Werbung

Pressemitteilung vom 16.02.2026    

Amphibien auf Wanderschaft - Worauf Autofahrer achten sollten

Wenn die Temperaturen steigen, beginnt die Wanderzeit für Amphibien wie Erdkröten und Grasfrösche. Diese kleinen Verkehrsteilnehmer müssen oft stark befahrene Straßen überqueren. Die Struktur- und Genehmigungsdirektion (SGD) Nord bittet Autofahrer um besondere Rücksicht.

Symbolbild (Foto: Pixabay)

Region. In den kommenden Wochen sind Erdkröte, Grasfrosch und andere heimische Amphibien wieder auf dem Weg zu ihren Laichgewässern. Besonders in den Abend- und Nachtstunden, wenn die Temperaturen milder werden, ziehen sie los. Da viele dieser Tiere Straßen überqueren müssen, appelliert die SGD Nord an Autofahrer, vorsichtig zu fahren.

Die Population der heimischen Amphibien hat in den letzten Jahren stark abgenommen. Früher häufig anzutreffende Arten wie Erdkröten und Feuersalamander sind mittlerweile selten geworden. Ursachen hierfür sind unter anderem die Austrocknung von Laichgewässern. Um diesen Entwicklungen entgegenzuwirken, unterstützt die SGD Nord im nördlichen Rheinland-Pfalz zahlreiche Naturschutzprojekte. Dazu gehört die Anlage neuer Tümpel und die Pflege bestehender Gewässer.

Langsame Wanderer
Eine Erdkröte benötigt etwa fünf Minuten, um eine fünf Meter breite Straße zu überqueren. Der Verkehr stellt dabei ein erhebliches Risiko dar. Selbst bei niedrigen Geschwindigkeiten kann der Unterdruck unter einem fahrenden Auto die Tiere verletzen. Die SGD Nord empfiehlt daher, das Tempo auf 30 Kilometer pro Stunde zu reduzieren, sobald Hinweisschilder am Fahrbahnrand zu sehen sind.



Amphibien-Hotspots
Besonders gefährdete Straßen sind jene, die durch Wälder führen oder in der Nähe von Seen und Tümpeln liegen. Im nördlichen Rheinland-Pfalz zählen dazu beispielsweise die L 309 zwischen Vallendar und Hillscheid sowie die L 113 beim Laacher See. An einigen dieser "Hotspots" wurden bereits unterirdische Tunnel installiert, die den Tieren eine sichere Überquerung ermöglichen. Zudem helfen freiwillige Helfer den Amphibien, sicher über die Straße zu gelangen.

Der Zeitpunkt der Wanderung hängt von Temperatur und Luftfeuchtigkeit ab. Sobald die nächtlichen Temperaturen mehrere Tage lang zwischen fünf und zehn Grad Celsius liegen, setzen sich frühlaichende Arten wie Grasfrosch und Erdkröte in Bewegung. Sie legen dabei Strecken von mehreren Kilometern zurück. Mit der Unterstützung aller Verkehrsteilnehmer, die auf Hinweisschilder achten und ihre Geschwindigkeit anpassen, können diese kleinen Wanderer sicher ihr Ziel erreichen.

Weitere Informationen zu den Aufgaben der SGD Nord im Bereich des Naturschutzes sind online zu finden. (PM/Red)


Feedback: Hinweise an die Redaktion

WW-Kurier Newsletter: Immer bestens informiert

Täglich um 20 Uhr kostenlos die aktuellsten Nachrichten, Veranstaltungen und Stellenangebote der Region bequem ins Postfach.

Anmeldung zum WW-Kurier Newsletter


Mit unserem kostenlosen Newsletter erhalten Sie täglich einen Überblick über die aktuellen Nachrichten aus dem Westerwaldkreis.

» zur Anmeldung



Aktuelle Artikel aus Region


Rettung des Familienferiendorfs Hübingen steht auf der Kippe

In Hübingen entscheidet sich im Juli das Schicksal des Familienferiendorfs. Kann die Anlage durch ein ...

Vollsperrung der L292 in Herschbach: Umleitungen eingerichtet

Die Landesstraße 292 in Herschbach wird im Juli 2026 aufgrund von Bauarbeiten voll gesperrt. Verkehrsteilnehmer ...

Triathlon in Dreikirchen: Hitzeschlacht mit Erfolgen für LT Puderbach

Bei sommerlichen Temperaturen fand am 1. Juli 2026 der 28. "Systemceram Sprint-Triathlon" in Dreikirchen ...

Mord in Neuwied – Landgericht Koblenz verhängt milde Jugendstrafe

Vor der 2. Strafkammer des Landgerichts, unter dem Vorsitz von Richter Andreas Groß, endete am Mittwoch ...

Unterstützung für Musik und Sport in der Verbandsgemeinde Selters

Im Rahmen der "evm-Ehrensache" werden jährlich regionale Vereine gefördert. In diesem Jahr profitieren ...

Verbandsgemeinde Selters erweitert Taxi-Angebot für Senioren und Jugendliche

Die Verbandsgemeinde Selters verbessert ihr Taxi-Angebot für Senioren und Jugendliche erheblich. Ab dem ...

Weitere Artikel


Kommunale Ebene aktiv gegen den bedrohlichen demografischen Wandel im Westerwald

Auch der Westerwald steht vor einem riesigen, bisher vernachlässigten und weitgehend verdrängten Problem: ...

Stöffelverein richtet Blick auf 2026 - Stöffelfest im Fokus

Der Stöffelverein hat bei seiner Jahreshauptversammlung im Café Kohleschuppen des Stöffel-Parks nicht ...

Zeugen gesucht nach Trunkenheitsfahrt auf der B255 bei Hellenhahn-Schellenberg

Am Montagvormittag (16. Februar) ereignete sich auf der B255 zwischen Hellenhahn-Schellenberg und Rehe ...

Ein Licht für Tiere: Gemeinsam ein Zeichen für Mitgefühl, Verantwortung und Tierliebe setzen

Am 28. Februar bittet der Tierschutz Siebengebirge darum, ein stilles, aber kraftvolles Zeichen zu setzen ...

Karneval in Altenkirchen: Tausende feiern den großen Umzug

Am Sonntag (15. Februar) verwandelte sich die Stadt Altenkirchen in eine bunte Karnevalshochburg. Bereits ...

Stieglitze - Farbtupfer in heimischen Gärten

Der Stieglitz, auch als Distelfink bekannt, bringt mit seinem bunten Federkleid Farbe in die heimischen ...

Werbung