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Nachricht vom 19.02.2026    

Pfarrer Fuchs lud zum Empfang des "Aschekreuzes" in Wirges ein

Von Wolfgang Rabsch

Am Aschermittwoch lud Pfarrer Andreas Fuchs erneut zum Empfang des Aschekreuzes in Wirges ein. Vor dem Einkaufszentrum Hüter nutzten zahlreiche Menschen die Gelegenheit für dieses besondere Zeichen zum Beginn der Fastenzeit.

(alle Fotos: Wolfgang Rabsch)

Wirges. Am Aschermittwoch (18. Februar 2026) hatte Pfarrer Andreas Fuchs wieder Interessierte zum Empfang des sogenannten "Aschekreuzes" eingeladen. Ab vormittags um 10:00 Uhr stand Pfarrer Fuchs vor dem Eingang zum Einkaufszentrum Hüter in Wirges, um diesen symbolischen Akt der katholischen Kirche durchzuführen. Bereits im Vorjahr konnte er von einer äußerst erfolgreichen Aktion berichten, mit dem Erfolg hatte er eigentlich selbst nicht gerechnet.

Gegen 16 Uhr besuchte der WW-Kurier Pfarrer Fuchs in Wirges, der sich sehr zufrieden mit dem bisherigen Verlauf zeigte und schätzte, dass bis dahin über 800 Personen sich das "Aschekreuz" auf ihrer Stirn hatten zeichnen lassen.

Plötzlich und vollkommen unerwartet für den Gottesmann erschienen einige Musiker mit ihren Blechinstrumenten, die den Pfarrer mit Fastenchorälen unterstützen wollten. Sie nannten sich "Musikalisches Egerländer Männerballett" und spielten sakrale Fastenlieder mit Tuba, Trompete und Tenorhorn. Pfarrer Fuchs war begeistert, ebenso die Zuschauer, die sich inzwischen versammelt hatten, um auch der Musik zu lauschen.

Pfarrer Fuchs geht regelmäßig neue Wege, um für seine Kirche Gläubige zu interessieren und vielleicht auch verlorengegangene "Schäfchen" wiederzugewinnen. Er tritt regelmäßig bei Karnevalssitzungen in der VG Wirges als Büttenredner auf und nimmt dort durchaus weltbezogene Ereignisse aufs Korn. Am letzten Karnevalssonntag hielt er im "Wirgeser Dom" einen Karnevalsgottesdienst, der mit einem voll besetzten Dom belohnt wurde. Pfarrer Fuchs gehört zur katholischen Pfarrei St. Bonifatius in Wirges.

Welche Bedeutung hat das "Aschekreuz"?
Mit dem Empfang des Aschenkreuzes soll der Mensch an seine Vergänglichkeit erinnert und zur Umkehr und Sinnesänderung, Reue, das zur besseren Einsicht Gelangen aufgerufen werden.



Die Bezeichnung Aschermittwoch kommt von dem Brauch, an diesem Tag im Gottesdienst die Asche der verbrannten Palmzweige des Vorjahres zu weihen und die Gläubigen mit einem Kreuz aus dieser Asche zu bezeichnen. Die Aschenweihe und der Empfang des Aschekreuzes gehören zu den heilswirksamen Zeichen, den Sakramentalien.

Was passiert am Aschermittwoch?
Er ist einer von nur zwei strengen Fastentagen in der katholischen Kirche. Aber was hat es sonst so mit dem Aschermittwoch auf sich? Woher kommt die Asche?

In der Nacht vom Faschingsdienstag zum Aschermittwoch endet die närrische Zeit - in der Regel nicht sang- und klanglos oder gar still. In Köln etwa wird eine Strohpuppe verbrannt: der Nubbel, als Verantwortlicher für die Ausschweifungen während des Karnevals. In Düsseldorf und am Niederrhein wird der Hoppeditz zu Grabe getragen, in Bonn werden die leeren Geldbörsen im Rhein ausgespült. Auch in der schwäbisch-alemannischen Fastnacht gibt es den Brauch, dass die "Fasnet" - meist in Form einer Strohpuppe - verbrannt wird. Mancherorts fällt auch der Narrenbaum, ein weiteres Symbol für die Fastnacht, den Flammen zum Opfer.

Am Aschermittwoch beginnt dann die 40-tägige Fastenzeit vor Ostern. Seit dem Ende des 11. Jahrhunderts gibt es die Tradition, sich an diesem Tag in Gottesdiensten ein Aschenkreuz auf die Stirn zeichnen zu lassen. Asche gilt als Symbol der Trauer und Buße. Gewonnen wird sie durch das Verbrennen der gesegneten Palmzweige aus dem Vorjahr.

Bei der Spendung des Aschenkreuzes spricht der Priester die Worte "Kehre um und glaube an das Evangelium" oder "Bedenke Mensch, dass du Staub bist und zum Staub zurückkehrst". Zuvor segnet er die Asche und besprengt diese mit Weihwasser.
(Der kursiv gedruckte Text wurde kirchlichen Seiten entnommen.)


Lokales: Wirges & Umgebung
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