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Pressemitteilung vom 26.01.2026    

Optimistischer Jahresauftakt: St. Vincenz Gesundheits-Verbund präsentiert neue Chefärzte und investiert in Zukunft

Der Neujahrsempfang des St. Vincenz Gesundheits-Verbundes in Limburg setzte ein bewusst positives Zeichen in einer Zeit, die von Unsicherheit geprägt ist. Die Veranstaltung bot einen Überblick über Herausforderungen, Strategien, Personalien und Investitionen. Im Mittelpunkt standen die offizielle Einführung zweier neuer Chefärzte sowie die Darstellung der Leistungszahlen und Zukunftsprojekte.

Feierliche Chefarzteinführung im Kreise von Wegbegleitern, Familie und Kollegen (v.l.n.r.): Prof. Dr. Thomas Neuhaus (Ärztlicher Direktor), Dr. Sven Antweiler (Chefarzt Notaufnahme), Prof. Dr. Dr. Oliver Jung (Chefarzt Nephrologie) mit Ehefrau, Dr. Kay Becker (Chefarzt Radiologie) mit Ehefrau, Dr. Thomas Heß (ehemaliger Chefarzt Radiologie), Stephan Felix (Verwaltungsratsvorsitzender) und Guido Wernert (Geschäftsführer). (Foto: Lea Hirt)

Limburg. Während die Krankenhausreform weiterhin viele offene Fragen aufwirft, betonte der Verwaltungsratsvorsitzende Stephan Felix die Notwendigkeit, Unsicherheit nicht in Verunsicherung umschlagen zu lassen. Der Verbund habe im vergangenen Jahr konsequent auf Stabilität, Kooperation und Weiterentwicklung gesetzt. Dazu zählen Investitionen in die eigenen Standorte, die Vertiefung der Zusammenarbeit mit den Kliniken in Dierdorf, Selters und Hachenburg sowie die Erweiterung von Leistungsangeboten. Felix beschrieb fünf gemeinnützige Häuser, die Verantwortung nicht isoliert, sondern gemeinsam übernehmen. Geschäftsführer Guido Wernert hob das interne und externe Zusammenwirken als wichtigen Erfolgsfaktor hervor.

Neue Leitung für Radiologie und Nephrologie
Im Rahmen des Empfangs wurden Dr. Kay Becker und Prof. Dr. Dr. Oliver Jung als neue Chefärzte eingeführt. Beide stehen für hohe fachliche Kompetenz und sollen die Weiterentwicklung der Radiologie sowie der Nephrologie prägen. Dr. Becker setzte als langjähriger Mitarbeiter des Limburger Krankenhauses bereits deutliche Akzente. Er leitete unter anderem die Nuklearmedizin, wirkte an der Digitalisierung der radiologischen Abläufe mit und arbeitete an Strukturprojekten wie der Neugestaltung der Notaufnahme und der Zertifizierung von Brust- und Traumazentrum. Seine berufliche Laufbahn begann nach einer Flucht aus der DDR mit einem Medizinstudium in Hamburg. Becker sieht die Radiologie als dynamisches Fach, das sich ständig durch neue Technologien und Verfahren weiterentwickelt. Es bleibt ein zentraler Bereich der Diagnostik.

Prof. Jung übernimmt als Nachfolger von Dr. Walter die Leitung der Nephrologie. Die Nephrologie beschäftigt sich mit einem Organpaar von geringem Gewicht, das jedoch eine enorme medizinische Bedeutung besitzt. Der ehemalige Chefarzt Dr. Walter prägte den Bereich zwei Jahrzehnte lang. Prof. Jung gilt als erfahrener Internist mit breiter Expertise und besonderer diagnostischer Fähigkeit, auch seltene Krankheitsbilder zu erkennen. Seine berufliche Entwicklung begann im Fach Chemie, bevor er sich für die Humanmedizin entschied. Er ist Facharzt für Innere Medizin und Nephrologie, verfügt über die Zusatzbezeichnung Infektiologie und zahlreiche Qualifikationen, darunter die Anerkennung als Hypertensiologe der DHL sowie die Befähigung zur Diagnostik und Therapie der Schlafapnoe. Darüber hinaus veröffentlichte er wissenschaftliche Arbeiten, erhielt Stipendien und einen internationalen Forschungspreis. Gemeinsam mit ihm wechselte ein erfahrenes Team aus Frankfurt nach Limburg. Damit soll der Ausbau der Nierenmedizin im Verbund auf eine breitere Basis gestellt werden. Ziel ist eine engere medizinische Vernetzung und eine optimale regionale Versorgung.



Leistungszahlen und Versorgungsauftrag
Die Leistungszahlen des Jahres 2025 dokumentieren eine konstant hohe Nachfrage. Insgesamt wurden 28.731 stationäre Patienten und 67.046 ambulante Behandlungen versorgt. Besonders hervorzuheben ist die Notfallmedizin. Als Notfallversorger der Stufe 3 erreichte die Limburger Notaufnahme 48.418 behandelte Fälle im vergangenen Jahr. Dieses Niveau ist sonst häufig in Maximalversorgern großer Städte zu finden. Der Verbund beschäftigt 1.963 Mitarbeitende. Der Nachwuchsbereich zeigt 161 Auszubildende in 12 Berufen, davon 115 in der Pflege. Die Übernahmechancen gelten als hoch, zudem bestehen interne Karriere- und Weiterbildungsmöglichkeiten. Das innerbetriebliche Fortbildungsprogramm umfasst über 150 Kursreihen zur fachlichen und persönlichen Entwicklung.

Investitionen in die Zukunft
Trotz schwieriger Rahmenbedingungen setzt der Verbund seine Investitionsstrategie fort. Für die Jahre 2026 und 2027 sind 32 Millionen Euro vorgesehen. Die Mittel fließen in Modernisierung, Medizintechnik, Digitalisierung und Qualifizierung. Dazu zählen etwa 6 Millionen Euro für ein neues Unit-Dose-System der Apotheke, rund 5,5 Millionen Euro für die Strahlentherapie, etwa 2 Millionen Euro in digitale Infrastruktur sowie 1,1 Millionen Euro in energiesparende Maßnahmen. Die Investitionen zielen darauf ab, die Leistungsfähigkeit zu erhöhen, Strukturen zu modernisieren und Betriebsabläufe zu optimieren.

Ein optimistischer Akzent
Der Neujahrsempfang setzte ein bewusst optimistisches Zeichen. Trotz Reformdruck, finanzieller Unsicherheiten und hoher Belastung im Versorgungsalltag präsentierte der Verbund eine klare Linie: Kooperation, fachliche Weiterentwicklung, Nachwuchsförderung und Investitionen in die Zukunft. Damit sollen sowohl regionale Versorgungssicherheit als auch strategische Handlungsfähigkeit erhalten bleiben. Der Empfang unterstrich den Anspruch, in herausfordernden Zeiten arbeitsfähig zu bleiben und die Versorgungsqualität weiter auszubauen. (PM/bearbeitet durch Red)


Mehr dazu:   Gesundheitsversorgung  
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