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Pressemitteilung vom 05.02.2026    

LEADER-Förderung stärkt den Westerwald als zukunftsfähige Region

Das europäische LEADER-Programm prägt seit Jahren die Entwicklung des Westerwaldes. Bei einem Besuch vor Ort stand die Zukunft der Förderung im Fokus. Vertreter aus Politik und Region betonten die Bedeutung des Programms für ländliche Räume.

(Fotoquelle: Andreas Schultheis / Kreisverwaltung Altenkirchen)

Seck/Region. Die Weiterentwicklung des europäischen LEADER-Programms zur Förderung des ländlichen Raums stand am Montag (2. Februar 2026) im Mittelpunkt eines Austauschs im Westerwald. Die Lokalen Aktionsgruppen Westerwald, Westerwald-Sieg und Raiffeisen-Region hatten den Europaabgeordneten Ralf Seekatz eingeladen, um ein gefördertes Projekt zu besichtigen und über die künftige Ausrichtung des Programms zu sprechen. In der vergangenen Förderperiode flossen mehr als 12 Millionen Euro in Projekte der Region. Für die laufende Periode stehen über 8 Millionen Euro EU-Mittel bereit.

Breite Wirkung in der Region
Die LEADER-Förderung deckt im Westerwald ein breites Themenspektrum ab. Unterstützt wurden unter anderem Vorhaben in den Bereichen Ehrenamt, Tourismus, Naturschutz, regionale Wirtschaft und Dorfentwicklung. Ziel ist es, Projekte umzusetzen, die direkt aus der Region heraus entstehen und den tatsächlichen Bedarf vor Ort widerspiegeln. Ab 2028 soll das bewährte Bottom-up-Prinzip weiterhin eine zentrale Rolle spielen.

Praxisbeispiel Hofgut Dapprich
Wie praxisnah die Förderung wirkt, zeigte die Besichtigung des Hofguts Dapprich. Inhaber Bernd Schneider stellte dort ein Projekt vor, das mit rund 220.000 Euro aus LEADER-Mitteln der LAG Westerwald unterstützt wird. Geplant sind barrierefreie Ferienwohnungen und Seminarräume, die sowohl den Tourismus als auch die Inklusion fördern. Gleichzeitig entstehen neue Möglichkeiten für bestehende Umweltbildungsangebote.

Bedeutung für die ländliche Entwicklung
Landrat Achim Schwickert, Vorsitzender der LAG Westerwald, hob die Rolle des Programms für die Zukunft der Region hervor. Angesichts wachsender Herausforderungen im ländlichen Raum sei eine verlässliche Finanzierung durch die Europäische Union unverzichtbar. LEADER ermögliche es, gezielt in nachhaltige Strukturen zu investieren.



Europa vor Ort erlebbar
In Rheinland-Pfalz engagieren sich in 21 LEADER-Regionen rund 650 Menschen in den Lokalen Aktionsgruppen. Sie entwickeln Projekte nah an den Bedürfnissen der Bevölkerung. Im Westerwald ist LEADER seit vielen Jahren ein fester Bestandteil der Regionalentwicklung. Rolf Schmidt-Markoski, Vorsitzender der LAG Westerwald-Sieg, betonte, dass durch LEADER viele Angebote entstanden seien, die ohne diese Förderung nicht existieren würden.

Diskussion um EU-Rahmenbedingungen
Derzeit werden in Brüssel die Rahmenbedingungen der EU-Förderung ab 2028 diskutiert. Dabei steht auch die künftige Ausstattung der LEADER-Regionen im Wettbewerb mit anderen Programmen im Fokus. Die Verantwortlichen im Westerwald fordern stabile finanzielle und strukturelle Voraussetzungen, um die erfolgreiche Arbeit fortsetzen zu können. Manuel Seiler, Vorsitzender der LAG Raiffeisen-Region, sieht LEADER als wichtigen Motor für Beteiligung und Zukunftssicherung im ländlichen Raum.

Demokratischer Ansatz und politischer Austausch
Die Regionalmanager der drei LEADER-Regionen im Westerwald betonten den demokratischen Wert des Bottom-up-Ansatzes. Entscheidungen würden gemeinsam vor Ort getroffen und stärkten so die Gemeinschaft. Der Austausch mit Europaabgeordnetem Ralf Seekatz diente dazu, diese Anliegen direkt nach Brüssel zu tragen. Der Besuch machte deutlich, dass LEADER ein greifbares Instrument europäischer Politik ist und auch künftig zur Sicherung der Lebensqualität im Westerwald beitragen soll. (PM/bearbeitet durch Red)


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