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Pressemitteilung vom 18.02.2026    

Wehrpflicht im Fokus: Diskussionsabend am Raiffeisen-Campus zieht viele Besucher an

Am Raiffeisen-Campus Dernbach stand eine aktuelle gesellschaftliche Frage im Mittelpunkt. Eine gut besuchte Diskussionsveranstaltung widmete sich der Wehrpflicht und möglichen Alternativen. Jugendliche, Eltern und Fachleute tauschten Argumente aus und beleuchteten das Thema aus unterschiedlichen Blickwinkeln.

v.l.: Greta Geimer, Oberst André Wüstner, Dr. Stephan Kroll, Judith Busse, Mika Hannappel (alle Fotos: Nicole Deinert)

Dernbach (Westerwald). Im Rahmen der schulischen Diskussionsreihe "Auf Augenhöhe", die jährlich von den Zehntklässlern des Raiffeisen-Campus organisiert wird, rückte diesmal die Wehrpflicht in den Fokus. Die Moderation des Abends übernahmen die Schüler Mika und Greta. Sie führten strukturiert durch eine Veranstaltung, die politische, gesellschaftliche und ethische Aspekte miteinander verband. Rund 180 Besucher verfolgten die Diskussion, darunter viele Schülerinnen und Schüler, Eltern, Ehemalige sowie externe Gäste.

Ablauf und Zusammensetzung des Podiums
Auf dem Podium saßen Fachleute mit unterschiedlichen Positionen. Oberst André Wüstner, Vorsitzender des Deutschen BundeswehrVerbands, brachte die sicherheitspolitische Perspektive ein. Judith Busse, Landesgeschäftsführerin der Deutschen Friedensgesellschaft, vertrat eine pazifistische Sichtweise. Ergänzt wurde das Podium durch Dr. Stephan Kroll vom Peace Research Institute Frankfurt, der den wissenschaftlichen Blick auf Friedens- und Konfliktforschung einbrachte. Die Sicht der Jugendlichen wurde durch Adele, Sebastian, Marie und Philipp vertreten, die sich im Vorfeld intensiv mit dem Thema auseinandergesetzt hatten.

Zentrale Fragestellungen der Diskussion
In drei Diskussionsrunden wurden zentrale Fragen behandelt. Dabei ging es um die grundsätzliche Notwendigkeit einer Wehrpflicht, um die Gerechtigkeit des neuen Wehrpflicht-Modells sowie um mögliche Wege zu dauerhaftem Frieden. Oberst Wüstner betonte die Verantwortung der Gesellschaft für die eigene Sicherheit und erhielt dafür viel Zustimmung. Judith Busse warnte vor einer möglichen Aufrüstungsspirale und verwies darauf, dass auch in Russland viele Menschen Frieden wollen. Dr. Stephan Kroll hob die Bedeutung von Diplomatie hervor und stellte die Idee eines verpflichtenden Gesellschaftsjahres für Männer und Frauen als mögliche Alternative in den Raum.



Beteiligung des Publikums und Austausch
Nach jeder Diskussionsrunde hatten die Besucher Gelegenheit, Fragen zu stellen. Diese Möglichkeit wurde intensiv genutzt. Auch in den Pausen bildeten sich kleinere Gesprächsgruppen, in denen der Austausch mit den Experten fortgesetzt wurde. Die offene Atmosphäre entsprach dem Anspruch der Reihe "Auf Augenhöhe". Für das leibliche Wohl sorgte die Jahrgangsstufe 10, die die Gäste während des Abends versorgte.

Dank und Abschluss
Zum Ende der Veranstaltung bedankten sich die Moderatoren bei den Podiumsgästen sowie bei den unterstützenden Lehrkräften Herrn Henn, Herrn Schulz, Herrn Kneisler und Herrn Deinert. Auch das Technik-Team, Herr Wahl von der Evangelischen Akademie und Frau Zerwas als Sprechtrainerin wurden für ihre Unterstützung gewürdigt. Der Diskussionsabend endete mit einem positiven Fazit und großem Interesse an weiteren Veranstaltungen dieser Art. (PM/bearbeitet durch Red)


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