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Nachricht vom 05.02.2026    

Ministerpräsident Schweitzer betont Freiwilligkeit des Wehrdienstes

Ministerpräsident Alexander Schweitzer hat sich beim Jahresempfang des Deutschen Bundeswehrverbands West in Koblenz zu wichtigen Themen rund um den Wehrdienst geäußert. Dabei hob er die Bedeutung einer starken Bundeswehr hervor und betonte zugleich die Freiwilligkeit des Dienstes.

Ministerpräsident Alexander Schweitzer. Foto: Alina Grünky/dpa

Koblenz. Der rheinland-pfälzische Ministerpräsident Alexander Schweitzer sprach offen über die anstehende Musterung seiner Söhne und unterstrich die Wichtigkeit der freien Entscheidung beim Bundeswehrdienst. "Ich bin Landesvater und ich bin Vater. Und natürlich beschäftigt es uns in der Familie, wenn zwei Söhne demnächst auch ein Schreiben bekommen, das sie zur Musterung auffordert", erklärte der SPD-Politiker in Koblenz.

Die ersten 18-Jährigen in Rheinland-Pfalz erhalten bereits Post von der Bundeswehr, in der sie aufgefordert werden, online einen Fragebogen auszufüllen, der ihre generelle Bereitschaft zum Wehrdienst abfragt. Laut Wehrdienst-Modernisierungsgesetz ist dies für Männer verpflichtend, während Frauen freiwillig entscheiden können, ob sie den Fragebogen beantworten möchten.

In seiner Familie werde offen über dieses Thema diskutiert, so Schweitzer weiter. Er bezeichnete den Dienst bei der Bundeswehr als eine "tolle Aufgabe", betonte jedoch, dass es die "freie Entscheidung eines jeden jungen Menschen" sein müsse.



Ersatzdienst als Alternative
Schweitzer äußerte sich auch positiv zu Alternativen zum Wehrdienst: "Darum sage ich ganz offen auch in Anwesenheit von Bundeswehrangehörigen: Einen Ersatzdienst zu leisten, eine Aufgabe nach der Schule, nach der Ausbildung zu leisten, die der Allgemeinheit zugutekommt - das ist auch eine schöne Sache und dafür setze ich mich immer ein."

Zudem betonte der Ministerpräsident die Notwendigkeit einer gut ausgestatteten und personell starken Bundeswehr, um den Herausforderungen in Sicherheit, Verteidigung der Demokratie und Werte sowohl in Deutschland als auch international gerecht zu werden.

Der Deutsche Bundeswehrverband, vor knapp 70 Jahren gegründet, zählt bundesweit rund 207.000 Mitglieder. Im Landesverband West sind Nordrhein-Westfalen, Hessen, Rheinland-Pfalz und das Saarland mit etwa 60.000 Mitgliedern vertreten. (dpa/bearbeitet durch Red)


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