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Pressemitteilung vom 30.01.2026    

Koblenz: Neue Zugverträge sichern Pünktlichkeit und mehr Sitzplätze

Eine Neuordnung der Verkehrsverträge verspricht Verbesserungen im Schienenpersonennahverkehr von Nordrhein-Westfalen und angrenzenden Regionen. National Express und verschiedene Verkehrsverbünde haben sich auf Maßnahmen geeinigt, um die Pünktlichkeit zu erhöhen und Kapazitäten auszuweiten.

Foto: Pixabay

Köln/Gelsenkirchen/Unna/Koblenz/Kassel. Die von National Express betriebenen Regional-Express (RE)- und Regionalbahn (RB)-Linien sollen in Nordrhein-Westfalen und den angrenzenden Regionen in Hessen und Rheinland-Pfalz künftig pünktlicher verkehren und auf stark nachgefragten Strecken mehr Kapazitäten bieten.

Möglich macht dies die anvisierte Neuordnung bestehender Verkehrsverträge, auf die sich die National Express Rail GmbH mit den zuständigen Aufgabenträgern für den Schienenpersonennahverkehr (SPNV) Verkehrsverbund Rhein-Ruhr (VRR), "go.Rheinland", Nahverkehr Westfalen-Lippe (NWL), Nordhessischer Verkehrsverbund (NVV) und Zweckverband Schienenpersonennahverkehr Rheinland-Pfalz Nord (SPNV-Nord) verständigt hat. Ende Januar stimmten die zuständigen Gremien der zuständigen Aufgabenträger sowie von National Express und der Mobico Group plc. der Ausarbeitung einer Neuordnung zu.

Die Einigung soll eine langfristig tragfähige Perspektive für einen verlässlichen SPNV schaffen - für die Fahrgäste, die Aufgabenträger als Besteller der Verkehrsleistungen, das für den Betrieb verantwortliche Eisenbahnverkehrsunternehmen und seine Mitarbeitenden gleichermaßen.

Fahrplan für die Zukunft: Eckpunkte der Vertragsneuordnung stehen
Für die Linien RE 7 und RB 48 des Rhein-Münsterland-Express (RME) erfolgt eine Umstellung auf einen Bruttovertrag, bei dem die Aufgabenträger ein festes Entgelt unabhängig von den Fahrgeldeinnahmen zahlen, ab dem Jahr 2026.

Der RME-Vertrag wird auf Basis des Verkehrsvertrags 2.0, der Stellhebel zur langfristigen Sicherung der Erbringung vereinbarter Verkehrsleistungen beinhaltet, angepasst und um mindestens zwei Jahre bis 12/2032 verlängert.

Die Laufzeit der vereinbarten Leistungen des Rhein-Ruhr-Express (RRX) wird von 12/2033 auf 12/2030 verkürzt. Dies dient der Vorbereitung einer Neuausschreibung im Rahmen des Nahverkehrsplans NRW. Zum RRX zählen die Linien RE 1, RE 4, RE 5, RE 6 und RE 11.

Fahrgäste sollen in diesem Zuge von festzuschreibenden Maßnahmen für mehr Pünktlichkeit und Sauberkeit profitieren. So will National Express die Verlässlichkeit durch mehr operative Puffer gegen Verspätungen erhöhen und auf besonders ausgelasteten Strecken die Sitzplatzkapazitäten ausbauen, um überfüllte Züge möglichst zu vermeiden.



Dazu sagt Dr. Michael Hetzer, Geschäftsführer (CEO) der National Express Rail GmbH: "Wir sind uns der Verantwortung für die Fahrgäste bewusst und setzen uns für ein verlässliches Mobilitätsangebot für die Menschen in NRW und darüber hinaus ein. Gleichzeitig gibt die Neuordnung der Verträge den Mitarbeitenden von National Express verlässliche Zukunftsaussichten. Eine wirtschaftlich tragfähige Lösung ist die Grundlage für ein langfristiges Engagement von National Express auf dem deutschen Markt."

Die Einigung zeigt, dass Aufgabenträger und private Verkehrsunternehmen professionell und vertrauensvoll zusammenarbeiten. Das stärkt den Wettbewerb und führt langfristig zu einer höheren Qualität und geringeren Kosten für die öffentliche Hand und die Fahrgäste.

Statements der Aufgabenträger
Marcel Winter, Geschäftsführer "go.Rheinland": "Wir haben im gesamten Verlauf der Verhandlungen darauf gedrängt, Verbesserungen für die Fahrgäste zu erzielen. Die nun anvisierten Lösungen sind ein wichtiger Schritt für die Stabilisierung und qualitative Verbesserung des Zugverkehrs in NRW. Sie zeigen, dass die Aufgabenträger im Sinne der Fahrgäste bereits heute effizient und lösungsorientiert zusammenarbeiten."

Oliver Wittke, Vorstandssprecher VRR: "Die Verhandlungsergebnisse sind insbesondere für die Fahrgäste im SPNV eine gute Lösung, denn sie sichern langfristig die Zuverlässigkeit auf der Schiene auf wichtigen Linien in NRW."

Christiane Auffermann, Geschäftsführerin des NWL: "Wer die Mobilitätswende will, der muss einen verlässlichen, bedarfsgerechten SPNV sichern und weiterentwickeln. Aufgabenträger und EVU haben dabei ein gemeinsames Ziel: Wir müssen zuverlässiger Partner für die Fahrgäste sein. Ich freue mich, dass die Gespräche der vergangenen Monate in diesem Sinne nun in ein tragfähiges Ergebnis münden und wir alle unserer Verantwortung gerecht werden."

Marian Volmer, Geschäftsführer des NVV: "Wir freuen uns, dass wir mit der Einigung für unsere Fahrgäste aus Nordhessen bis zur Neuvergabe im Jahr 2030 die stark nachgefragte Strecke von Kassel nach Hamm stabilisieren konnten." (PM/Red)


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