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Nachricht vom 30.01.2026    

Schlemmerfestival der Currywurst und Schokolade zieht Genießer nach Neuwied

Von Helmi Tischler-Venter

Das regionale Winter-Highlight „Currywurstfestival und ChocolART“ hat offenbar eine feste Fangemeinde, die bereits am Freitagnachmittag in die Langendorfer Straße strömte, um klassische oder neue Geschmacksrichtungen der Kultwurst zu kosten. Die Luisenstraße trennt den Wurstbereich von den süßen Angeboten. Vom Parkhaus ausgehend, kann man sich erst durch die deftigen Genüsse arbeiten, bevor man mit süßen Sünden endet.

Fotos: Wolfgang Tischler

Neuwied. Eine geschmackliche Weltreise ist möglich, vom Westerwald durch die Schweiz bis zum Nordpol, über Hawaii, Bangkok, Mexiko und Australien. Sogar „Sonnenfinsternis“ und „Weltuntergang“ kann man sich einverleiben. Die Kreativität der Soßenköche kennt keine Grenzen. Marketing spielt auch bei der Namensgebung der Stände eine Rolle: „Curry 69“ bezieht sich nicht auf das Alter der Würste, sondern auf das Angebot „sechs Soßen und neun Schärfen“. Die Scoville-Skala geht bis zur Schärfe 10+++, aber der Schärfegrad sieben, der meist mit Kakao zusammen dargereicht wird, ist bereits eine tränenfördernde Herausforderung für europäische Gaumen. Angenehm mild schmeckt dagegen die Weincurrywurst mit Weincurrysoße.

Wer über viel Magenvolumen oder testfreudige Mitesser verfügt, kann einen Teil des Riesenangebots verkosten. Oder man ergreift das Angebot der Probewurst: vier Stück Bratwurst und zwei Soßen nach Wahl zu einem Einheitspreis. Der liegt bei Currywurst mit Brötchen durchweg bei fünf Euro. Die Wurst kommt vielfältig daher, als Weißwurst, Leberkäs, Krakauer, Käse-Wurst, Rindswurst vom Weiderind, Geflügel-Wurst, Siedewurst, Wildrostbratwurst, Blutwurst-Griller, Lammbratwurst, Freiland-Ente, Berliner Currywurst ohne Darm oder vegane Gemüsewurst. Besondere Zutaten wie BBQ-Soße mit Pulled Pork oder Trüffel und Champagnersoße haben einen entsprechend höheren Preis.

Die Auswahl fällt schwer zwischen der Ladykracher-Frühlings-Currywurst mit Kürbis-Pinienkern-Wiesenkräuter-Pesto, Rucola und Parmesanspänen und bodenständigem schwäbischem Soulfood mit brauner Soße und Whiskyzwiebeln on Top. Es locken auch die „Hexenküche“, „Madras“-Eintöpfe und mehrere „Festival“- oder Spezial-Teller wie zum Beispiel „Strawberry-Cheesecake“, deren Zusammensetzung frei wählbar ist, oder Brause-Currywurst mit prickelnder Soße. Als Beilagen sind neben den üblichen Brötchen auch Langos, Pommes frites und knackige Kartoffellocken und Kartoffel-Chips erhältlich.

Die Lücken zwischen den Ständen sind vom Stadtmarketing konzipiert, damit die Warteschlangen sich nicht gegenseitig behindern und die örtlichen Geschäfte leichter erreichbar sind. Am Luisenplatz lädt ein Gastrozelt der „Landwind“-Kooperative zum gemütlichen Schlemmen und Verweilen ein.



Im Anschluss an die Grillmeile schließt sich die ChocolART an. Verführung pur sind die vielen Kostproben, die kostenlos gereicht werden. Der verführerische Duft von Schokoladentafeln, Pralinen, Keksen, Churros, Crêpes und Bubble-Waffeln lässt die Geschmacksknospen schwellen, und der Charme der erfahrenen italienischen und französischen Chocolatiers sichert den Einkauf. Schokoladenlikör, Nugat und Pasta di Mandola, bunte Macarons, Marshmallows und Früchte mit Schokolade sowie Schokoladen-Cannoli bringen den Genuss von Urlaub auf die Zunge.

Gegen die winterlichen Temperaturen helfen heiße Schokolade und Glühwein. Nur für besondere Anlässe ist der feine Schokoladen-Sekt aus 100 Prozent Chardonnay mit Haselnuss und dunkler Schokolade geeignet, der wunderbar zu frischen Erdbeeren schmeckt. Lübecker Marzipan oder Schokoladen-Aufstrich lassen sich leicht nach Hause tragen. Für den Baumkuchen-Einkauf sollte man die Happy Hour zwischen 17 und 18 Uhr nutzen.

Insgesamt 33 Wurst-Stände präsentieren ganz eigene Interpretationen des Kultsnacks. Das Angebot der zahlreichen kreativen Soßenvariationen lohnt allein schon den Besuch des Festivals. Dazu laden rund 20 Stände mit handgemachter Schokolade, Pralinen und süßen Spezialitäten zum Probieren, Schlendern und Genießen ein. Die Kombination aus herzhaften und süßen Angeboten machen wirklich alle Besucher glücklich.

Das Currywurstfestival mit ChocolART findet bis Sonntag, 1. Februar, statt. Öffnungszeiten: Samstag von 11 bis 20 Uhr und Sonntag von 11 bis 19 Uhr. Am Sonntag laden die Neuwieder Geschäfte zusätzlich zu einem verkaufsoffenen Sonntag ein. Damit lässt sich das kulinarische Erlebnis mit einem entspannten Einkaufsbummel und einem lebendigen Innenstadtbesuch verbinden. htv


Mehr dazu:   Veranstaltungsrückblicke  
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