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Nachricht vom 21.06.2012    

Fachkräftesicherung war Thema von IHK und HWK

Ein gemeinsamer Kongress der IHK und der HWK Koblenz führte Arbeitsministerin Ursula von der Leyen nach Koblenz. Das Thema: Fachkräftesicherung. Mit Blick auf die Zukunft gelte es, die Potentiale gemeinsam zu nutzen und zu aktivieren.

Arbeitsministerin Ursula von der Leyen bei der gemeinsamen Veranstaltung von IHK und HWK. Foto: HWK

Koblenz. „Neue Wege der Fachkräftesicherung“ zeigte der Fachkräftekongress 2012 mit dem gleichnamigen Titel auf, den Industrie- und Handelskammer (IHK) sowie Handwerkskammer (HwK) Koblenz gemeinsam organisiert hatten.

Bundesarbeitsministerin Dr. Ursula von der Leyen persönlich wies mit ihrem Impulsvortrag auf die immensen Probleme hin, die der Mangel an Fachkräften der Wirtschaft bereits jetzt verursacht. Die Ministerin forderte dazu auf, „Potenziale gemeinsam zu aktivieren“.

Wie dies gelingen kann, darüber tauschte sich im Koblenzer HwK-Zentrum für Ernährung und Gesundheit, moderiert von Wirtschaftsjournalist Joachim Türk, zunächst eine Expertenrunde aus. Christiane Flüter-Hoffmann vom Institut der deutschen Wirtschaft (IW) Köln, Achim Lohner von der Bäckerei-Kette "Die Lohners", Ulrike Mohrs von der Arbeitsagentur Koblenz, Volkmar Sangl von der DEG "Alles für das Dach" und Professor Dr. Stefan Sell von der Fachhochschule Koblenz diskutierten unter dem Titel „Von Akteuren und Aktionen“ aus verschiedensten Blickwinkeln, welche Ideen die Region stärken.

In vier Praxisforen berichteten am Nachmittag mehr als 15 Unternehmensvertreter unterschiedlichster Branchen, wie sie Potenziale und Qualifikationen ausländischer Fachkräfte nutzen, Frauen-Power aktivieren, ältere Arbeitnehmer altersgerecht beschäftigen und wie sie grundsätzlich mit guten Ideen Fachkräfte regional sichern. Die direkt umsetzbaren Maßnahmen kamen bei den Teilnehmern gut an.



IHK-Präsident Manfred Sattler zu den Zielen der Veranstaltung: „Die Empfehlungen und Erkenntnisse aus Wissenschaft und Politik und die praktisch erprobten Lösungen aus Betrieben sollen den Teilnehmern helfen, eigene gute Ideen gleich am nächsten Tag umzusetzen. Denn das ist es doch genau, was wir jetzt brauchen: Ideen – und Menschen, die sie in die Tat umsetzen. Wir wollten mit der Veranstaltung zeigen, dass es in der Praxis bereits sehr erfolgreiche Maßnahmen gibt, und sie verbreiten helfen. So können wir dem Problem Fachkräftemangel erfolgreich begegnen.“

Ein Ansatz, den HwK-Hauptgeschäftsführer Alexander Baden bestätigte und ergänzte: „Im Bundesvergleich steht unsere Region recht gut da, was aber kein Selbstläufer ist. Im Handwerk machen wir aktuell keinen Fachkräftemangel aus, sprechen eher von einem Fachkräftebedarf. Insofern arbeiten wir sehr intensiv daran, die Wirtschaft auf die Herausforderungen vorzubereiten und zusammen mit den Betrieben Möglichkeiten zu finden, Ressourcen aufzuspüren und zu aktivieren. Das fängt bei der Unterstützung von Schülern in der Phase der Berufsfindung an, setzt sich über eine verstärkte Ansprache von Frauen für Handwerksberufe fort und findet sicherlich auch in der Ansprache älterer Fachkräfte ein erhebliches Potenzial. Die Möglichkeiten für die Fachkräftesicherung sind also durchaus erkennbar – nun gilt es, sie zielgerichtet umzusetzen.“


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