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Pressemitteilung vom 03.02.2026    

Frankreichs instabile Regierung im Fokus des Experten Simon Braun in Montabaur

Die politische Lage in Frankreich sorgt Anfang 2026 für Unruhe. Bei einer Veranstaltung in Montabaur beleuchtet ein Experte die Hintergründe der Krise und mögliche Entwicklungen.

Frankreichexperte Simon Braun von der Uni Bonn erläuterte die politische Krise in unserem Nachbarland. (Fotos: Uli Schmdit)

Montabaur. Die politische Situation in Frankreich ist angespannt. Anfang 2026 sieht sich das Land mit einem blockierten Parlament und einer instabilen Minderheitsregierung konfrontiert. Hohe Staatsdefizite und Sparzwänge belasten zusätzlich. Die Deutsch-Französische Gesellschaft zu Montabaur (DFG) und das Radsportteam Equipe EuroDeK widmeten sich diesen Themen bei einer Vortrags- und Diskussionsveranstaltung.

Zahlreiche Interessierte fanden sich im Beratungs-Center der Sparkasse Westerwald-Sieg ein, um dem Vortrag des Frankreichexperten Simon Braun von der Universität Bonn zu folgen. Thomas Diel begrüßte als Gastgeber die fast 60 Gäste und betonte die Bedeutung solcher Veranstaltungen. Uli Schmidt, Koordinator der Equipe EuroDeK, äußerte die Hoffnung auf notwendige Reformen in Frankreich.

Politische Situation in Frankreich
Simon Braun erklärte: "Präsident Macron wollte sich mit der vorgezogenen Wahl seiner Mehrheit versichern, jetzt hat niemand eine Mehrheit und drei gleichgroße Blöcke neutralisieren sich." Trotz einer erfolgreichen Olympiade in Paris seien die Krisensymptome wie häufige Regierungswechsel und soziale Unruhen schnell zurückgekehrt. Braun nannte die Unzufriedenheit mit dem politischen System, sinkende Wahlbeteiligungen und ständige Reformdebatten als zentrale Probleme. Er kritisierte die übermäßige Macht des Präsidenten bei gleichzeitig schwachem Parlament. "Reformversuche von Macron sind ebenso gescheitert wie die von Links", so Braun.



Laut Umfragen, so Braun weiter, könne die rechtspopulistische Partei Rassemblement National (RN) unter Marine Le Pen im zweiten Wahlgang bis zu zwei Drittel der Stimmen erreichen. In einer Fragerunde, moderiert von DFG-Vorsitzendem Bernhard Gressmann, zeigten die Teilnehmer Interesse an der politischen Zukunft Frankreichs. Es wurde diskutiert, ob der RN nach einem Wahlsieg einen gemäßigten Kurs wie Meloni in Italien einschlagen oder stramm nach rechts marschieren würde.

Ein weiterer Schwerpunkt war die deutsch-französische Freundschaft. Braun betonte die Notwendigkeit neuer Formen der Zusammenarbeit für Jugendliche, da Städtepartnerschaften oft von älteren Generationen getragen werden. Im Schlusswort äußerte Bernhard Gressmann die Hoffnung auf eine gemäßigte Regierung in Frankreich, die eine starke Partnerschaft mit Deutschland ermöglicht. (PM/Red)


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