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Pressemitteilung vom 18.02.2026    

Kultur vor der Wahl: Rheinland-Pfalz im Fokus

Kurz vor der Landtagswahl am 22. März fordern Kulturschaffende in Rheinland-Pfalz mehr Unterstützung und Verlässlichkeit von der Politik. Die Erwartungen sind klar formuliert: Kultur soll nicht nur als Randthema behandelt werden, sondern als wesentlicher Bestandteil der Gesellschaft.

(Foto: Uwe Anspach/dpa)

Rheinland-Pfalz. Die Kulturszene in Rheinland-Pfalz, von den Nibelungenfestspielen bis zu Literaturfestivals, drängt auf eine stärkere politische Anerkennung und Förderung der Kultur. Nico Hofmann, Intendant der Nibelungenfestspiele Worms, betont: "Ein wirklich authentisches Interesse an der Kultur" sei notwendig. Er lehnt es ab, Kulturelles gegen Soziales auszuspielen, wie etwa die Aussage "Der Kindergarten ist wichtiger als das Theater". Hofmann verweist auf Beispiele aus Hamburg, Bayern und Nordrhein-Westfalen, wo Kultur zur Chefsache erklärt wurde.

Steffen Egle vom Museumsverband Rheinland-Pfalz lobt die aktuelle Landesregierung für die Erhöhung des Kulturetats um 24 Prozent, fordert jedoch weitere Erhöhungen für echte Gestaltungsspielräume. Besonders wichtig sei ihm die Provenienzforschung, da über 80 Prozent der Museen sich damit noch nicht befasst haben.

Kabarettist Lars Reichow sieht Kultur als entscheidend für den gesellschaftlichen Zusammenhalt, besonders in Krisenzeiten. Er träumt von einer Hochschule für Musik, Tanz, Technik, Theater und Entertainment in Mainz. Kulturförderung solle kein politisches Instrument sein, sondern ein fruchtbarer Boden für Kreativität.



Tilman Gersch, Intendant des Pfalzbaus Ludwigshafen, wünscht sich verlässliche Unterstützung für die bedeutenden Bühnen des Bundeslandes. Johannes Zierden vom Eifel-Literatur-Festival betont, dass Kultur die Hefe im Teig der Gesellschaft sei und ruft nach Entbürokratisierung, insbesondere im Ehrenamt.

Christian Chako Habekost, Mundartcomedian, kritisiert die geringe Filmförderung in Rheinland-Pfalz und hofft auf mehr Unterstützung für kleine Theaterprojekte. Die Darstellung des Bundeslandes auf der Frankfurter Buchmesse könne verbessert werden, da es viel Vorzeigbares gebe.

Insgesamt verlangen die Kulturschaffenden Rückhalt, Verlässlichkeit und politischen Willen, um Kultur als Grundlage für gesellschaftlichen Zusammenhalt zu etablieren. (dpa/bearbeitet durch Red)


Mehr dazu:   Kultur & Freizeit  
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