frust. Ein digitales Ersteinschätzungstool soll verbindlich genutzt werden, um Erkrankte auf Basis ihrer Symptome zielgenau zu versorgen." Das könnte zum Beispiel in Form von Videosprechstunden sein, wie die TK vorschlägt. 72 Prozent der Befragten wären offen für so ein System, zeigt die Forsa-Umfrage.



Terminvergaben auch problematisch: Wenn es um Termine bei Fachärzten geht, gebe es oft uneinheitliche Plattformen, bei denen Standards fehlten, sagte Simon. "Ausschlaggebend sollte bei der Terminvergabe jedoch immer die Dringlichkeit einer Behandlung sein." Der TK Landesvertretungsleiter schlägt eine einheitliche, digitale Terminplattform vor. Ärzte könnten dort ein bestimmtes Terminkontingent für gesetzlich Versicherte eintragen. Besser läuft es der Umfrage zufolge bei den Hausärzten. Von den Befragten in Rheinland-Pfalz meldeten 76 Prozent, dass sie in wenigen Tagen einen Termin bekommen. (dpa/bearbeitet durch Red)


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