Pressemitteilung vom 09.02.2026 
Alsberg-Kaserne Rennerod nimmt beim Sanitätsdienst weiter wichtige Aufgaben wahr
Bei einem Besuch des Sanitätsregiments 2 "Westerwald" informierten sich die CDU-Bundestagsabgeordneten Dr. Marlon Bröhr und Harald Orthey über aktuelle Herausforderungen, künftige Aufgaben und die Anliegen von Führung und Mannschaft. Ziel ist es, die Chancen des in der Region fest verankerten Standorts weiter auszubauen.
Rennerod. Der stellvertretende Kommandeur, Oberstleutnant Timo Olbrich, begrüßte neben den Bundestagsabgeordneten auch den Landtagsabgeordneten Michael Wäschenbach, Bürgermeister Gerrit Müller sowie Dr. Kai Müller und Karl-Heinz Boll als Vertreter der CDU-Kreistagsfraktion. Oberstleutnant Olbrich erläuterte ausführlich die laufenden strukturellen Veränderungen im Zuge der geplanten Umwandlung des Regiments in ein Sanitätsbataillon. Rennerod werde dabei weiterhin eine tragende Rolle übernehmen.
Baumaßnahmen geplant
Ein Schwerpunkt des Austauschs waren die geplanten baulichen Maßnahmen. Sie sollen sicherstellen, dass Ausbildung und Materiallagerung langfristig gewährleistet bleiben. Oberstleutnant Dennis Krämer stellte den aktuellen Planungsstand vor, der insbesondere die Nutzung noch verfügbarer Freiflächen im Kasernenbereich umfasst. In die Überlegungen einbezogen wird auch das frühere Lager Stegskopf.
Gerade dort sieht Oberstleutnant d. R. Georg Reitz erhebliches Potenzial für die derzeit entstehende Liegenschaftsreserve der Bundeswehr. Trotz der Landesgrenze zwischen Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen bieten der Verbund aus Alsberg-Kaserne Rennerod, Lager Stegskopf-Daaden und dem nahegelegenen Siegerland-Flughafen zusätzliche Möglichkeiten. Bürgermeister Müller sagte der Bundeswehr kommunale Unterstützung zu, und auch MdL Wäschenbach befürwortete die Nutzung der vorhandenen Infrastruktur am Stegskopf.
Wahlkreisabgeordneter Harald Orthey betonte die Notwendigkeit eines konsequenten Bürokratieabbaus, um Planungs- und Entscheidungsprozesse zu beschleunigen. Oberstleutnant d. R. Hans-Jürgen Neumüller bestätigte, dass langwierige Genehmigungsverfahren derzeit ein wesentliches Hindernis für die zügige Stärkung der Verteidigungsfähigkeit darstellen.
Mobile Notfallklinik
Zum Abschluss des Besuchs führte das Regiment die mobile Notfallklinik vor, die zu Ausbildungszwecken aufgebaut ist. Oberfeldarzt Lippemeier, Kompaniechef der 4. Kompanie des Sanitätsregiments 2 und das eingesetzte Fachpersonal demonstrierten den aktuellen medizinischen Standard und gaben Einblicke in zukünftige Entwicklungen. Neben der Ausbildung vor Ort sei der enge Austausch mit dem Bundeswehrzentralkrankenhaus in Koblenz von großer Bedeutung, betonte die Führung.
Dr. Marlon Bröhr, Berichterstatter der CDU/CSU-Bundestagsfraktion für den Sanitätsdienst, dankte für den offenen und fachlich fundierten Dialog, den er gerne in seine Arbeit im Verteidigungsausschuss einbeziehen wolle.
Oberstleutnant Olbrich zog ein positives Fazit: Die Bundeswehr in Rennerod verfüge über "eine motivierte Mannschaft, die Zukunftslösungen mitentwickelt und bereit ist, diese im Interesse einer verbesserten Verteidigungsfähigkeit umzusetzen." (PM)
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