Kinderkostümball in Ransbach-Baumbach - eine Erfolgsgeschichte setzt sich fort
Von Wolfgang Rabsch
Eine ausverkaufte Stadthalle in Ransbach-Baumbach, kreischende Kinder wie bei einem Rockkonzert, entspannte Eltern und Großeltern: Der Kinderkostümball der „Karnevalsfreunde Blau-Gold Ransbach-Baumbach e.V.“ erfüllte und übertraf erneut alle Erwartungen.
Ransbach-Baumbach. Die „Karnevalsfreunde Blau-Gold Ransbach-Baumbach e.V.“ scheuen weder Mühe noch Kosten, den Kinderkostümball zu veranstalten, und das hat seinen Grund: Bereits im Kindesalter sollen die Kinder Freude am Karneval gewinnen, damit sie später vollwertige Mitglieder der Karnevalsfreunde werden können. Wenn es nicht gelingt, Kinder und Jugendliche in die altersgerechten Gruppen der Karnevalsfreunde zu integrieren, dann sind sie als aktive Karnevalisten verloren. Um dieser Entwicklung Einhalt zu gebieten, werden Kinder im Karneval in Ransbach-Baumbach stark gefördert. Der Erfolg gibt den Verantwortlichen recht, was mit dem äußerst erfolgreichen Kinderkostümball am Sonntag (8. Februar) erneut eindrucksvoll unter Beweis gestellt werden konnte.
Ein kindgerechtes Programm, das alle mitriss
Nach der Begrüßung durch die beiden Moderatorinnen des Tages ging es Schlag auf Schlag los. Alle Kinder, die schon selbst auf den Beinen stehen konnten, wurden zur Bühne gerufen. Diejenigen Kinder, die dafür noch zu unsicher waren, wurden von den Eltern zur Bühne getragen. Das Programm begann mit dem „Körperteile Blues“, einem Lied, welches durch seinen knalligen Rhythmus alle auf der Bühne in Bewegung setzte. In den folgenden drei Stunden fand ein steter Wechsel zwischen den Vorführungen der Tanzgruppen der Karnevalsfreunde und den Kindern statt. Nach der jeweiligen Vorführung der Tänze wurden die Kinder wieder zur Bühne gerufen, um zu singen und zu tanzen. Dadurch herrschte in der Stadthalle eine andauernde Bewegung, da alle gefordert waren und so keine Langeweile auftreten konnte.
Das Tanzprogramm startete mit der Minigarde der Karnevalsfreunde, die mit 13 Kindern im Alter von vier bis neun Jahren für Begeisterung sorgte. Anschließend kamen die Minimöhnen zum Einsatz, die ein Rollenspiel unter dem Titel „Cowboy und Indianer“ zum Besten gaben. Bei den Minimöhnen tanzten 18 Kinder im Alter von sechs bis elf Jahren.
Ein glamouröser Punkt des Kinderkostümballs war der royale Besuch des Kinderprinzenpaares aus Nauort, als Prinzessin Jasmin I. und Prinz Benjamin I. samt Gefolge die Bühne betraten und eine Ansprache an die närrischen Besucher richteten.
Die „Kwätschegarde“ führte anschließend das „Klorollenspiel“ vor, welches für großen Spaß sorgte. Der Auftritt der Juniorgarde mit 15 weiblichen Tänzerinnen im Alter von 13 bis 17 Jahren wurde mit viel Beifall bedacht. Die „Pipi-Langstrumpf-Träumerei“ führten 26 Kinder im Alter von sechs bis zehn Jahren vor. Der Besuch des „Närrischen Dreigestirns“ (Prinz Heiko I., Jungfrau Marina I. und Bauer Jens I.) mit Gefolge wurde mit viel Jubel begleitet. Zum Abschluss des Kinderkostümballs führte die Gruppe „Euphorie“ mit 30 Tänzerinnen im Alter von elf bis 16 Jahren den Tanz des Drachen vor, der gebührend gefeiert wurde.
Baumpflanzaktion der Karnevalisten
Der WW-Kurier hatte Gelegenheit, mit Christoph Fohr zu sprechen, dem Präsidenten der „Karnevalsfreunde Blau-Gold Ransbach-Baumbach e.V.“. Er zog mit dem Satz „Wir sind sehr stolz, dass wir kürzlich das 500. Mitglied in unserem Verein begrüßen konnten!“ ein zufriedenstellendes Resümee des Kinderkostümballs und hatte noch ein wichtiges Anliegen mitzuteilen: „Mit Hilfe der diesjährigen Karnevalssession wollen wir Gelder generieren, um in unseren Wäldern Baumpflanzungen durchzuführen. Dafür verkaufen wir Pins und Karnevalsorden, wobei die Hälfte des Verkaufspreises für die Anschaffung von Setzlingen gedacht ist. Die Karnevalsorden können zu einem Preis von 11 Euro erworben werden, während die Pins 3,50 Euro kosten. Vom Verkauf der Orden werden 5,50 Euro für den Ankauf von Setzlingen verwendet, während ein Euro vom Verkauf der Pins für diesen Zweck eingesetzt wird. Das Motiv für den Orden ist ein großer grüner Baum. Die Bäume sollen später unter Anleitung unseres Försters fachgerecht eingepflanzt werden.“ Ein Foto dieses Ordens ist im Anhang zu diesem Artikel zu sehen.
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