Pressemitteilung vom 18.02.2026 
Halbzeit bei der LED-Umrüstung der Straßenbeleuchtung in der Verbandsgemeinde Montabaur
Die Umrüstung der Straßenbeleuchtung auf LED-Technik schreitet in der Verbandsgemeinde Montabaur zügig voran. Rund die Hälfte der Leuchten ist bereits erneuert. Neben der Energieeinsparung stehen nun Feinjustierung der Lichtstärke und erste Praxistests im Fokus.
Montabaur. In der Verbandsgemeinde Montabaur werden derzeit alle rund 7.500 Straßenlaternen flächendeckend auf energiesparende LED-Technik umgerüstet. Mit dieser Maßnahme sollen mindestens 50 Prozent Strom eingespart werden. Trotz winterlicher Witterung kommt das Projekt planmäßig voran. Etwa die Hälfte aller Laternenmasten ist bereits mit neuen Leuchten ausgestattet. Parallel zur weiteren Umrüstung wird bei den bereits montierten Leuchten die Lichtstärke angepasst, um die geplante Standardhelligkeit zu erreichen.
Projektverlauf und besondere Vorgehensweise
Nach Angaben der Projektleiter Kay Bröhl und Rafael Platzek vom Team Straßenbau der Verbandsgemeindeverwaltung wurde in nahezu allen Ortsgemeinden sowie in der Stadt Montabaur und ihren Stadtteilen bereits gearbeitet. Während die Umrüstung in Daubach abgeschlossen ist, beginnt sie in Nomborn erst im März. Der unterschiedliche Stand erklärt sich aus der gewählten Vorgehensweise. Die Umrüstung erfolgt nach Masthöhen und nicht straßenweise oder ortsweise.
Die neuen Leuchten werden ab Werk mit einer Kabellänge geliefert, die exakt zur jeweiligen Masthöhe passt. Dadurch entfällt das Abschneiden überschüssiger Kabel, was wiederum unnötigen Kabelmüll vermeidet. Dieses Vorgehen spart Material und schont Ressourcen.
Unterschiedliche Leuchtenmodelle
Bislang wurden vor allem technische Leuchten montiert. Ab März beginnt die ausführende Firma Siteco mit der Installation historischer und dekorativer Leuchten. Diese kommen insbesondere in Nomborn, Eitelborn und Gackenbach zum Einsatz und sollen sich optisch besser in das Ortsbild einfügen.
Steuerung und adaptive Technik
Alle neuen LED-Leuchten sind online mit einer zentralen Steuerung in Montabaur verbunden. Die Verwaltung betont ausdrücklich, dass es sich bei den adaptiven Elementen nicht um Kameras handelt. In den Leuchten sind lediglich Bewegungsmelder verbaut. Eine flächendeckende Videoüberwachung ist weder vorgesehen noch rechtlich zulässig. Diese Klarstellung erfolgte, nachdem bei der Verwaltung zahlreiche Nachfragen eingegangen waren.
Nach Fastnacht wird die Steuerung schrittweise in Betrieb genommen. Während der Installation waren alle Leuchten auf 100 Prozent Leuchtleistung eingestellt. Nun erfolgt eine Reduzierung auf die vorgesehene Standardhelligkeit. Anschließend werden alle Straßen begutachtet. In Abstimmung mit Ortsbürgermeistern und Ortsvorstehern können einzelne Bereiche heller oder dunkler eingestellt werden. Dieser Prozess erfolgt schrittweise und wird laufend überprüft.
Helligkeitssensoren und Anpassung
Zusätzlich zur Steuerung der Lichtstärke werden Helligkeitssensoren aktiviert, die an ausgewählten Standorten installiert sind. Das System arbeitet mit festen Schaltzeiten, die sich je nach Jahreszeit unterscheiden. Die Sensoren können diese Zeiten jedoch übersteuern, wenn es an trüben Tagen früher dunkel wird oder morgens früher hell ist. Auch diese Einstellungen werden beobachtet und bei Bedarf angepasst.
Pilotphase mit Bewegungsmeldern in Daubach
In Daubach läuft derzeit eine Pilotphase zur adaptiven Steuerung über Bewegungsmelder. Hier werden Straßen und Wege nur dann hell beleuchtet, wenn sie tatsächlich genutzt werden. Um sogenannte Lauflichter zu vermeiden, schaltet das System jeweils ganze Bereiche. Wird keine Bewegung mehr registriert, dimmt sich die Beleuchtung nach einigen Minuten auf etwa zehn Prozent der Leistung herunter. Die Pilotphase läuft voraussichtlich bis Ende Februar. Danach werden die Ergebnisse ausgewertet und auf andere Ortsgemeinden übertragen.
Hinweise zu Störungen und Mithilfe der Bürger
Im Zuge der Umrüstung kann es vorkommen, dass einzelne Leuchten nicht korrekt schalten. Diese Fehler werden im Rahmen der Bauabnahme behoben. Das zentrale Steuerungssystem zeigt an, wo Probleme bestehen, sodass diese nach und nach bearbeitet werden.
Die Verwaltung bittet außerdem um Unterstützung. Laternenmasten stehen teils auf privaten Grundstücken und sind teilweise von Hecken, Büschen oder Rankpflanzen umgeben. Diese Bereiche sollten freigeschnitten werden, damit die Monteure ungehindert arbeiten können. Empfohlen wird ein freier Bereich von etwa 50 Zentimetern rechts und links vom Mast sowie ein Arbeitsbereich von rund einem Quadratmeter vor der Mastklappe. (PM/bearbeitet durch Red)
Lokales: Montabaur & Umgebung
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