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Nachricht vom 05.02.2026    

Neues Portal zur Hochwasservorsorge in Rheinland-Pfalz freigeschaltet

In Rheinland-Pfalz steht ab sofort ein neues Online-Portal bereit, das Bürgerinnen und Bürgern ermöglicht, sich umfassend über Hochwasserrisiken zu informieren. Die Plattform soll helfen, die Eigenvorsorge zu stärken und Kommunen bei der Katastrophenvorsorge unterstützen.

Flutkatastrophe 2021 im Ahrtal. Foto: Boris Roessler/dpa

Mainz. Auf dem neuen Portal "HydroZwilling Rheinland-Pfalz", das von Umweltministerin Katrin Eder (Grüne) vorgestellt wurde, können Nutzer anhand ihrer Adresse das Hochwasserrisiko für bestimmte Orte simulieren. Verschiedene Szenarien wie extreme Starkregenereignisse sind frei wählbar und ermöglichen eine detaillierte Betrachtung bis auf Gebäudeebene. Dabei wird die Wasserfließrichtung angezeigt und es werden mögliche Überflutungsgebiete markiert.

Ein besonderer Fokus liegt auf der praktischen Anwendung: Hauseigentümer können erkennen, welche Bereiche ihres Grundstücks besonders gefährdet sind, etwa ob Kellerfenster oder Luftschächte besser gesichert werden sollten. Auch Fluchtwege lassen sich analysieren, um im Notfall die besten Routen zu identifizieren.

Das Umweltministerium betont jedoch, dass trotz der umfangreichen Daten keine hundertprozentig exakte Vorhersage möglich ist. Variablen wie geparkte Fahrzeuge können den Wasserfluss beeinflussen und somit die Simulationsergebnisse verändern.

Mit diesem digitalen Angebot wird Hochwasserschutz erlebbar gemacht, so Ministerin Eder. Sie verweist auf die zunehmende Bedeutung solcher Informationen angesichts des voranschreitenden Klimawandels. Das Portal soll das Bewusstsein für Hochwasserrisiken schärfen und einer "Hochwasser-Demenz" vorbeugen, wie Eder es nennt.




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Betrieben vom Landesamt für Umwelt Rheinland-Pfalz, enthält das Portal Geländedaten, Informationen zur Landnutzung und hydrologische Daten. Seit Dezember letzten Jahres haben bereits zahlreiche Kommunen Zugriff auf das System, was ihnen hilft, ihre Katastrophenvorsorge zu optimieren und Bauplanungen präziser zu gestalten.

Geplant ist, die Funktionalität des Portals weiter auszubauen. Ab Ende dieses Jahres sollen auch Flusshochwasser dreidimensional simuliert werden können. Zudem wird ab 2027 die Integration von Echtzeitdaten angestrebt. Ab Mitte 2026 sollen zusätzlich Hochwasser-Risikochecks für Gebäude angeboten werden.

Die Entwicklung des Portals kostete insgesamt rund acht Millionen Euro, einschließlich der Neuvermessung von Risikogewässern in Rheinland-Pfalz, womit das Bundesland als Vorreiter gilt, so Eder. (dpa/bearbeitet durch Red)


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