Karnevalsumzug in Maxsain war wieder sehr erfolgreich
Von Wolfgang Rabsch
Viele Besucher hatten sicherlich abgewartet, ob sich die äußeren Umstände stabilisieren, und dann schnell entschieden, den Umzug zu besuchen. So kann auch erklärt werden, dass sich kurz nach 14 Uhr rechts und links der Zugstrecke, teilweise Dreier- und Viererreihen bildeten. Darunter natürlich sehr viele Kinder, die mit Eltern und Großeltern versuchten, ihre mitgebrachten Taschen und Beutel zu füllen.
Maxsain. Seit Tagen hat das Thema Wetter bei den Jecken im Land Priorität. Gerade im Westerwald ist es häufig unmöglich, eine zuverlässige Prognose zu stellen. Innerhalb von Minuten wechseln sich Sonne, Wolken, Wind und Regen ab. Deshalb haben auch die Organisatoren des diesjährigen Karnevalsumzugs in Maxsain häufig bange Blicke gen Himmel geworfen und insgeheim gebetet: "Herr, lasse die Wolken sich überall entleeren, nur nicht über Maxsain". Das inständige, selbstlose Bitten war erfolgreich, denn am Sonntag (15. Februar) blieb es absolut trocken. Zwar wehte ein kalter Wind, doch darauf hatten die vielen Besucher sich eingestellt und sich eingekleidet.
Von den Motivwägen und Fußgruppen wurden auffällig viele Kamelle, Popcorn, Gummibärchen und anderer Süßkram ins Publikum geworfen. Die älteren Erziehungsberechtigten durften sich über kleine Schnapsfläschchen freuen, etwa der kleine Feigling, oder Berentzen Waldmeister. So kam jeder auf seine Kosten, niemand musste Not leiden und nach Ende des Umzugs, konnten alle mit prall gefüllten Taschen zufrieden nach Hause gehen.
Senioren jubelten begeistert mit den Narren
Ein sehr emotionales und berührendes Gefühl kam auf, als der Umzug an der Senioren-Wohngemeinschaft "Alte Gerberei" vorbeizog und zehn Senioren mit ihren Betreuern, den Narren zujubelten (siehe Titelfoto des Artikels). Der Umzug wird an diesem Tag sicherlich Gesprächsthema Eins in der WG sein.
Zum Karnevalsumzug in Maxsain hatten sich insgesamt 31 Motivwägen und Fußgruppen angemeldet. Es dürften wahrscheinlich noch mehr gewesen sein, da einige kleine Gruppen sich in den "Lindwurm" eingeschmuggelt hatten, was aber niemanden störte. An dieser Stelle können nur wenige Teilnehmer namentlich benannt werden, weil es zu weit führen würde, alle angemeldeten Teilnehmer zu erwähnen.
Viele Teilnehmer aus benachbarten Orten
Zunächst wären die "Burg-Kapelle" Hartenfels, die "Maxsainer Blaskapelle" und der Musikverein Weidenhahn zu nennen, die den Umzug hervorragend mit Karnevalsliedern und altbekannten Schlagern begleiten. Sie waren ein Garant für die gute Stimmung, die über dem Umzug lag. Des Weiteren nahmen unter anderem teil die "Gäggische Hähner", die Kirmesgesellschaft (KG) Wölferlingen, Dufte Bienen aus Mogendorf, die Lustigen Xylophone, Freilinger Narren, Noorder Karts, die KG Marienrachdorf und Anette Aller als Umweltretterin.
Weiter fiel auf, dass der überwiegende Teil der Besucher sich in fantasievolle Kostüme gesteckt hatte, was zusätzlich ein farbenfrohes Gesamtbild abgab und auch zur guten Stimmung beitrug. Der Umzug durch Maxsain dauerte etwa eine Stunde, so lange war die Ortsdurchfahrt durch die Freiwillige Feuerwehr Maxsain von beiden Seiten abgesperrt.
So hatten die Zugteilnehmer genügend Zeit, sich durch den Ort zu bewegen und immer wieder kleine Pausen einzulegen, die genutzt wurden, sich mit Freunden zu unterhalten, oder sich einen "hinter die Binde" zu gießen. Irgendwann ist leider auch der schönste Umzug zu Ende, auch in Maxsain.
Prinzessin Cara I. als krönender Abschluss des Umzugs
Am Ende des Zuges wurde es majestätisch, denn auf dem Prunkwagen befanden sich Prinzessin Cara I. und ihre Hofdame Lotta, sowie der Hofstaat. Ihre närrischen Untergebenen jubelten Prinzessin Cara I. frenetisch zu, die ihr Gefolge anwies, süße Kleinigkeiten ins Publikum zu werfen, als wenn es regnen würde.
Wie in jedem Jahr, zog es die Besucher in die Heidehalle, um dort eine krachende After-Zug-Party zu feiern. Die Partyband "First Beat" zog wieder alle Register und knallte einen Hit nach dem anderen in die feiernde Masse. Während der "bedauernswerte" Autor diesen Artikel schrieb, "steppte in der Heidehalle sicherlich der Bär". Es sei allen Narren und Jecken von Herzen gegönnt, einer muss schließlich arbeiten. Maxsain, Helau! (WR)
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