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Pressemitteilung vom 05.02.2026    

Versorgungssicherheit in der Kinder- und Jugendpsychiatrie Altenkirchen muss gewährleistet bleiben

Die Personalsituation in der Kinder- und Jugendpsychiatrie Altenkirchen sorgt für wachsende Sorgen. Bündnis 90/Die Grünen im Westerwald sehen die Versorgungssicherheit gefährdet. Sie fordern abgestimmtes Handeln von Träger und Land, um eine stabile Betreuung zu gewährleisten.

Alexandra Abresch-Cäsar, André Butscheike Vorstand Bündnis90/Die Grünen KV Westerwald. (Foto: Anne Moldenhauer)

Altenkirchen. Die aktuellen Berichte zur angespannten Personalsituation in der Kinder- und Jugendpsychiatrie am Standort Altenkirchen machen deutlich, dass sich die Versorgungslage zuspitzt. Aus Sicht von Bündnis 90/Die Grünen im Westerwald gehört die psychiatrische Versorgung von Kindern und Jugendlichen zur öffentlichen Daseinsvorsorge und muss auch im ländlichen Raum dauerhaft gesichert bleiben.

Wachsende Belastung für Familien und Institutionen
Bereits seit einiger Zeit berichten Eltern im Westerwald von großen Schwierigkeiten, zeitnah einen Platz für kinder- und jugendpsychiatrische Hilfe zu finden. In der Folge wenden sie sich vermehrt an Schulen, Jugendämter sowie niedergelassene Haus- und Kinderärzte. Auch Schulsozialarbeit und Einrichtungen der Jugendhilfe geraten zunehmend in eine Auffangrolle, für die sie weder zuständig noch ausreichend ausgestattet sind. Dies verdeutlicht nach Einschätzung der Grünen die Schwere der aktuellen Lage.

Bedeutung des Standorts Altenkirchen
Der Krankenhausplan des Landes Rheinland-Pfalz weist den Standort Altenkirchen ausdrücklich als Teil der kinder- und jugendpsychiatrischen Versorgung der Region Nord aus. Der Standort ist als Tagesklinik vorgesehen und fest in den regionalen Versorgungsverbund eingebunden. Aus Sicht des Kreisverbands ist ein Wegfall der Einrichtung nicht mit den Vorgaben des Krankenhausplans vereinbar. Die Tagesklinik Altenkirchen gilt als zentraler Baustein für die Versorgung von Kindern und Jugendlichen im nördlichen Rheinland-Pfalz und soll daher erhalten bleiben.



Verantwortung von Träger und Land
Für den laufenden Betrieb sowie die personelle und strukturelle Ausstattung trägt der jeweilige Träger die Verantwortung. Nach dem Trägerwechsel sehen die Grünen die Diakonie Südwestfalen in der Pflicht, den Standort personell und organisatorisch zu stabilisieren und langfristig zu sichern. Gleichzeitig wird auch das Land Rheinland-Pfalz in der Verantwortung gesehen. Der Krankenhausplan macht deutlich, dass eine leistungsfähige Krankenhausversorgung eine öffentliche Aufgabe des Landes ist. Planung, Steuerung und das Reagieren auf drohende Versorgungslücken liegen demnach beim Land und dem zuständigen Gesundheitsministerium.

Forderungen nach abgestimmtem Vorgehen
Bündnis 90/Die Grünen im Westerwald fordern eine verlässliche personelle Sicherung des Standorts durch den Träger sowie eine aktive Rolle des Landes bei der Sicherstellung der Versorgung. Zudem soll eine gemeinsame Analyse der aktuellen Situation durch Land und betroffene Landkreise erfolgen, um bestehende Engpässe offen zu benennen und abgestimmte Lösungen zu entwickeln. Ein transparentes Informationsangebot soll Familien klar aufzeigen, welche Einrichtungen aktuell zuständig sind, um zusätzliche Belastungen in akuten Krisensituationen zu vermeiden. (PM/bearbeitet durch Red)


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